CJ´s Grundierter 991.2 GT3 RS

  • Übrigens interessant, der RS möchte beim Motoröl 0W40 spezieller sogar das namentlich freigegebene Mobil 1 C40GT, das ist "speziell" für die GT Modelle gebastelt worden. Das fahren sowohl GT2 RS als auch GT3 RS und non RS.


    Der GT3 Cup fährt ebenfalls 0W40..

    Ich werde mal eine Öl Analyse machen, aber wenn man Approved haben möchte, bleibt einem nichts anderes übrig, als das Öl einfüllen zu lassen..


    Mobil 1™ C40 GT 0W 40
    Mobil 1™ C40 GT 0W-40 ist ein fortschrittliches Hochleistungsmotorenöl, das speziell für die Verwendung in leistungsstarken Porsche GT-Motoren vorgesehen ist.
    www.mobil.com.de

  • Ich fange mal ein wenig an mit dem verbauten Motor:


    Technische Daten:


    6-Zylinder Boxermotor

    3996 cm³ / 13,3:1

    383 kW / 520 PS bei 8400 U/min

    470 Nm bei 6250 U/min

    max. 9000 U/min


    Für alle technikbegeisterten die es genauer wissen möchte, hier ein kleiner Auszug aus einem tollen Artikel vom Radical Mag:


    Die Kurbelwelle kommt direkt aus dem Motorsport, wie das Aggregat überhaupt praktisch 1:1 identisch mit dem neuen Cup-Triebwerk ist, und verfügt nicht nur über eine neue zentrale Öleinspeisung, sondern auch über grössere Hauptlager-Durchmesser (hohe Drehzahl, grosse Fliehkraft am Schwung – Sie erinnern sich?). Dazu wurde die komplette Ölversorgung überarbeitet, es gibt nun eine Zentrifuge zur besseren Entschäumung und damit weniger Panschverlusten im Kurbelgehäuse, eine optimierte Ölabsaugung in den Köpfen und eine mechanische Druckregelung der Ölpumpe. Der neu geregelte Druckausgleich verbirgt auch das grösste – und vielleicht schönste – Detail des neuen Motors:

    Starrer Ventiltrieb!

    Im Ventiltrieb finden sich erstmals seit sehr langer Zeit wieder starre Schlepphebel. Diese sind dazu noch DLC-beschichtet, was sich mit «diamantgleichem Kohlenstoff» übersetzen lässt und nicht nur unfassbar glatt, sondern ebenso widerstandsfähig ist. Durch den Entfall der Hydrostössel gewinnen sie nicht nur Drehzahlmöglichkeiten, sondern können auch schärfere Steuerzeiten und Rampenwinkel des VarioCam Plus-Nockenwellensystems fahren. Vor allem aber spart der Wegfall der ölgespeisten Ausgleichselemente die Notwendigkeit eines hohen Öldrucks im Kopf. Ein paar Bar weniger reichen nun locker aus, freut sich Chef-Entwickler Andreas Preuninger, dem es bei der Neuentwicklung vor allem um die Verringerung von Widerständen und Reibung im Hinblick auf gesteigerte Effizienz ging.


    Gar nicht sparsam hingegen waren sie bei weiteren Details des Motors, etwa dem neuen Verfahren der Laufbahnbeschichtung des Aluminiumblocks. Man vertraut erstmals bei den GT3-Motoren auf ein neues PTWA-Verfahren, das zur Gattung des thermischen Plasmaspritzens gehört: RSW, also «rotating single wire», bei dem ein rotierender Draht unter der Hitzeeinwirkung eines Gasplasmas verflüssigt wird und unter Druck auf die Zylinderwand gespritzt wird. Wer hier jetzt nicht mehr genau folgen konnte, dem sei gesagt: es ist der stabilste und dabei reibungsärmste Wasserboxer, der je die Werkshallen in Zuffenhausen verlassen hat.


    Quelle: https://radical-mag.com/2017/0…sche-911-gt3-die-technik/


    Der Motor im RS ist bis auf eine andere Ansaugung analog zu dem im GT3, daher ist der Artikel auch passend. Zusätzlich noch interessante Fakten, der Motorblock sowie die Zylinderköpfe sind aus Alu und die Pleul aus Titan geschmiedet.


    Es gibt viele Berichte von Fahrzeugen die monatlich auf der Renne bewegt werden und außer Ölwechsel und der normalen Wartung nichts machen.. die Motoren sind grundsätzlich sehr standfest, lediglich Überdreher sollten vermieden sowie penibel warmgefahren werden. Dies gestaltet sich teils aufgrund der guten Kühlung etwas schwierig bei den aktuellen Temperaturen..