1.000 km Probefahrt mit Shell V-Power – mein Fazit
So, ich melde mich nun nach meiner 1.000-km-Probefahrt mit Shell V-Power zurück.
Mein direktes Fazit: Es lohnt sich – wenn man bereit ist, den nötigen Taler dafür auszugeben! 😁
Wie sieht mein Ergebnis aus? Vorweg: Es ist natürlich subjektiv und kann bei jedem anders ausfallen.
Anfangs hatte ich bereits von einem geringeren Verbrauch berichtet. Dieser ergab sich zunächst bei gleicher Fahrweise. Mein Fahrzeug hat dabei tatsächlich etwas weniger Sprit gebraucht.
Da ich mit Super 95 und teilweise E10 auf der Autobahn im Schnitt mit 120–130 km/h unterwegs war und aufgrund des Mehrverbrauchs nicht schneller fahren wollte, hat sich mein Fahrverhalten inzwischen verändert. Auf derselben Strecke ist meine Durchschnittsgeschwindigkeit nun höher. Mit V-Power fahre ich mittlerweile gut und gerne 140–150 km/h, was sich für mich und das Auto einfach viel natürlicher anfühlt.
Generell muss ich sagen, dass ich die letzten 600 km doch recht „aggressiv“ gefahren bin. Das Fahrzeug fühlt sich von unten heraus, also aus dem Drehzahlkeller, viiiiiieeeel besser an! Dadurch macht es einfach mehr Spaß, auch mal etwas stärker zu beschleunigen.
Bei den ganzen Fahrten habe ich tatsächlich nur wenige Male Vollgas gegeben. Das liegt vor allem daran, dass mir die Beschleunigung bei Halbgas bereits völlig ausgereicht hat.
Außerdem schaue ich beim Beschleunigen nicht mehr ganz so sehr auf den Verbrauch, weil ich nicht ständig Angst haben muss, im Schnitt über die 8 l/100 km zu kommen. Mag für einige vielleicht nicht ganz nachvollziehbar sein, aber die 8 Liter sind für mich persönlich die Grenze, die ich möglichst nicht überschreiten möchte.
Ganz einfach gesagt:
- Mit Super 95: zurückhaltendere Beschleunigung und niedrigeres Autobahntempo.
- Mit V-Power: deutlich stärkere Beschleunigung, höheres Autobahntempo und insgesamt eine sportlichere Fahrweise.
In einem anderen Beitrag hatte ich außerdem über das merkwürdige Schaltverhalten meines Getriebes berichtet. Beim normalen Beschleunigen wollte ich keinen Kickdown, das Fahrzeug hat aber trotzdem unnötig heruntergeschaltet.
Dieses Verhalten tritt für mich inzwischen zu etwa 95 % nicht mehr auf. Das Auto schaltet beim normalen Fahren nicht mehr unnötig herunter, was das Ganze deutlich angenehmer macht.
Unterm Strich mache ich mir jetzt weniger Gedanken über den Verbrauch. Dadurch fahre ich entspannter und kann das Auto einfach mehr genießen. Für mich ist das ein echter Pluspunkt.
Und nun zu den nackten Zahlen:
| Verbrauch | 7,9 l/100 km | 8,0 l/100 km |
| Durchschnittsgeschwindigkeit | 61,2 km/h | 58,7 km/h |
| Gefahrene Strecke | 1.007 km | 1.963 km |
Sicherlich sind das keine Welten, und natürlich sind die Werte aufgrund der unterschiedlichen Fahrweise und Durchschnittsgeschwindigkeiten nicht direkt miteinander vergleichbar.
Für mich persönlich lohnt es sich definitiv! Ich habe dadurch mehr Spaß am Fahren, muss weniger auf den Verbrauch achten und habe das gute Gefühl, meinem Motor mit dem hochwertigen Kraftstoff etwas Gutes zu tun.
Ach, und übrigens noch kurz zu den 100–200-km/h-Zeiten, die ebenfalls ein Thema für mich waren.
Mit E10 und E5 habe ich mehrmals eine Zeit von 19,5 Sekunden von 100 auf 200 km/h gemessen. Dabei ging es mir vor allem um den Gesamteindruck und darum, eine Referenzzeit zu haben.
Bei erneuten Beschleunigungsmessungen mit V-Power kamen dann 16,5 Sekunden heraus.
Ich vermute, dass der höherwertige Kraftstoff dazu führt, dass das Auto den Zündwinkel weniger stark zurücknehmen muss und oberhalb von 5.500 U/min normal ausdrehen kann, ohne die Leistung so stark zu reduzieren. Das ist allerdings nur meine persönliche Vermutung und keine technisch nachgewiesene Ursache für den Zeitunterschied.
Wie gesagt, alles subjektiv – das sind eben meine eigenen Eindrücke und Messungen. 😉