Bevormundung in modernen Autos

  • Bei meinem habe ich 10 km/h darüber eingestellt , das gebimmel abgestellt und auf Blinklicht reduziert . Das ist bei unserem ( Bj. 10/2019 ) noch möglich. :thumbsup:

    Ein "Wecker" ist ja ok. Aber das was jetzt verpflichtend ist nervt weil man es nicht verändern kann. Da fährt man dann mit kleinstmöglichem Reifenabrollumfang bei erlaubten 100 km/h noch 92km/h nach GPS.

    Ich wage zu bezweifeln das es der Sicherheit zuträglich ist wenn man im Verkehr wo kein Tempomatfahren möglich ist ständig darauf achtet ja nicht einen km/h zu schnell zu fahren.


    Wenn alle gleich schnell fahren würden durch den Eingriff wäre das Fahren dann aber viel entspannter.


    Siehe Schweiz wo (fast) alle brav nach Angabe fahren. Das ermüdet viel weniger als dauerndes Gedränge.


    Selbst in Frankreich/ Spanien/ Österreich wo man keine großen Geschwindigkeitsunterschiede hat kommt man schneller und entspannter vorwärts als bei der Hektik hier in D.

  • Sobald ein entsprechendes Schild da ist, übernimmt der i4 das normalerweise auch und von meinen Fahrten mit anderen BMWs kenne ich das auch nicht anders.

    Das wäre ein zweifellos wünschenswerte Verhalten. Wäre es bei nur einem BMW so, fände ich das ärgerlich genug. Diese Fehler traten aber seit September 2017, von vorher fehlen mir die Einblicke, bei jedem meiner Fahrzeuge auf (X4 M40i, M2, M240i Cabrio, M240i Coupé, M2 Comp., M4 Cabrio, X2 M35i, M235i, Z4 M40i, X4 M Comp., M440i: Also ID6(?) und OS 7, völlig egal).


    Zwei prominente Beispiele, eines davon immer noch aktuell:

    Bayern ST2055 Rieden - Utting: Da gibt es eine Einmündung von rechts, an der für ca. 250 m aus nachvollziehbaren Gründen ein Tempolimit auf 70 km/h gilt; aber eben nur in der Richtung von Rieden nach Utting.

    Allein, im HuD wie im Kombiinstrument wurde die Beschränkung auf 70 km/h auch in der Gegenrichtung, also Utting - Rieden, angezeigt. Und das bis Mitte 2024. Nur dass es die in dieser Richtung nie gab und somit eben auch keinerlei entsprechende Ausschilderung.


    Spanien, A4 Bailén - Valdepeñas: Da gibt es einen Abschnitt mit mehreren Tunneln, alle auf 100 km/h limitiert. Das System erkennt korrekt das 'feste' 100er-Schild, weigert sich aber die entsprechende Kennzeichnung per Wechsellichtanlage im Tunnel selbst zur Kenntnis zu nehmen. Kaum im Tunnel springt die Anzeige in HuD und Kombiinstrument auf 80 km/h. Und das seit nunmehr sechs Jahren, egal mit welchem Auto und S/W-Stand.


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    Ich habe kein Vertrauen in dieses System, so dass ich die automatische Übernahme der Geschwindigkeit schon lang nicht mehr nutze.

  • Zwei prominente Beispiele, eines davon immer noch aktuell:

    Bayern ST2055 Rieden - Utting: Da gibt es eine Einmündung von rechts, an der für ca. 250 m aus nachvollziehbaren Gründen ein Tempolimit auf 70 km/h gilt; aber eben nur in der Richtung von Rieden nach Utting.

    Allein, im HuD wie im Kombiinstrument wurde die Beschränkung auf 70 km/h auch in der Gegenrichtung, also Utting - Rieden, angezeigt. Und das bis Mitte 2024. Nur dass es die in dieser Richtung nie gab und somit eben auch keinerlei entsprechende Ausschilderung.


    Spanien, A4 Bailén - Valdepeñas: Da gibt es einen Abschnitt mit mehreren Tunneln, alle auf 100 km/h limitiert. Das System erkennt korrekt das 'feste' 100er-Schild, weigert sich aber die entsprechende Kennzeichnung per Wechsellichtanlage im Tunnel selbst zur Kenntnis zu nehmen. Kaum im Tunnel springt die Anzeige in HuD und Kombiinstrument auf 80 km/h. Und das seit nunmehr sechs Jahren, egal mit welchem Auto und S/W-Stand.

    Das erste ist doch genau der Fall, den ich beschrieben hab. Es gibt nichts, was den Naviangaben entgegen steht, also übernimmt er dieses Limit. Wäre dort ein 100er-Schild würde er die gespeicherten 70 überschreiben.

    Aber ich wüsste auch nicht, wie man das anders umsetzen kann, denn könnte ja sein, dass das Auto einfach ein Schild übersehen hat.

    Den zweiten Fall kenne ich so nicht, normalerweise werden die schon ordentlich erkannt bei mir. Haben hier ja einige von den Wechselanlagen um Stuttgart rum. :) Hängt vielleicht auch mit der Beschilderung in Spanien zusammen?


    Aber ich wollte das jetzt gar nicht so weit ausführen, grundsätzlich finde ich, dass BMW sehr gute Assistenzsysteme baut und beispielsweise das Autogefühl-Video zum iX3 vs. GLC (sehenswert) kommt zum selben Schluss, dass der iX3 hier meilenweit vorne ist, was die Assistenz angeht. Da die EU hier jedoch keinen Spielraum gibt, müssen die Hersteller, obwohl sie es besser könnten, sich an die EU-Vorgaben halten und ihre Systeme damit schlechter machen, obwohl sie es eigentlich besser könnten. Der Kunde leidet dann darunter, weil er sein Auto nicht wie gedacht verwenden kann bzw. in dessen Verwendung eingeschränkt wird oder zumindest behindert wird.

  • Das hier kommt so langsam in die Umsetzung, z.B. eben in neuen Volvo-Modellen

    Kann man in den Volvo-Einstellungen dauerhaft (d.h. setzt sich nicht automatisch zurück) auf den auch bei anderen Herstellern üblichen Ton ändern falls einem das besser "gefällt". Dann ist der künstliche Widerstand im Pedal weg.

  • Das erste ist doch genau der Fall, den ich beschrieben hab. Es gibt nichts, was den Naviangaben entgegen steht, also übernimmt er dieses Limit. Wäre dort ein 100er-Schild würde er die gespeicherten 70 überschreiben.

    Aber ich wüsste auch nicht, wie man das anders umsetzen kann, denn könnte ja sein, dass das Auto einfach ein Schild übersehen hat.

    Wenn da kein Schild mit keiner Geschwindigkeitsbeschränkung steht, hat das System die dort ohne Beschilderung gültige Beschränkung anzuzeigen, oder halt eben gar keine für Autobahnen und autobahnähnliche Schnellstraßen. Aber es darf nicht die Information aus veralteten Daten höher priorisiert werden als die tatsächliche Beschilderung. Oder eben Nichtbeschilderung.


    Hängt vielleicht auch mit der Beschilderung in Spanien zusammen?

    Die sieht nicht anders aus als in DE. :)

    Túnel de Despeñaperros.jpg


    Und selbst wenn sie anders aussähe, bei einem ECE-Modell im 'Premiumsegment' erwarte ich schlicht, dass es auch ausländische Schilder kennt. Ein Fahrer weiß vielleicht wirklich nicht, was 'Par temps de pluie' in FR oder 'Con Lluvia' in ES bedeuten. Ein Navigationssystem sollte das aber sehr wohl wissen. Tut es aber ebenfalls nicht, wie überraschend. :(


    Aber ich wollte das jetzt gar nicht so weit ausführen, grundsätzlich finde ich, dass BMW sehr gute Assistenzsysteme baut

    Das sehe ich grundsätzlich nicht anders, umso ärgerlicher sind für mich die eklatanten Fehlfunktionen.

  • Weiß nicht ob das noch aktuell ist, in den hinterletzten Tälern hier in Österreich (also wirklich allertiefstes Hinterland, nicht Skigebiet) hat der 1er damals aus irgendeinem Grund (kein einziges Schild weit und breit) 70km/h als Begrenzung hinterlegt gehabt - und das in mehreren Tälern. Bei einem Dorf dazwischen war dann 50, aus dem Dorf raus wieder 70. Als hinzugezogener hab ich dann bei einhemischen Freunden sogar mal nachgefragt gehabt ob es da irgendwelche Regelungen gibt - gibt es natürlich nicht, außerorts ist 100. Ist mir aber in den letzten paar Jahren nicht mehr aufgefallen, wurde wohl per Kartenupdate mal behoben.


    Ansonsten kommt er leider gerne durcheinander wenn in den Kartendaten ein neuer Straßenabschnitt (z.B. eine Verzweigung einer zweispurigen Straße Innerorts in Links & Rechts) genau hinter einem Schild beginnt. Er scannt das Schild (hier: 60km/h), zeigt die korrekte Geschwindigkeit an, dann erkennt er das er auf einer "neuen Straße" fährt und innerorts ist und springt auf 50 zurück. Gefühlt ist das beim 3er mit OS8.5 aber besser als beim (alten) 1er mit OS7.


    Einen Schul-30er, der vor über drei Jahren per Gerichtsurteil aufgehoben worden ist (ein Anwalt wurde geblitzt und hatte wohl Langeweile), hat es auch erst jetzt im Januar in die Karten geschafft - davor "warnte" er vor den kommenden 30er, erkannte dann aber (logischerweise) kein Schild und blieb bei 50, die "Vorwarnung" verschwand dann einfach wieder.

  • Wenn da kein Schild mit keiner Geschwindigkeitsbeschränkung steht, hat das System die dort ohne Beschilderung gültige Beschränkung anzuzeigen, oder halt eben gar keine für Autobahnen und autobahnähnliche Schnellstraßen. Aber es darf nicht die Information aus veralteten Daten höher priorisiert werden als die tatsächliche Beschilderung. Oder eben Nichtbeschilderung.

    Da werden wir uns dann nicht einig :D An dem Punkt würde man ja dann quasi sagen, dass man sich die Navidaten sparen kann, wenn sie nur dann gelten, wenn sie übereinstimmen mit dem, was die Kamera erkennt. In der Praxis wäre das aber vermutlich nicht besser bzw. vor Allem ist ja auch das Fehlverhalten nicht besser. So wie es aktuell ist verzögert er, man nimmt den Fuß aufs Gaspedal und fährt ohne große Einschränkung nach einem Kopfnicker weiter. Die Alternative ist, dass das Auto eben das Schild übersieht, dann nicht das Backup aus dem Navi verwendet und dich mit +40 km/h in den nächsten Blitzer fahren lässt, weil eben doch statt 120 km/h nur 80 km/h erlaubt war, aber das Schild wegen einem LKW auf der rechten Spur nicht erkannt wurde.


    Ich hab mir schon einige Gedanken über dieses Thema gemacht, und arg viel besser kriegt man es halt nicht zuverlässig umgesetzt. Jede Änderung hat einen Trade-Off, den man ebenfalls berücksichtigen muss.

    Den perfekten Weg gibt es nicht, ist ja beim menschlichen Fahrer auch nicht anders. Wenn ich z.B. tatsächlich mal ein Schild übersehe als Fahrer, das Navi mir aber anzeigt, dass hier eigentlich 100 ist, dann fahre ich da wahrscheinlich auch eher zu langsam als zu schnell.

  • Da werden wir uns dann nicht einig

    Das Risiko besteht immer. Dennoch kann man ja 'respektvoll und wertschätzend' miteinander umgehen. :)


    Ich habe kein grundsätzliches Problem mit der Auswertung der Navigationsdaten, der Datenstand sollte dann aber nicht älter als vielleicht ein Jahr sein. Wenn der herangezogen wird, um eine Geschwindigkeitsbeschränkung anzukündigen, finde ich das auch durchaus hilfreich. Nutze ich regelmäßig, um dann bereits vom Gas zu gehen. Wenn dann tatsächlich eine Beschränkung erfolgt, übernehme ich die mittels 'Set'. Alles gut.


    An dem Punkt würde man ja dann quasi sagen, dass man sich die Navidaten sparen kann, wenn sie nur dann gelten, wenn sie übereinstimmen mit dem, was die Kamera erkennt. In der Praxis wäre das aber vermutlich nicht besser bzw. vor Allem ist ja auch das Fehlverhalten nicht besser. So wie es aktuell ist verzögert er, man nimmt den Fuß aufs Gaspedal und fährt ohne große Einschränkung nach einem Kopfnicker weiter. Die Alternative ist, dass das Auto eben das Schild übersieht, dann nicht das Backup aus dem Navi verwendet und dich mit +40 km/h in den nächsten Blitzer fahren lässt, weil eben doch statt 120 km/h nur 80 km/h erlaubt war, aber das Schild wegen einem LKW auf der rechten Spur nicht erkannt wurde.

    Das System verhält sich halt sehr unberechenbar. Wir hatten hier auf der Autobahn bei einer Einmündung für ca. 1,5 km eine Beschränkung auf 100 km/h. Aus mir nicht bekannten Gründen ist die im Herbst letzten Jahres entfallen. In den Navigationsdaten ist sie weiterhin vorhanden, sie wird mir konsequenterweise als 100 in Grau im HuD angezeigt. Auf Höhe des früheren Schildes wird die graue 100 aber wieder ausgeblendet, völlig zu recht, es gibt ja auch kein entsprechendes Schild. Ein in meinen Augen perfektes Verhalten. Da frage ich mich halt, warum funktioniert das nicht immer so?

  • Das beste, was man machen könnte, wäre in meinen Augen alle Daten zu sammeln und auszuwerten. Jedes Auto teilt jedes Schild, das von den Navi-Daten abweicht, dem Server mit und der sammelt das alles.

    Fehlt ein Schild, teilt das Auto das ebenfalls mit, hält sich aber erstmal noch an die Navi-Daten, und nachdem 5 Autos reported haben, dass da kein Schild mehr steht, werden die Daten automatisch aktualisiert.

    Mit der Datenbasis würde das System extrem schnell lernen und eben auch ordentlich funktionieren.

    Leider klappt das so aber nicht, weil BMW ja selbst die Kartendaten gar nicht verwaltet. Also ist man abhängig von Dritten, die einem das Kartenmaterial liefern und eben nicht von den internen Infos der Flotte profitieren können.


    Insofern wird das wohl auf absehbare Zeit weiterhin ein Thema sein ... :(

  • Wie in vielen Bereichen des Lebens müssen sich die "ordentlichen" Leute wegen den Idioten die sich einen Dreck um Vorgaben scheren einschränken lassen X(


    Klang vor wenigen Wochen in deinen Worten aber noch anders. :)


    pasted-from-clipboard.png


    Nunja, und bei einen hat zumindest das Karma gezeigt wie schnell unveantwortliches Handeln zu Sachschäden (am eigenen Fahrzeug) führt. Ich nenne mal keine Namen. 8)


    Ich denke nun sollte jedem klar sein jede abweichende Fahrweise, Verhaltensweise zur Straßenverkehrsordnung ist immer der Anfang einer evtl. Schädigung oft geht es gut aber wenn es schief läuft dann ordentlich. Mich ärgert halt nur die Doppelmoral.

    RIP: Individual M-Sport G21, 04/21, 330D Biturbo Xdrive Touring, MHEV 48V , Saphirschwarz

    Comming soon: G21, 04/21, M340D Xdrive Touring, MHEV 48V , Saphirschwarz