Analyse eines Kaufs hinsitlich Wertverlust (G80)

  • Kaufst du das Auto für dich oder deinen Nachfolger?


    Bei lediglich 4000km pro Jahr wird der Wertverlust bezogen auf jeden gefahrenen KM sowieso so hoch sein das es keine Rolle spielt ob es jetzt 2000 Euro mehr oder weniger sind.


    Und: Die laufenden Kosten über 4 Jahre werden so hoch sein das der Wertverlust sowieso nur noch eine Komponente davon sein wird.


    Beispielrechnung?


    Kaufpreis....sagen wir 80K. Du finanzierst? Also werden noch rund 6-7K Zinsen draufkommen, also sagen wir 86K. Kaufpreis nach 4 Jahren, mit 16tkm mehr auf der Uhr? nehmen wir einfach mal 60K. D.h. du bezahlst 26K nur für die 4 Jahre Auto.


    Dazu kommen rund 8000 Euro Steuern und Versicherung - natürlich je nach Tarif und Einstufung. Dazu mindestens zwei Services, davon einer mit Zündkerzen. Nehmen wir mal großzügige 2000 Euro für die Wartung. Bei den wenigen KM dürften Bremsen und Reifen eher kein Thema sein.


    Die 4 Jahre kosten dich also (natürlich unter vielen Annahmen) glatte 36.000 Euro. Das sind geschmeidige 2,25 Euro pro KM. Und du hast für die 2,25 Euro noch keinen Tropfen Sprit bezahlt, keine Reifen, keine Bremsen, nichts. Wir reden von FIXKOSTEN.


    Ändern wir die Rechnung - du kaufst ein Auto für 75K, aber mit Vor-Unfallschaden und schon mehr KM. D.h. nach 4 Jahren wirst du vermutlich nur noch 50K dafür bekommen.


    Mit Zinsen also ca. 80K bezahlt, 50K bekommen, also statt 26K jetzt 30K Wertverlust. Ändert deine Fixkosten also auf 40K - sind dann 2,50 Euro pro KM.


    Willst du jetzt 4 Jahre ohne Schiebedach rumfahren, obwohl du es dir so sehr wünscht, damit du 25 Cent pro KM sparst? Du wirst das nach spätestens einem Monat bereuen, nämlich dann wenn die Kosten und die Gedanken zum Wiederverkauf nur noch Erinnerungen sind und es nur noch um das Auto und dessen ....sagen wir.....Eigenarten geht.


    Du solltest wirklich aufhören aus dem Autokauf eine Wissenschaft zu machen. Kauf dir das Auto, wo dein Bauch UND dein Kopf "JA!" brüllen und gut ist. Keiner weiss, was in 4 Jahren gefragt sein wird, was der Sprit kosten wird und ob wir dann überhaupt noch in der Lage sein werden Auto zu fahren.


    Daran wird dann auch der vierte oder fünfte Thread zu deinem Gebrauchtkaufabenteuer nichts ändern.


    Grüße

    Sven

  • Dank für den Beitrag Sven. Aber kann das sein dass du bei dem Wertverlust übertrieben hast (Abgesehen von Zinsengeschichte), dass du von über 24t€ Wertverlust des Wagens ausgehtst, von 84.000€ (bei 8000km) auf 60.000€ (bei 24.000km). Ich schätze den Restwert nach 4 JAhren eher auf 68.000 bis 71.000€.


    Eine gewisse vorKalkulation vor einem Autokauf ist keine Wissenschaft sonder ist ein gesunder Schritt, ein Muss, aber gut wer weiss wo wir noch in 4 Jahren stehen, vielleicht in der KRise die momentan rumdiskutiert wird. Danke dir nochmal!

  • Genau das ist doch der Punkt - wie willst du basierend auf hochgradig unsicheren Annahmen eine Kalkulation machen?


    Du glaubst doch nicht im ernst das du bei einem Auto was so massenhaft im Markt verfügbar ist nach 4(!!) Jahren nur ca. 13K Wertverlust hast?


    Warum sollte ich ein Auto nehmen was dann 5 oder 6 Jahre alt ist wenn ich (bezogen auf den Kaufpreisbereich) für nur wenig mehr Geld einen 2 oder 3 Jahre alten Wagen bekommen kann? die nächste Frage wird sein - wie beliebt/gut wird der Nachfolger sein? Warum sind die F80-Preise so hoch? Weils ein optisch bildschönes Auto ist und man sich das Auto WEGEN der Optik gekauft hat - beim G80 kaufen viele das Auto TROTZ der Optik. Wird das mit dem nächsten M3 auch so sein? Nächste Frage wird sein - wieviele Käufer werden in Richtung iM3 abwandern, was potenziell auch Auswirkungen auf die G80-Gebrauchtpreise haben wird. Wo werden die Versicherungspreise hingehen? Und die Spritpreise? Wenn wir irgendwann 3 Euro pro Liter hinlegen wird der Markt für Autos die 12 Liter verbrauchen auch ein anderer sein als heute.


    Und dann ist da noch BMW selber:

    Ich habe als Beispiel einen M3 aus der BMW-Börse genommen. 78K Kaufpreis, von Anfang 2023, mit 17 tkm gelaufen.

    Auf 48 Monate Laufzeit - 20K Anzahlung - über 10K Zinsen, Zielrate 44K. Das ist die BMW-Annahme.


    Natürlich ist es gut und richtig sich vorab mit den Kosten eines Autos zu beschäftigen. Ich würde aber NIEMALS die Autowahl vom potenziellen Wiederverkaufswert abhängig machen. Das geht zu 99,999% nach hinten los.


    Grüße

    Sven

  • Ja genau, 13.000€ (von 83000 auf 70000€) "rein" Wagen-Wertverlust (abgesehen von Zinsen, Steuer, etc etc) finde ich realistisch, weil wir von einem Auto (Beispiel Nr. 2, aus der BMW-Börse) ausgehen, welches nur 24.000KM und Rest-Premium-Selection-Garantie in 4 Jahren haben wird.

    Zum Glück geht es hier um "nur" 4500€ Zinsen weil ich ein Angebot mit 2.09% Zinsen bekommen habe.

    Bei dem gelben (nicht Jahreswagen) war der Zinstsatz wiederum 4,49 wie üblich heutezutage.

    Würde ich eine passende F80 bei BMW finden, die bereits den heftigen Wertverlust hinter sich hat, würde ich die nehmen, aber ich finde bisher nichts. Es gibt nicht mal ein Stück auf der Gebrauchtwagenbörse

  • G20

    Bitte berücksichtige in deiner Kalkulation auch den Faktor - Privatverkauf.

    Du hast ja selbst als Wagen 1 einen mit 3 Jahre alten und 35tkm direkt von BMW als Vergleich.

    Da glaube wird kaum jemand noch 68t€ oder gar 71t€ für einen 5 Jahre alten von privat kaufen. Besonders bei den M und Preisen von 60t€ sind die meisten auf eine Finanzierung aus und die hast du als privater nicht.


    Daher nimm realistisch die 60t€ bis 65t€ und rechne nach.


    Beim gelben kann es noch schlimmer kommen

  • Dein Beispiel Nr.2 ist ein 0-8/15 M3 - diese Autos werden in ein paar Jahren massenhaft als Leasingrückläufer auf dem Markt zur Verfügung stehen. Weder besonders viel Ausstattung noch Individual-Farbe. Wenn du denkst der ist in 4 Jahren aus 2. Hand noch 70K wert - puh, ok, dann glaub dran und nimm den. Wer würde denn in dem Preisbereich von Privat (Mwst ausweisbar?) ein Auto kaufen wenn potenziell für wenig mehr das gleiche Auto bei den Händlern reihenweise zu haben ist? Da spielen dann auch ein paar Monate Rest-Gewährleistung keine Rolle mehr.


    Wenn dir der Wertverlust so wichtig ist dann solltest du:

    - Neuwagen mit hohem Rabatt nehmen, wirklich alles ein Ausstattung reinpacken und Invidiual-Farbe drauf

    - Das Auto so lange fahren bis es nicht mehr beim BMW-Händler gebraucht zu haben ist (Produktionsende plus 3 Jahre - siehe F80 wie du schon selber festgestellt hast)

    - möglichst attraktives Modell (also eher kein Schiebedach....)


    ALLES ANDERE ist Rumorakeln.


    Kleine Ergänzung noch: Du solltest dich auch noch mit dem Ausstattungsmerkmalen eines M3 vertraut machen. Dein Beispiel Nr.2 ist ein gutes Beispiel für ein relativ nacktes Auto - da wurden nur kleineren Optionen hinzugefügt, die teuren Sachen sind alle nicht dabei. Das Auto hat einen Listenpreis von "nur" ca. 108K, d.h. der von dir genannte Kaufpreis entspricht einen Rabatt von ca. 22% - das ist, angesichts der möglichen Nachlässe bei Neuwagen, jetzt auch nicht wirklich berauschend.


    Grüße

    Sven

  • Was meinst du bitte mit 0-8/15 ?

    Wie hoch müsste aus deiner Sicht der Neuwagenrabatt sein damit es sich lohnt? Ich kenne mich mit Neuwagen Null aus. Ich höre immer wieder von Rabatten aber die Preise sind so hoch da mische ich mich nich ein lol.

    Welche teuere Ausstatungen meinst du genau bitte? Carbon-Exterieur zB?

  • Dank für den Beitrag Sven. Aber kann das sein dass du bei dem Wertverlust übertrieben hast (Abgesehen von Zinsengeschichte), dass du von über 24t€ Wertverlust des Wagens ausgehtst, von 84.000€ (bei 8000km) auf 60.000€ (bei 24.000km). Ich schätze den Restwert nach 4 JAhren eher auf 68.000 bis 71.000€.


    Eine gewisse vorKalkulation vor einem Autokauf ist keine Wissenschaft sonder ist ein gesunder Schritt, ein Muss, aber gut wer weiss wo wir noch in 4 Jahren stehen, vielleicht in der KRise die momentan rumdiskutiert wird. Danke dir nochmal!

    Sorry, aber du bist da viel zu optimistsch.
    Ich würde auch sowas nie mit einer Finanzierung machen, weil da dadurch noch mehr Risiken entstehen. Wenn du einfach nur mal M3 fahren willst wäre es vielleicht schon besser zu schauen, ob du zu guten Konditionen 1-3 Jahre einen leasen kannst.


    Bei Gebrauchtwagen wie dem gelben M3 den du dir angeschaut hast würde ich in 4 Jahren eher damit rechnen, dass er 40-50k Wert ist.
    Ein M3 ist nicht das richtige Auto um darauf zu spekulieren, dass er im Wert steigt.

    Wie einige hier schon geschrieben haben gibt es bestimmte F80 Modelle die aus 1. Hand sind, unfallfrei, Sommerauto, gute Farbe, Top Ausstattung die einen recht hohen Wert haben. Aber das bekommst du mit einem gebrauchten Alltags-M3 mit mittelmäßiger Ausstattung der als Daily gefahren wird nicht hin.


    Ein BMW M3 ist ein teures Auto und ein teures Hobby, weil das Auto im Unterhalt teuer ist und viel Wertverlust hat. Und diesen Luxus muss oder sollte man sich leisten können ansonsten macht das alles keinen Sinn. Vor allem verliert man auch die Freunde und den Spaß am Auto wenn man die ganze Zeit im Kopf rechnet wie hoch der Wertverlust ist. Nein, das bringt einfach nichts. Entweder man hat das Geld und Lust auf den Spaß am Auto und denkt nicht drüber nach oder man lässt es besser.