320e ist auf dem Weg!

  • Ruhig Brauner, bei dem Zitat ging es mir nicht um den Fakt, sondern einfach darum, dass Glaube und Statistik ziemlich gegensätzliche Begriffe sind. So wie "Ich sage schweigend" oder "Ich hüpfe schwimmend" :PAber wie gesagt nichts für ungut, wollte dich nicht beleidigen sondern fand den Wortwitz gut!


    Der 20d Vergleich stammte von dir, darum bin ich darauf eingegangen.

    Wie gesagt ein 325d wäre wohl am ehesten mit dem 330e vergleichbar.

  • Ich bin kein Fanboy, ich hab für mich streng gerechnet.

    Das genannte Szenario von dir hat nicht mal der Vorwerk Vertreter (längere Strecken = jeden Tag 400km - vielleicht wenn man Organtransporteur ist oder die Firma die Routenplanung die Putzfrau machen lässt - wofür wird ein Angestellter bezahlt wenn er täglich 400km im Auto sitzt?)

    Ich glaub statistisch sind 80-90% aller täglich gefahrenen Strecken in Europa kürzer als 25km (gerne selbst googlen), dh sobald man daheim laden kann passts für die Mehrheit.

    Nicht für den Kilometervertreter auf der Autobahn, da passt aber zB ein Benz 300de.

    Dafür ist der 330e/320e nicht gebaut, er kann es, er kann es nicht so gut wie ein Diesel, aber nicht schlechter als jeder Benziner. Auf 500km Langstrecke (mit 130 Schnitt, wiederum ohne freie deutsche Autobahn, die gibts halt sonst in Europa nirgendwo) fahren die Leute (mit voller Ladung + Rekuperation) bis zu 100km elektrisch...

    Was genau hat ein Arbeitsweg (also der Weg ZUR Arbeit) mit der Arbeit im Außendienst/Vertrieb zu tun, wo der Weg quasi die Arbeit ist?

    Ein Apfel ist eben keine Birne...

    Darüber hinaus fahre ich teilweise auch 600km+ am Tag, plane es selbst und werde dafür recht gut bezahlt ??‍♂️
    Für den von dir genannten „Kilometervertreter“ passt der 300de eben aus den von mir genannten Gründen nicht, denn da ist die Batterie nach 80-100km Autobahn leer.

    Genau dieses Gespräch hatte ich mit dem netten Herren bei Mercedes, denn der C300de bzw. GLC300de war meine erste Idee für eine Alternative.

    Bei einem Fahrprofil von 40.000km+ im Jahr war die Aussage selbst dort „da ist der 6Zylinder Diesel definitiv die wirtschaftlichere Wahl“.

    Nochmal: Für Kurzstrecke oder Berufspendler mit 20-30km Arbeitsweg ist der Hybrid sicher eine schicke Lösung, für die „Vorwerkvertreter mit Putzfrauen-Routenplanung“ passt ein reiner Diesel (vorzugsweise 6 Zylinder für etwas Spaß) besser ;)

  • Alles gut. "Ich glaube mich zu erinnern" wäre besser gewesen. Ich bin bei euch, dass es das Konzept in 15 Jahren so nicht mehr geben wird.


    Der 330e ist was laufende und einmalige Kosten anbelangt aber für viele auf Niveau eines 320d (für mich, dort wo Subventionen mitspielen, wenn man sowieso großes Navi bestellen würde, gebraucht, ... je nachdem mehr oder weniger), mit der Einschränkung, dass man kein Kilometerfresser sein sollte, zB bei den durchschnittlich 36 am Tag/monatlich 1000km vollkommen egal ob man nun mit dem 320d realistisch 7l Diesel tankt (darunter kann man auch 316d kaufen) oder halt 5-6 super und je nach Tarif und lademöglichkeit noch 10-12 kw/h für umsonst bis max 1.50eur. Das ist am Ende des Monats ein Restaurantbesuch (hoffentlich bald wieder ...) Unterschied.

    Im Gegenzug erhalte ich aber viel mehr als beim 20d (der wiederum für mich deutlich über dem 20i angesiedelt ist, sagen wir einen 30i mit speck und gimmicks, ... ich kann mir den Benziner wegen dem fehlenden Drehmoment auch nur mit dem E-Motor zusammen vorstellen, bin ja selbst mehr als 10 Jahre M47TU, M57TU, mehrere N57 und auch N47 gefahren).

    330d ist jedenfalls hier kostentechnisch andere Liga, leider.


    An die Umwelt oder Ökö-Gesamtbilanz denke ich persönlich dabei nicht. Wenn die Obrigkeit es so will, werde ich die Situation bestmöglich nutzen.

    Wenn der Akku platt ist nach 5 Jahren Garantie werd ich das Ding nicht mehr haben, usw.

    Bin also bei Gott kein Ökö oder E-Freund aber zahle ungern Steuern und mag den Boost.


    In diesem Sinne nix für ungut.


    /edit: Die Batterie ist nicht leer sondern wird bei Routenplanung eingeteilt, auch über mehrere hundert Kilometer. Der E-Motor unterstützt daher und man kann zB Stau etwas abfedern in der Verbrauchsstatistik. Nicht perfekt aber es geistert viel Halbwissen herum, wenn der Kübel mal auf Autobahntempo läuft ist es fast egal ob er als 6zyl Touring mit Pano und voll 1750 kg hat oder als 330e, Stirnfläche ist da mehr entscheidend wenn man nicht ständig nur auf Attacke unterwegs ist.

  • Dann sind wir ja gar nicht so weit auseinander von den Ansichten ;)


    Benzin-Hybrid (also 330e) stand bei mir aufgrund der Kilometerleistung nicht zur Disposition und bei der Wahl zwischen Diesel-Hybrid (C/GLC300de) und Diesel (330/340d) habe ich mich für für den reinen Diesel entschieden.

    Natürlich kann man mit dem Hybriden nochmal etwas Geld sparen (0,5% vs. 1%).

    Mir persönlich ist es die höhere Versteuerung eines reinen Diesels wert, weil ich dafür eine Menge mehr Spaß bekomme.

    Und wie sagt man so schön:“ Spaß kostet!“ :D

  • Der 330e ist was laufende und einmalige Kosten anbelangt


    zB bei den durchschnittlich 36 am Tag/monatlich 1000km vollkommen egal ob man nun mit dem 320d realistisch 7l Diesel tankt (darunter kann man auch 316d kaufen) oder halt 5-6 super und je nach Tarif und lademöglichkeit noch 10-12 kw/h für umsonst bis max 1.50eur. Das ist am Ende des Monats ein Restaurantbesuch (hoffentlich bald wieder ...) Unterschied.Im Gegenzug erhalte ich aber viel mehr als beim 20d (der wiederum für mich deutlich über dem 20i angesiedelt ist, sagen wir einen 30i mit speck und gimmicks, ...

    Also wenn es einem wirklich um laufende Kosten geht nehme ich für 40km am Tag das Fahrrad. Denn das ist auch noch umweltfreundlicher als jedes Auto:)


    Für so wenige Kurzstrecken Km ist ein neuer 3er BMW aus meiner Sicht herausgeworfenes Geld. Da tut es auch eine 10 Jahre alte Kiste.


    Wenn man es sich leisten will ist es etwas anderes, dann darf man aber nicht mit Kosten argumentieren.


    Im Sommerhalbjahr habe ich z.B. bis 100km/Tag oft das Rad im Einsatz, das schont die Umwelt, sowie meine Nerven und fördert die Gesundheit.

    Finanziell fällt das allerdings nicht ins Gewicht, da ich bei schlechtem Wetter eh nur einen wertlosen, uralten Opel fahre für die kurzen Strecken.

  • Dann sind wir uns doch einig:


    - 330e ist insgesamt nicht umweltfreundlicher als ein Diesel

    - 330e kann kostentechnisch nur aufgrund von Subventionen überhaupt mithalten (7,13l/100km reichen laut Spritmonitor schon nen 330d, wie du bei 18cent/kWh für 10-12kwh inkl. Ladeverluste "MAX 1,50€" bezahlst, muss ich sicher nicht im Detail verstehen8o)

    - Langlebigkeit ist aufgrund beschränkter Haltedauer egal - wobei die erzielbaren Gebrauchtpreise das zukünftig widerspiegeln könnten, was auch die Leasingraten beeinflusst


    Du gehörst zu den zuvor genannten 80% die mit dem 330e Steuern sparen - in Ö sogar ohne dass es ein Firmenwagen sein muss, also ist doch für dich erst mal alles gut.

    Darfst dich halt nur nicht über Steuererhöhungen beschweren oder wenn nicht genug Kohle für andere Zwecke (Ausbau Ladenetz, Impfstoff :P etc.) da ist. :saint:

  • Richtig also umweltfreundlich sind die Hybrids auf jedenfalls nicht, wie du schon sagst, siehe Produktion/Entsorgung Akku.


    Was man auch bedenken muss, was passiert, wenn z.B. nach 3,5 Jahren der Akku Hopps geht oder an Leistung verliert ?

    Möchte nicht wissen, was es kostet bei BMW den Akku tauschen zu lassen =O


    Ein kleinen Nachteil hat man auch noch, falls das Teil bei einem Unfall oder so mal anfangen sollte zu brennen, brennt der komplett aus und man kann noch nichts dagegen tun<X


    Alles in allem sind die deutschen Hybride eher Steuersparer also Umweltfreunde.. hust Panamera Turbo S- E Hybrid hust..

  • Es ist klar, dass ein Hybrid nicht für jeden in Frage kommt, man muss halt auch das Fahrprofil sehen.

    Ich bin auch Außendienstler, aber das in einer Großstadt und ich brauch den Platz des Kombi. ICh komme so im Schnitt auf ca. 70 km Hauptstadtverkehr / Tag beruflich. Zwischendurch lade ich den Wagen an Säulen, wenn ich beim Kunden drin bin (gibt zum Glück einige in Berlin).
    So schaffe ich es u.a. auch mal fast den ganzen Tag nur elektrisch unterwegs zu sein.

    Wäre ich jetzt für BRB/MVP zuständig, dann rechnet sich eher ein Diesel.... aber nicht bei meinem Fahrprofil.
    Da ist ein Hybrid was die Kosten angeht mit am Besten.

    Und wenn eine längere Urlaubsfahrt oder so ansteht, dazu gibt es dann auch ein Benzin Motor, dass man halt nicht ewigkeiten zwischendurch laden muss (was bei einem reinem E-Wagen der Fall wäre).

    Das waren halt für mich die Gründe, warum ich einen Hybrid genommen habe. Der steuerliche Vorteil und die Prämie beim Kauf sehe ich als nettes Gimmick dazu, da die Kaufprämie ja nicht unbedingt so stark zuschlägt, wenn man ein ca. 70 Tsd Euro wagen kauft.

  • Ich bin kein Fanboy, ich hab für mich streng gerechnet.

    Das genannte Szenario von dir hat nicht mal der Vorwerk Vertreter (längere Strecken = jeden Tag 400km - vielleicht wenn man Organtransporteur ist oder die Firma die Routenplanung die Putzfrau machen lässt - wofür wird ein Angestellter bezahlt wenn er täglich 400km im Auto sitzt?)


    Für die Arbeitszeit, wofür denn sonst? Ich finde das eher normal zwischen 100 und 200km am Tag zu fahren, kann auch mal 500km sein. Meine Kunden sind quer durch die Republik verteilt und vor COVID-19 war es völlig normal, dass sie mich vor Ort sehen wollten, manchmal geht es auch gar nicht anders. Für nen 2 Stunden Kick-Off-Termin können es schonmal 3h An- und Abreise sein - ist in meiner Welt völlig normal.
    Und Vertreter bin ich glücklicherweise auch keiner, auf der Visitenkarte steht was von „Consultant“.


    Ich bin übrigens einer von denen, die bei deiner Arbeitswegstatistik mit 0km einfließen, da ich keine regelmäßige erste Tätigkeitsstätte habe zu der ich fahre.

  • Ja, ich hatte das auch lange auf der Visitenkarte stehen aber hab jetzt gottlob nur noch interne Kunden und muss nie mehr beruflich ständig im Hotel schlafen...


    Alles über 2h Anreise bin ich geflogen oder mit dem Zug gefahren, da kann man immerhin arbeiten.

    Wenn man mit seinem Pensum zurechtkommt und dabei den halben Arbeitstag im Auto sitzen kann ohne Freitags bis 20h oder am WE zu sitzen, umso besser, geht aber vielfach eher nicht. Die Mails von den Consultants kommen dann Abends ausm Hotelzimmer.

    Wenn der Kunde so blöd ist oder es ist eine Nische und fachliche Tätigkeit inkl Fahrtkosten wird bezahlt, perfekte Kombi. Oder man geht mit 250eur Stundensatz rein, weiss ja nicht was ihr so macht...


    Naja. Etwas weit OT und wir kommen da wohl auf keinen Nenner.