Messungen – Fälle 1 bis 4
Fall Nr. 1 von Christoph:
Messbasis / absolute Stärke:
- 🔵 Dominante Ordnung: P1 und T3
- 📊 NVH-Messung mit absoluten Werten: T1: 0,17 m/s² / P1: 2,72 m/s² / T3: 1,24 m/s²
- 🔴 Subjektive Bewertung: stark störend
Besonderheiten:
- Die Räder wurden mittels Road-Force-Verfahren gewuchtet.
- Es liegt eine ergänzende professionelle NVH-Messung mit absoluten Schwingungswerten in m/s² vor.
Details / Einordnung:
- T1: 0,17 m/s² — nur messtechnisch nachweisbar.
- P1: 2,72 m/s² — deutlich spürbare Vibration.
- T3: 1,24 m/s² — deutlich spürbare Vibration.
- Damit liegen die auffälligen Schwingungsanteile nicht im klassischen T1-Bereich, sondern vor allem bei P1 und zusätzlich bei T3.
Fazit:
- 🔴 Das Fahrzeug ist deutlich vom typischen P1-/T3-Vibrationsproblem betroffen.
- Die Vibration ist spürbar und wird als störend wahrgenommen.
NVH-Christoph.jpg NVH-Christoph2.jpg
Fall Nr. 2 von julianholzner:
Messbasis / absolute Stärke:
- 🔵 Dominante Ordnung: P1 und T3
- 📊 Messbasis: Wasserfalldiagramm ohne absolute m/s²-Werte
- 🔴 Subjektive Bewertung: stark störend
Besonderheiten:
- Die Bewertung basiert auf dem relativen Frequenzbild und der subjektiv gemeldeten Vibration.
- Es liegen keine absoluten NVH-Werte in m/s² vor.
Details / Einordnung:
- Diese Messung ergibt ein ähnliches Bild hinsichtlich P1 und T3.
- T1 blieb nur gering ausgeprägt.
- P1 und T3 traten weiterhin als auffällige bzw. spürbare Schwingungsanteile hervor.
Fazit:
- 🔴 Das Fahrzeug zeigt ein typisches P1-/T3-Frequenzbild.
- Die Vibration ist spürbar und wird als störend wahrgenommen.
Fall Nr. 3 von FrozenG20:
Messbasis / absolute Stärke:
- 🔵 Dominante Ordnung: P1 und T3
- 🟡 Zusätzlich: T2 erkennbar
- 📊 Messbasis: Wasserfalldiagramm ohne absolute m/s²-Werte
- 🔴 Subjektive Bewertung: stark störend
Besonderheiten:
- Zusätzlich ist ein T2-Anteil erkennbar.
- Der T2-Anteil ist vermutlich durch einen bekannten Hohenschlag erklärbar.
Details / Einordnung:
- Diese Messung ergibt ein ähnliches Bild hinsichtlich P1 und T3.
- T1 blieb nur gering ausgeprägt.
- T2 war hier mittel ausgeprägt.
- P1 und T3 traten weiterhin als auffällige bzw. spürbare Schwingungsanteile hervor.
- Der zusätzliche T2-Anteil erklärt somit nicht allein das Gesamtbild, da P1 und T3 weiterhin deutlich auffällig bleiben.
Fazit:
- 🔴 Das Fahrzeug zeigt trotz zusätzlichem T2-Anteil weiterhin das typische P1-/T3-Frequenzbild.
- Die Vibration ist spürbar und wird als störend wahrgenommen.
Fall Nr. 4 von bash0r666:
Messbasis / absolute Stärke:
- 🔵 Dominante Ordnung: P1 sichtbar, T3 schwach erkennbar, zusätzlich T1-Anteil
- 📊 Messbasis: Wasserfalldiagramm ohne absolute m/s²-Werte
- 🟢 Subjektive Bewertung: minimal, nicht störend
Besonderheiten:
- Das Wasserfalldiagramm sieht auf den ersten Blick ähnlich aus, die reale Vibration ist aber nur minimal.
- Es liegen keine absoluten NVH-Werte in m/s² vor.
- Die phyphox-Gesamtstärke der Rohdaten ist für die gezielte Bewertung einzelner Ordnungen nur eingeschränkt aussagekräftig.
Details / Einordnung:
- Das Diagramm zeigt vor allem, welche Frequenzen innerhalb dieser Messung auffallen. Es zeigt jedoch nicht, wie stark die tatsächliche Vibration absolut in m/s² ist.
- T1 und P1 sind im Diagramm am deutlichsten zu sehen.
- T3 ist nur schwach erkennbar.
- Das Mitglied berichtete lediglich von minimalen, nicht störenden Vibrationen im Bereich um 120 km/h.
- Die Auffälligkeiten im Wasserfalldiagramm dienen nur dem relativen Vergleich innerhalb dieser Messung.
- Eine ähnlich starke Darstellung bedeutet daher nicht automatisch, dass auch eine starke oder deutlich spürbare Vibration vorliegt.
- Zudem können in der Gesamtstärke Bodenwellen, Fahrbahnunebenheiten oder andere, kaum relevante Schwingungen enthalten sein.
Fazit:
- 🟢 Ein ähnliches Wasserfalldiagramm bedeutet nicht automatisch eine starke reale Vibration.
- Wenn die aktuellen Räder nicht zu 100 % präzise gewuchtet sind, kann bereits ein T1-Anteil im Wasserfalldiagramm sichtbar werden, ohne deutlich spürbar zu sein.
- T1 würde erst bei ausreichender Stärke eher als Schütteln oder Wackeln wahrgenommen werden.
- P1 bei ca. 44 Hz kann dagegen bereits bei geringerer Stärke als feinere Vibration spürbar sein.
- Interessant ist, dass im unteren Bereich der Frequenzspitzen erkennbar wird, wie sich die maximale Intensität innerhalb der 90-sekündigen Aufnahme geschwindigkeitsabhängig zwischen T1 und P1 verschiebt.
- Teilweise werden auch Fahrbahneinflüsse als stärkste Ausschläge sichtbar.
- Da nur minimale Vibrationen berichtet wurden, könnte das Problem bereits in sehr schwacher Form vorhanden sein.
- Offen bleibt, welches Bauteil oder welcher Einflussfaktor darüber entscheidet, ob diese P1-/T3-Schwingungen stark, nur minimal oder gar nicht auftreten.