M340i (G20, EZ 2020) – Motorschaden bei 100.000 km durch defekten Turbolader, Kulanz nur 40 % der Teilekosten

  • Da kommen aber auch nicht mal eben 50€ für den Ausbau und mal schauen wie es aussieht dazu.

    Hier kommt es darauf an ob man hilfsbereit ist. Ein erster Schritt wäre die obere Abdeckung (Ventildeckel) abzunehmen. Sind da schon Späne hat es sich für den Laien erledigt.


    Ist da aber alles sauber kann man mit Teiletauschen viel Geld sparen.


    Es muss ja nicht H2 sein, wenn der Instandsetzer in der Nähe den Motor öffnet ist es allerdings auch um 5000€ + Lader.

    Denn wenn offen macht man auch gleich Steuerketten usw, neu,


    Vielleicht findet sich auch ein gebrauchter Motor beim Verwerter....

  • Kennz weis


    Deswegen habe ich zweimal geschrieben man sollte sich als Laie eine gute Werkstatt suchen, die sich drauf spezialisiert hat. Die wissen dann auch was zu prüfen ist und ob und was sich lohnt


    Dieses Mal eben den Ventildeckel ausbauen oder mal gucken was da im inneren los ist - wie soll es für einen normalen Menschen gehen?!

  • Dieses Mal eben den Ventildeckel ausbauen oder mal gucken was da im inneren los ist - wie soll es für einen normalen Menschen gehen?!

    Ich dachte das die BMW Werkstatt da mal reinschaut. Die AW Kosten sind leider unterirdisch, aber wenn BMW auf Kulanz nur Lader usw. tauscht.... Das scheint aber ein Wunschgedanke zu sein.


    Es ist traurig das die Lohnkosten so hoch sind das kaum noch etwas instand gesetzt werden kann :(

  • Bin ich echt der einzige, der das Kulanzangebot von BMW bezogen auf Alter und Laufeistung okay findet? Natürlich ist sowas ärgerlich, aber genau dafür gibt es die Garantie/Gewährleistungsverlängerungen.


    Zum Thema andere Marken und Kulanz: Corsa E meiner Frau, 4 Jahre alt, unter 20tkm gelaufen, Traggelenk Vorderachse ausgeschlagen, keinerlei Kulanz.


    Ich würde noch weitere und genauere Fotos des Ölfilters und des Ölfiltergehäuses machen und mir eine zweite Meinung, z.B. von H2, holen.


    Grüße

    Sven

  • Fahrwerksteile ist halt auch immer schwer auf Kulanz ersetzt zu bekommen.


    Der Hersteller weiß halt nie wie der Besitzer fährt, es gibt ja Fahrer die dübeln durch jedes Schlagloch oder jeden Bordstein hoch.



    Was ich viel schlimmer finde ist, das jeder Service immer gemacht worden ist und dann 40% der Teile nur übernommen werden.


    Für mich heißt das nur noch alles selber machen.

    Am Ende ist die Differenz fast die gleiche Summe die man gespart hat die jetzt übernommen werden.


    Jedenfalls rede ich mir das ein 😂

    Fahrzeug Historie:

    BMW E46 320i:/ BMW E90 318i LCI:/ BMW E88 120d:/ BMW 120d F21:/ BMW F32 420d:/ BMW F20 LCI 120d:/

    Aktuell: BMW G21 LCI 318i und Mini Cooper F56

  • Klar, wenig vergleichbar die Fälle. Ich bin mir aber sicher das es etliche Hersteller gibt wo man nach 6 Jahren und mit 100tkm vom Hof gejagt wird bei der Frage nach Kulanz.


    Ich wills auch gar nicht schönreden oder verteidigen. Bei 100tkm darf sowas nicht passieren. Ich finde aber die Eckdaten - 100tkm, 6 Jahre, eigenes Öl zum Wechsel mitgebracht, und dann 40% aufs Material, erstmal nicht unfair. Das die Reparatur vermutlich ohne den Kulanznachlass bei H2 oder anderen Werkstätten günstiger durchgeführt werden kann steht ausser Frage - und das wäre auch mein Weg bei diesem Alter und diesen KM. Firmen wie H2 können dann auch eine komplette Analyse machen - so wie ich das verstanden habe hat BMW bisher nicht viel mehr gemacht als den Turbolader zu checken und einmal den Ölfilter rauszuholen. Wurden die Hauptlager und Pleullager geprüft, sprich, ist die Ölwanne abgenommen worden? Wurden die Nockenwellen und deren Lager geprüft?


    Grüße

    Sven

  • Gebe dir Recht, BMW ist schon ein Hersteller der sehr kulant ist.


    VAG kenne ich vom hören sagen nur und dort ist zu 99% immer Stand der Technik.


    Ich finde es Trotzdem krass das bei 100000km der Turbo im Eimer ist.

    Klar ist ein Verschleiß Teil oder besser gesagt ein sehr beanspruchtes Teil am Motor aber sollte so nicht sein.


    Aber es nützt nichts ich drücke dem

    Besitzer die Daumen das er so günstig wie möglich davon kommt.

    Fahrzeug Historie:

    BMW E46 320i:/ BMW E90 318i LCI:/ BMW E88 120d:/ BMW 120d F21:/ BMW F32 420d:/ BMW F20 LCI 120d:/

    Aktuell: BMW G21 LCI 318i und Mini Cooper F56

  • Mal abgesehen von der Kulanzregelung von BMW würde ich mir in dem Kostenbereich mindestens eine weitere Meinung holen. Wie vorher auch schon geschrieben, ist es das eine, dass Späne im Ölfilter sind, aber ob sich das wirklich so desaströs auf den gesamten Motorblock ausgewirkt hat, wäre ja noch zu beweisen. Und selbst wenn, wäre ein ATM oder eine Überholung beim spezialisierten Fachbetrieb bestimmt eine gute Alternative - wahrscheinlich sogar günstiger - wahrscheinlich sogar auch, wenn BMW mit der Kulanzübernahme einen deutlichen Schluck nach oben gehen würde.


    Autotechnik Walter

    Harpel Motorsport

    TPS Performance

  • Natürlich bin ich dankbar, dass BMW sich überhaupt schon mit einer Kulanz beteiligt. Trotzdem ist es für mich als Kunde einfach enttäuschend, dass ich wirklich jeden Service bei BMW gemacht, sämtliche Intervalle eingehalten bzw. teilweise sogar frühzeitig durchgeführt habe und mich aus meiner Sicht immer korrekt und sehr gewissenhaft um das Fahrzeug gekümmert habe. Und am Ende sitze ich trotzdem auf einem fünfstelligen Schaden – da fehlt mir ehrlich gesagt etwas die Nachvollziehbarkeit.

    Den Schaden an meinem BMW kann man natürlich nicht direkt mit dem Schaden am E-Corsa deiner Frau vergleichen. Dass bei einem Fahrzeug mit gerade einmal 20.000 km das Traggelenk der Vorderachse ausgeschlagen ist, ist natürlich ebenfalls ärgerlich.

    Allerdings sehe ich BMW schon als Premium-Marke im deutschen Automobilbereich und habe deshalb auch eine andere Erwartung an die Qualität und vor allem an den Umgang mit solchen Fällen. Meiner Meinung nach sollte ein derart gravierender Motorschaden bei 100.000 km trotz lückenloser und ausschließlich bei BMW durchgeführter Wartung nicht einfach dazu führen, dass der Kunde auf einem fünfstelligen Betrag sitzen bleibt.

    Wenn so etwas trotz aller Vorsicht und Wartung passiert, würde ich mir gerade von einer Premiummarke wünschen, dass sie ihrer Kundenloyalität entsprechend Rechnung trägt und dem Kunden bei der Kulanz deutlich stärker entgegenkommt. Genau das ist eigentlich mein Punkt – nicht, dass ich überhaupt Kulanz bekomme, sondern dass ich mir aufgrund meiner bisherigen Treue und der Umstände eine fairere Unterstützung erhofft hätte.