Ab wann auf Freie Werkstatt wechseln?

  • Moin in die Runde.


    Mein G21 hat letzte Woche seinen 5. Geburtstag gefeiert und bräuchte nächsten Monat einmal neue Bremsflüssigkeit.


    Ich frage mich jetzt ob ich nochmal in die Vertragswerkstatt fahre zwecks theoretischem Werterhalt (obwohl zeitnah kein Verkauf geplant ist) und theoretischer Möglichkeit eines Kulanzfalles. Garantieverlängerung läuft jetzt auch ab, das wäre also kein Kriterium mehr.


    Ab wann seid ihr in die "Freie" gewechselt und wie handhabt ihr das?


    Wenn ich mich für die freie entscheide, würde ich vermutlich auch direkt einen Ölwechsel mitmachen. Die wurden bisher nach Intervall eher so alle 26-27k gemacht. Seit dem letzten sind jetzt auch wieder 16k vorbei, daher würde ich gerne auch Öl wechseln lassen.


    Rahmendaten: BJ 10/2021, Laufleistung ca. 72500 km.

  • Kommentar aus dem Z4 Forum:



    kurze (interne) Info: BMW hat den Orientierungsrahmen für mögliche Kulanzentscheidungen erweitert. Früher lag dieser bei 5 Jahren / 100.000km. Dieser wurde erweitert auf 6 Jahre / 150.000km. Für Hauptantriebskomponenten sogar bis 7 Jahre / 200.000km. Ich habe hier in der Vergangenheit an mancher Stelle die Aussage gemacht, dass eine Kulanzanfrage für Fahrzeuge älter 5 Jahre keinen Sinn machen würde. Diese Aussage ist damit überholt.



    Wichtig für eine positive Kulanzentscheidung ist immer die regelmäßige Wartung nach Herstellervorgaben. Grundsätzlich wird BMW hier auf ein lückenlos - nur bei BMW geführtes - Scheckheft achten......

  • Also ich mache die Wartung, wenn es keinen Wartungsvertrag gibt, immer bei einer kleinen Werkstatt hier bei uns im Ort (Chef ist ein Freund von mir) , die sind BMW zertifiziert und da gab es nie Probleme, wenn es um Gewährleistung geht (Wartungen werden entsprechend auch im BMW System eingetragen..)


    Die dürfen z.B. auch BMW Leasingfahrzeuge bei Unfällen in Stand setzen und sowas.. Stundensätze sind hier halt realistisch und nicht wie bei BMW.

  • Also ich mache die Wartung, wenn es keinen Wartungsvertrag gibt, immer bei einer kleinen Werkstatt hier bei uns im Ort (Chef ist ein Freund von mir) , die sind BMW zertifiziert und da gab es nie Probleme, wenn es um Gewährleistung geht (Wartungen werden entsprechend auch im BMW System eingetragen..)


    Die dürfen z.B. auch BMW Leasingfahrzeuge bei Unfällen in Stand setzen und sowas.. Stundensätze sind hier halt realistisch und nicht wie bei BMW.

    Kein Haken? Dann würde ja niemand mehr zu BMW gehen…..

    Interessant wäre natürlich auch Kulanz.

  • Kein Haken? Dann würde ja niemand mehr zu BMW gehen…..

    Interessant wäre natürlich auch Kulanz.

    Ich kann dir nur sagen das es bei uns nie Probleme gab.. auch das Instandsetzen eines Unfallschadens beim Leasing X4 war kein Problem, kam direkt die Info von der BMW Bank, das die Werkstatt bei BMW entsprechend freigegeben ist.


    Wir halten die Fahrzeuge aber auch nie länger als 4 Jahre, entsprechend gab es bisher nur 2x einen Kulanzantrag nach Ablauf der 3 Jahre, das war aber kein Problem.. war einmal ein Defekt am Getriebe und einmal ein defekter Scheinwerfer. Ging beides Problemlos durch.


    Inwiefern das hier natürlich mit reinspielt, das wir bei BMW als Flottenkunde gelistet sind weiß ich nicht.. dürfte aber eigentlich egal sein, da wir keine 50 Autos im Jahr abnehmen..

  • Seine Werkstatt ist "BMW zertifiziert", was kaum eine Werkstatt ist. Das ist aber der Grund, wieso es bei ihm keine Probleme gibt.

    Kulanz ist immer so eine Sache und im Detail sehr unterschiedlich. Im Forum gibt es genug Beispiele wo es gut und schlecht lief, also kann man sich nicht darauf verlassen. Daher wäre das für mich keine Grund weiter bei BMW zu bleiben.

    Meiner ist heute 5 Jahre, Garantie auch durch, glaube der hatte auch nur 3 Jahre? Da ich Selberschrauber bin fallen bei mir nur Teilepreise an, was also nochmal eine Ersparnis ist. Genau das muss man bei Kulanz und Garantiefall gegenrechnen. Wenn man in einem oder zwei Jahren 1.000€ gegenüber BMW spart, muss der Kulanzfall ja schon recht teuer werden, damit sich weitere BMW-Besuche lohnen.


    Ein weitere Vorteil wenn man auf BMW verzichtet, man kann die Wartungshinweise-/zwänge übergehen. Ich sag euch ganz ehrlich, ich mache alle 2 Jahre vorm TÜV den Service. Im April´25 hab ich ihn mit 61.500 km gekauft und er wird mich heute wohl mit der Nachricht begrüßen, dass die Inspektion ansteht weil er 6 Jahr heute wird. Das ist mir aber egal. Nächstes Jahr im April gibt es neues Öl, Bremsflüssigkeit und Filters und TÜV und gut ist. Öl ist eh erst vor ein paar Monaten neu wegen einer Reparatur rein gekommen, aber grundsätzlich sehe ich kein Problem das 30.000 km zu fahren. Bremsflüssigkeit ist auch 2 Jahre lang im System kein Problem.


    Wegen Werterhalt durch Checkheftgeführt und immer Vertragwerkstatt, bringt beim Verkauf sicherlich einen besseren Preis, aber dieser wird die geleisteten Mehrkosten nicht aufwiegen.


    Ausnahmen würde ich aber bei Arbeiten wie Steuerkette/Zahnriemn machen. Ich weiß jetzt nicht wie kompliziert das beim BMW ist, aber stellenweise braucht es passendes Werkzeug etc., das haben viele Werkstätten nicht. Daher sollte man dabei in den sauren/teuren Apfel beißen. Bei meiner Mutter ihrem 1,4er Ford B-Max kann das auch jede Werkstatt mache, aber wenn man dann zu den 1,0er ECO-Boostern schaut, wäre da Ford auch die bessere Adresse. Ganz abgesehen von der Wichtigkeit des richtigen Öls.

    G21, 11/2020, 2.0i 184PS, Sport Line, schwarz

  • Die planmäßigen Serviceinspektionen lasse ich immer in der BMW Fachwerkstatt durchführen. Zumal das Öl bereitgestellt werden darf, kostet das nicht die Welt.

    In meinem Fall mit Service Inklusive Paket ist es sowieso ein klarer Fall. Ein vollständiges Serviceheft macht sich beim Verkauf oder bei etwaigen Kulanzanträgen immer bezahlt.

  • Sehe ich ganz ähnlich. Aktuell läuft für meinen G23 noch ein BSI-Paket bis 9/27. Dann werden darüber zwei Ölwechsel, zwei Wechsel der Mikrofilter, zwei Wechsel der Bremsflüssigkeit sowie je ein Wechsel des Luftfiltereinsatzes und der Zündkerzen abgewickelt worden sein. Das wäre in Summe bei einer freien Werkstatt kaum günstiger geworden.

    Kurz, nach Lage der Dinge werde ich im September 2028, das ist der dann nächste fällige Servicetermin, wieder einen Vertrag BSI abschließen.