Verbrauch 330e Touring

  • Moin zusammen,

    ich habe am 18.11. meinen 330e Touring in München abgeholt. Zeit für mich ein erstes Résumé zu ziehen. Einige sachen nerven mich im Alltag, vor allem am Navi, aber wo ich in Bezug auf den Plugin negativ überrascht bin, ist der Verbrauch.

    Ich habe jetzt einmal einen Benzin-Tankzyklus betrachtet, der exakt zwei Wochen lang war. Getankt mit leerer Batterie und jetzt wieder ähnlich wenig Sprit Rest und ebenfalls leere Batterie. Übliche Fahrstrecke sind aktuell 2x 26km werktags über Bundesstraße und wenige Dörfer plus Privatfahrten. In diesem Zyklus waren es nur zweimal Autobahn und zweimal richtiger Stadtverkehr, wobei beides auch nur kurz und gemächlich, da ja eh noch eingefahren wird:

    Laufleistung: 1073 km davon 632km elektrisch lt. Boardcomputer
    Sprit lt. Boardcomputer: 3,3l / 100 km -> 35,41 l
    Sprit lt. MyBMW: aktuell 6% Rest -> 94% verbraucht von 40l -> 37,6 l -> 3,5 l
    Verbrauchter Strom lt. Boardcomputer: 14,3 kWh/100km -> 153,44 kWh
    lt. My BMW App geladen: 181 kWh -> 16,87 kWh


    Eine Abweichung von 2,2 l und knapp 30 kWh Boardcomputer gegenüber den Angaben von MyBMW App. Natürlich zeichnet die MyBMW App nur in etwa die Ladeleistung auf, aber trotzdem bleibt beim Strom ein ordentlicher Unterschied.

    Wenn ich die kWh mal mit 0,30 € zugrunde lege und den Liter Benzin mit 1,20 € aktuell, komme ich auf kosten je 100 km
    nach Boardcomputer: 8,25 €
    nach MyBMW: 9,26 €


    Puh, ich hatte mir irgendwie weniger erhofft, zumal ich sehr sehr verhalten fahre. Viel mit Tempomat und vorrausschauendem Fahren. Ich möchte ehrlich gesagt nicht wissen, wie es aussieht wenn die 2.000km Verbrenner-km runter sind und ich auch ab und an mal aufs Gas drücke. Natürlich ist es jetzt gerade kalt, was gerade morgens auf die Batterie geht. Sitzheizung läuft auf Stufe 1 und ab und an auch die Lenkradheizung. Mit der letzten Ladung bin ich beispielweise nicht einmal 40km weit gekommen. Gehofft hatte ich, fast nur elektrisch vom Büro nach Hause und wieder zurück zu kommen, aber das wird wohl eher nur was im Sommer. Meinen F31 320d bin ich die selben Strecken mit im Schnitt 5,6 l Diesel gefahren, was bei den momentanen Preisen nicht einmal 6 € pro 100 km ausmacht.


    Ich werde demnächst mal ausprobieren, was er verbraucht, wenn ich rein mit Benzin fahre. Würde er da unter 7,7 Litern bleiben, wäre das ja sogar dann günstiger oder unter 6,9 wenn man dem Boardcomputer glaubt. Unterm Strich untermauert das für mich aber erst einmal wieder nur, dass der Plugin-Hybrid dank der Steuererleichtung zwar nett ist für Dienstwagenfahrer, ansonsten aber teuer und ohne die Subvention wahrscheinlich ein Ladenhüter.


    Sollte ich irgendwo einen Denkfehler haben, korrigiert mich gerne :)

    Grüße
    Jan

  • Also rein Spritverbrauch- Technisch ist das für ein Benziner schon krass mit 3,3l auf 100 km 8|


    Das es mit den Stromkosten und allem nicht sparsamer ist hätte ich tatsächlich nicht gedacht, wenn man dann noch den Anschaffungsmehrpreis ohne die ganzen Subventionen rechnen würde, käme man wahrscheinlich wesentlich teurer rum wie z.B. bei einem 330 oder 320i.


    Da stimmt das mit dem Ladenhüter definitiv, aber vielen Dank für die super Aufstellung, zeigt mir einmal mehr das die Hybride noch etwas ein Wunschgedenke sind. Viel umweltfreundlicher werden sie nämlich wenn man den Akku etc. bedenkt auch nicht sein, eher das Gegenteil.


    Alles noch nicht so ganz ausgereift bei den deutschen Herstellern bzw. in Deutschland.. :whistling:

  • Also rein Spritverbrauch- Technisch ist das für ein Benziner schon krass mit 3,3l auf 100 km

    Die 3,3 l beziehen sich aber auf die Gesamtstrecke. Wenn man dem Boardcomputer glaubt mit seinen 632 km elektrisch sind das 441 km mit 37,6 l Benzin, was 8,53 l / 100 km macht. Aber auch das hinkt wiederum, da er ja auch aktiv die Batterie mit dem Sprit wieder lädt, was dann wiederum in der elektrischen Wegstrecke berücksichtigt wird.

    Daher muss man fairerweise immer beides betrachten: 3,3 l und 14,3 kWh bzw. 3,5 l und 16,9 kWh pro 100 km.

  • Puh, ich hatte mir irgendwie weniger erhofft, zumal ich sehr sehr verhalten fahre. Viel mit Tempomat und vorrausschauendem Fahren. Ich möchte ehrlich gesagt nicht wissen, wie es aussieht wenn die 2.000km Verbrenner-km runter sind und ich auch ab und an mal aufs Gas drücke.

    Hallo Jan,


    deine Angabe vorausschauend zu fahren macht die Sache interessant. Die Hybriden und el Autos sparen vor allem bei Bremsvorgängen mit Energierückgewinnung. Daher werden "schlechte" Autofahrer die mit konventionellen Autos immer wieder auf der Bremse stehen hier mehr Vorteile erfahren.


    Vorausschauendes Fahren ist für reine Verbrenner perfekt weil keine Energie verschwendet wird. Die verschwendete Energie soll aber bei den Hybriden den Verbrauchsvorteil bringen.


    Du hast also aus meiner Sicht keinen Denkfehler

  • Wer vorausschauend fährt verschwendet aber keine Energie die man zurückgewinnen müsste, dass sollte also nichts ausmachen.

    Damit ich bremsen muss muss ich erstmal beschleunigen.

    Wenn ich das nicht mache brauch ich auch nicht bremsen.

    Sollte vom Verbrauch her eher besser als schlechter sein. Zumal der Hybrid ja auch beim rollen rekuperiert.

  • Beim richtigen Bremsen wird auch Energie verschwendet weil die mechanische Bremse greift.

    Klar gibt es einen "sweet spot" wo der prozentuale Unterschied Verbrenner zu PHEV am größten ist, jedoch wird das nicht viel am Ausgang ändern. Moderne PHEV tun sich aufgrund Mehrgewicht und durstigem Benziner immer noch schwer gegen die Verbrauchskosten eines effizienten Diesels anzukommen.

    Wenn man dann noch den Mehrpreis und höhere Fehlerwahrscheinlichkeit aufgrund des komplexen Systems dabei rechnet, kann sich der PHEV finanziell für keinen Privatmann mehr lohnen...

  • Beim richtigen Bremsen wird auch Energie verschwendet weil die mechanische Bremse greift.

    Wenn man dann noch den Mehrpreis und höhere Fehlerwahrscheinlichkeit aufgrund des komplexen Systems dabei rechnet, kann sich der PHEV finanziell für keinen Privatmann mehr lohnen...

    Das ist natürlich alles richtig. Wenn so stark gebremst wird das die mechanische Bremse greift ist der Hybrid Vorteil geringer.


    Hier im Thread wäre es sicher interessant wenn sich Besitzer von "e" Modellen melden und Verbrauchswerte mit Angaben der Vorgängerfahrzeuge posten.


    Von den Kosten her wird es tatsächlich so sein das je nach Fahrleistung die kleineren Motorisierungen das beste Preis / Leistungsverhältnis bieten.


    Die Zukunft wird zeigen wie zuverlässig die "e" bei den Zweit / Drittbesitzern sind. Wenn nach der Garantie die Batterie getauscht werden muss, kann man wohl die ersten nicht verunfallten G20 auf dem Schrottplatz sehen. In Afrika wollen die auch keine alten Hybriden haben.


    Es gab da so einen Spruch: "Was nicht drin ist geht auch nicht kaputt" ;)


    Wenn man aber die Toyota Prius anschaut, dann haben diese eine erstaunlich gute Zuverlässigkeit zu bieten. Und Spezialisten reparieren einzelne Batteriezellen. Durch die 0,5% Steuern gibt es sehr viele fahrende Batterien. Da wird sich auch eine Menge an Werkstätten finden die sich darauf spezialisieren und Zeitwertgerecht reparieren.

  • Bei einer wirklich korrekten Berechnung aller Kosten und Emissionen ohne Schönrechnerei, Subventionen, Steuererleichterungen etc. ist die e-Mobilität bestenfalls (!!!) ein Nischenprodukt und bei dem derzeitigen Strommix in Deutschland schon gar nicht emissionsfrei, noch nicht mal im Betrieb. Die Millionen von Ladepunkte für die halb Deutschland umgegraben werden muß und die horrende Summen verschlingen werden, sind dabei noch gar nicht eingerechnet. Zudem wird, wenn erst mal ein Großteil der Fahrer auf e-Mobile gezwungen oder gelockt wurde, die dann wegbrechende Mineralölsteuer, CO2-Steuer etc. mit Sicherheit in irgendeiner Form von Maut oder anderer kreativen Konstrukte auf die E-Fahrer umgelegt. Aber dann gibt es keinen Weg mehr zurück. Schöne neue Welt.

  • Hey,


    also ich habe eben mal bei meinem geguckt (ebenfalls Touring)


    Ich hab Werte (ab Werk)


    Verbrauch: 5.3l / 100km

    Durchschnittsgeschwindigkeit: 58.8 km/h

    Strecke elektrisch: 1330.7km

    Strecke Benzin: 2079,8


    Ich fahre täglich 8 km zur Arbeit (2 km Innenstadt und 6 km Autobahn) und abends das Ganze wieder zurück. Da fahre ich rein elektrisch. Bei der Arbeit tanke ich dann jeden Tag. Ich fahre also Abends mit 100% Akku nach Hause. Dann kann ich noch ca 15km in Hamburg rumfahren und morgens wieder zur Arbeit nur mit Strom (ich hab immer Standheizung und Co an). Ich merke an der Reichweite deutlich, dass es draußen nun kälter ist. Der Akku hält jetzt nur noch so ca. 30-35 KM. früher locker über 40km.


    Die restlichen Kilometer waren Autobahnfahrten bei max. 160 - 180kmh

  • Hallo Zusammen,


    mein 330e ist nun eine Woche bei mir und befindet sich natürlich noch mitten ein der Einfahrphase.


    Meine Daten seit Übergabe:


    Strecke: 650km

    Verbrauch Benzin: 23,2l

    Verbrauch Strom: 94 kWh


    Ergibt bei einem Preis von 1,2€ je Liter Super Benzin und 0,29€ je kWh Strom in Summe Kosten von 8,48€ je 100km



    Heute habe ich auf meinem normalen Pendelweg, welchen ich mit vollem Akku angetreten bin auf einer Strecke von 93,9km mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit vom 59 km/h 53,00 km rein elektrisch zurück gelegt. Folglich bin ich 40,9km mit Verbrennungsmotor gefahren. Laut BC hatte ich einen durchschnittlichen Benzinverbrauch von 3,4l/100km. Fahrmodus war Hybrid Eco-Pro.


    Wenn ich das richtig verstanden habe, bezieht sich der im BC angezeigte durchschnittliche Kraftstoffverbrauch nicht auf die gesamte Strecke sondern nur auf den Anteil, welcher unter Nutzung des Verbrennungsmotors gefahren wurde - richtig?


    Nach Adam Riese würde das bedeuten, dass sich die Energiekosten bei meiner heutigen Fahrt auf lediglich 5,79€ je 100km belaufen. Damit wäre ich sehr zufrieden!


    Gruß,


    Timo