Beiträge von dominikdrxl

    Bei den aktuellen wirtschaftlichen Lage wird es mit Kulanzthemen meiner Meinung nach immer schwer sein Momentan. Du hast schon nachgefragt und nachgehakt, also erstmal abwarten, was vom Petuelring kommt. Meine Erwartungshaltung würde ich aber hier deutlich absenken, leider wahr und bitter.


    Kümmere Dich parallel um einen Plan B. Alternative Betriebe habe ich in meinem vorherigen Post mal aufgelistet. Toni in Bergkirchen kenne ich persönlich und ich sehe immer wieder, mit welcher Genauigkeit die Junx an die Instandsetzung und auch an die Upgrades gehen. Wird hoffentlich bei den anderen beiden auch so sein. Per Telefon wird es bestimmt eine Glaskugelei, aber bevor man gleich mit neuen Motoren um sich wirft, hätte ich eine etwas dezidiertere Schadensbestimmung erwartet. Und wenn es nur darum geht, mit einem Endoskop mal in die Brennräume zu gucken, oder von unten bis zu den Pleuellagern zu gucken.


    Aber gleich den ganzen Block? :/


    Ja, ich werde jetzt auf jeden Fall erstmal die Antwort von BMW abwarten und parallel einen Plan B aufstellen. Danke dir auch für die genannten Betriebe und den Tipp mit Toni in Bergkirchen!


    Am Ende ist mir vor allem wichtig, eine saubere und fachlich vernünftige Lösung zu finden. Ein kompletter Block wäre natürlich die optimale und wahrscheinlich auch die sorgenfreieste Lösung. Wenn sich bei einer genauen Schadensanalyse aber herausstellt, dass gezielt einzelne Komponenten getauscht oder instandgesetzt werden können, werde ich das definitiv in Erwägung ziehen.


    Jetzt heißt es erstmal abwarten, was von BMW kommt. Ich hoffe natürlich weiterhin, dass sie noch positiv nachlegen. 😊

    Natürlich bin ich dankbar, dass BMW sich überhaupt schon mit einer Kulanz beteiligt. Trotzdem ist es für mich als Kunde einfach enttäuschend, dass ich wirklich jeden Service bei BMW gemacht, sämtliche Intervalle eingehalten bzw. teilweise sogar frühzeitig durchgeführt habe und mich aus meiner Sicht immer korrekt und sehr gewissenhaft um das Fahrzeug gekümmert habe. Und am Ende sitze ich trotzdem auf einem fünfstelligen Schaden – da fehlt mir ehrlich gesagt etwas die Nachvollziehbarkeit.

    Den Schaden an meinem BMW kann man natürlich nicht direkt mit dem Schaden am E-Corsa deiner Frau vergleichen. Dass bei einem Fahrzeug mit gerade einmal 20.000 km das Traggelenk der Vorderachse ausgeschlagen ist, ist natürlich ebenfalls ärgerlich.

    Allerdings sehe ich BMW schon als Premium-Marke im deutschen Automobilbereich und habe deshalb auch eine andere Erwartung an die Qualität und vor allem an den Umgang mit solchen Fällen. Meiner Meinung nach sollte ein derart gravierender Motorschaden bei 100.000 km trotz lückenloser und ausschließlich bei BMW durchgeführter Wartung nicht einfach dazu führen, dass der Kunde auf einem fünfstelligen Betrag sitzen bleibt.

    Wenn so etwas trotz aller Vorsicht und Wartung passiert, würde ich mir gerade von einer Premiummarke wünschen, dass sie ihrer Kundenloyalität entsprechend Rechnung trägt und dem Kunden bei der Kulanz deutlich stärker entgegenkommt. Genau das ist eigentlich mein Punkt – nicht, dass ich überhaupt Kulanz bekomme, sondern dass ich mir aufgrund meiner bisherigen Treue und der Umstände eine fairere Unterstützung erhofft hätte.

    Danke dir für die ausführliche Einschätzung! Mit dem Thema Öl bin ich grundsätzlich genau deiner Meinung und war eben gerade dabei und wollte es ja ändern. Ich habe die Ölwechsel auch immer ein wenig vorgezogen. Ich hoffe trotzdem, dass BMW bei der Kulanz nicht einfach auf das 0W-30 als mögliche Ursache verweist, da es ja eine entsprechende BMW LL-04 Freigabe hatte und von mir immer fachgerecht verwendet wurde.


    Ich werde jetzt erstmal die Rückmeldung der Kundenbetreuung abwarten und bei den 40 % definitiv nochmal nachhaken. Auch das Thema mit den Fachleuten bzw. einem möglichen Gutachten behalte ich im Hinterkopf, falls BMW nicht weiter entgegenkommt.


    Danke dir auch für die Tipps und die guten Wünsche! Ich hoffe ebenfalls, dass am Ende noch eine vernünftige Lösung mit BMW zustande kommt.

    Nicor320

    Ja klar, das Öl ist definitiv nicht optimal. Ich wäre jetzt beim Service auch auf ein 5W-30 gegangen. Das Problem ist nur, dass BMW maximal ein 5W-30 für den B58 freigibt und ich ja meine Kulanz und Servicehistorie behalten wollte.

    Beim Fahrprofil würde ich mich als normalen Fahrer beurteilen. Der Wagen wurde selbstverständlich, wenn er warm war, auch mal schneller bewegt. Ich habe mir das Auto schließlich nicht gekauft, um Sprit zu sparen, sondern natürlich auch, um mal Spaß zu haben und Gas zu geben.


    Das der Motor bei 100000 Kilometern kaputtgegangen ist trotz nachvollziehbarer und vollständiger Servicehistorie enttäuscht mich leider auch sehr.

    sepplmail

    Der Turboladerschaden hat sich bei mir ziemlich plötzlich bemerkbar gemacht. Ich war gerade auf dem Weg zu meinem regulären Service-Termin, als auf einmal blauer Rauch aus dem Auspuff kam und der Wagen an einer Ampel abgestorben ist. Ich bin daraufhin natürlich sofort rechts rangefahren und habe das Fahrzeug abschleppen lassen.


    Das Interessante dabei ist, dass das Auto bis dahin keine einzige Fehlermeldung angezeigt hat – weder Motorkontrollleuchte noch irgendeinen anderen Warnhinweis. Wie lange der Turbolader bereits vorgeschädigt war, kann ich daher nicht sagen, da ich außer dem plötzlich auftretenden blauen Rauch keinerlei Anzeichen bemerkt hatte. Der Turbolader-Spool hat sich auch komplett normal angehört.


    Der Motor läuft aktuell noch, allerdings wurden Späne im Öl festgestellt und das Öl im Ölfiltergehäuse war extrem glitzrig. Ich habe davon auch ein Video, auf dem man das sehr deutlich erkennen kann, kann es hier allerdings leider nicht hochladen, weil die Datei zu groß ist.


    Gefahren habe ich ein 0W-30 von Liqui Moly, konkret das Top Tec 6100 mit BMW LL-04 Freigabe.


    Ich habe inzwischen auch bereits eine E-Mail an die BMW Kundenbetreuung geschickt. Dabei habe ich bewusst sachlich die Fakten geschildert und meine Enttäuschung über die bisherige Kulanzregelung zum Ausdruck gebracht, ohne dabei emotional abgedriftet zu sein.


    Die Option mit einem Neuwagen von BMW würde ich mir grundsätzlich überlegen. Allerdings bin ich mir momentan ehrlich gesagt nicht sicher, ob ich wieder einen BMW fahren möchte. Gerade weil ich der Marke über Jahre sehr loyal gegenüber war, das Fahrzeug immer im BMW-Vertragsnetz warten ließ und entsprechend gepflegt habe, fühlt sich die bisherige Kulanzregelung für mich schon etwas enttäuschend und ehrlich gesagt auch ein Stück weit wie ein Vertrauensbruch an.

    Ich hoffe deshalb sehr, dass BMW bei der erneuten Prüfung noch einmal deutlich auf mich zukommt. Das würde für mich auch zeigen, dass die bisherige Kundenloyalität entsprechend wertgeschätzt wird.

    eibacher

    Ich habe das Auto wirklich gehegt und gepflegt. Es wurde immer ordentlich warm- und auch kaltgefahren und nie im kalten Zustand belastet. Getankt wurde grundsätzlich mindestens Super Plus. Das Fahrzeug stand zudem immer in der Garage, wurde jährlich professionell aufbereitet und selbstverständlich ausschließlich per Hand gewaschen.


    Ob BMW die entsprechenden Daten ausgelesen hat, weiß ich aktuell nicht genau. Das werde ich aber auf jeden Fall noch erfragen.

    Deshalb ist das Ganze für mich auch so frustrierend und ehrlich gesagt nicht nachvollziehbar. Bei der Pflege, der lückenlosen Wartung im BMW-Vertragsnetz und dem wirklich sehr sorgsamen Umgang mit dem Fahrzeug hätte ich niemals mit einem solchen Schaden bei gerade einmal 100.475 km gerechnet. Ich hoffe daher sehr, dass BMW bei der Kulanzentscheidung auch berücksichtigt, dass hier offensichtlich kein unsachgemäßer Umgang oder mangelnde Wartung vorliegt.

    eibacher

    Ja, eine Garantieverlängerung hatte ich tatsächlich nicht – im Nachhinein wäre das sicherlich sinnvoll gewesen.

    Trotzdem sehe ich den Fall etwas anders. Mir ist bewusst, dass 100.000 km keine geringe Laufleistung sind und BMW hier überhaupt Kulanz anbietet. Dennoch bin ich der Meinung, dass ein solches Schadenbild bei einem BMW M340i bei gerade einmal 100.475 km nicht einfach als normales Risiko dieser Laufleistung abgetan werden sollte – insbesondere nicht bei einem lückenlosen Scheckheft und konsequenter Wartung ausschließlich bei BMW Servicepartnern.

    Ich habe das Fahrzeug wirklich bei jeder Wartung und bei jedem Problem ins BMW-Vertragsnetz gebracht und mich damit bewusst für die Marke und deren Service entschieden. Sämtliche vorgeschriebenen Wartungen wurden fristgerecht durchgeführt. Gerade deshalb hätte ich erwartet, dass BMW diese Kundenloyalität bei einem derart gravierenden Schaden entsprechend berücksichtigt.

    Für mich ist entscheidend, dass hier nicht irgendein Verschleißteil bei 100.000 km ausgetauscht werden muss, sondern ein defekter Turbolader letztlich einen rund 25.000 € teuren Motorschaden verursacht hat.

    Ich möchte BMW daher auch gar nichts unterstellen und bin grundsätzlich froh, dass überhaupt Kulanz angeboten wurde. 40 % der Teilekosten empfinde ich unter diesen Umständen allerdings noch nicht als eine angemessene Beteiligung. Ich hoffe deshalb, dass BMW den Fall noch einmal individuell betrachtet und insbesondere auch die Arbeitskosten berücksichtigt.

    Hallo zusammen,

    ich dokumentiere hier meinen aktuellen Fall, weil ich beim Suchen kaum etwas Vergleichbares gefunden habe und die Zahlen für andere vielleicht relevant sind.


    Fahrzeug

    BMW M340i xDrive, G20, Erstzulassung 2020, Laufleistung 100.475 km. Motor B58. Gewartet wurde ausschließlich beim BMW Vertragshändler, alle Intervalle eingehalten, mehrere davon bewusst vor der Fälligkeit. Keine Fremdeingriffe, keine Leistungssteigerung, keine Modifikationen am Antriebsstrang.


    Was passiert ist

    Das Fahrzeug ist bei meinem BMW Vertragspartner. Die Diagnose dort: Der Turbolader ist defekt. Durch das Versagen sind Metallspäne in den Ölkreislauf gelangt und haben den Motor mitgenommen. Ergebnis ist ein Motorschaden, der einen Austauschmotor beziehungsweise eine größere Instandsetzung erfordert.

    Veranschlagte Kosten: rund 25.000 Euro.


    Stand beim Thema Kulanz

    Über die Werkstatt wurde ein Kulanzantrag bei der BMW AG gestellt. Das aktuelle Angebot liegt bei 40 Prozent der Teilekosten, umgerechnet etwa 7.000 Euro. Die kompletten Arbeitskosten sind nicht enthalten. Mein Eigenanteil läge damit bei rund 18.000 Euro.

    Ich habe die BMW AG inzwischen angeschrieben und um eine erneute Prüfung gebeten. Sobald es eine Rückmeldung gibt, ergänze ich sie hier.


    Was ich ausdrücklich sagen möchte

    Mein BMW Vertragspartner, das Autohaus Raymond Götz in Hohenbrunn, macht seine Sache hervorragend. Diagnose, Kommunikation und Betreuung waren von Anfang an transparent, verständlich und wirklich bemüht. Meine Kritik richtet sich ausschließlich an die Kulanzentscheidung der BMW AG, nicht an den Betrieb vor Ort. Das ist mir wichtig, damit hier nichts durcheinandergerät.


    Meine Fragen an euch

    1. Hatte hier schon jemand einen Turboladerschaden am B58, insbesondere im G20?
    2. Falls ja: Gab es Metallspäne im Ölkreislauf und einen Folgeschaden am Motor?
    3. Welche Kulanzquoten habt ihr bei ähnlicher Laufleistung und lückenloser Vertragswartung bekommen? Teile plus Lohn oder nur Teile?
    4. Ist jemandem eine technische Kampagne oder Servicemaßnahme zum Turbolader dieser Baureihe bekannt?

    Ich bin für jede Erfahrung dankbar. Ich halte den Thread aktuell und schreibe auch dazu, wenn sich die Sache am Ende positiv löst.

    Danke und Grüße