Beiträge von Toscha42

    Das Unterforum heißt zwar 'HiFi, Telefon, Navigation, Apps und CarPlay', dennoch hoffe ich, dass ein Thema zu Android Auto (AA) statthaft ist.


    Wer AA regelmäßig zum Streamen nutzt, wird an dieser neuen Funktion eventuell interessiert sein:

    Wer bisher über Android Auto beispiels­weise von Spotify zu TuneIn wechseln wollte, musste zuerst genutzte Anwendung schließen und das dann gewünschte Programm öffnen. Das war vor allem für Anwender wenig komfortabel, die häufig zwischen verschie­denen Streaming-Apps wechseln. Mit Einführung der Wisch-Geste können die Nutzer einfacher zwischen den Anwendungen wechseln. Dabei werden dem Bericht zufolge jeweils Programme berück­sich­tigt, die kürzlich bereits genutzt wurden.

    (Quelle)

    Da werden wir uns dann nicht einig

    Das Risiko besteht immer. Dennoch kann man ja 'respektvoll und wertschätzend' miteinander umgehen. :)


    Ich habe kein grundsätzliches Problem mit der Auswertung der Navigationsdaten, der Datenstand sollte dann aber nicht älter als vielleicht ein Jahr sein. Wenn der herangezogen wird, um eine Geschwindigkeitsbeschränkung anzukündigen, finde ich das auch durchaus hilfreich. Nutze ich regelmäßig, um dann bereits vom Gas zu gehen. Wenn dann tatsächlich eine Beschränkung erfolgt, übernehme ich die mittels 'Set'. Alles gut.


    An dem Punkt würde man ja dann quasi sagen, dass man sich die Navidaten sparen kann, wenn sie nur dann gelten, wenn sie übereinstimmen mit dem, was die Kamera erkennt. In der Praxis wäre das aber vermutlich nicht besser bzw. vor Allem ist ja auch das Fehlverhalten nicht besser. So wie es aktuell ist verzögert er, man nimmt den Fuß aufs Gaspedal und fährt ohne große Einschränkung nach einem Kopfnicker weiter. Die Alternative ist, dass das Auto eben das Schild übersieht, dann nicht das Backup aus dem Navi verwendet und dich mit +40 km/h in den nächsten Blitzer fahren lässt, weil eben doch statt 120 km/h nur 80 km/h erlaubt war, aber das Schild wegen einem LKW auf der rechten Spur nicht erkannt wurde.

    Das System verhält sich halt sehr unberechenbar. Wir hatten hier auf der Autobahn bei einer Einmündung für ca. 1,5 km eine Beschränkung auf 100 km/h. Aus mir nicht bekannten Gründen ist die im Herbst letzten Jahres entfallen. In den Navigationsdaten ist sie weiterhin vorhanden, sie wird mir konsequenterweise als 100 in Grau im HuD angezeigt. Auf Höhe des früheren Schildes wird die graue 100 aber wieder ausgeblendet, völlig zu recht, es gibt ja auch kein entsprechendes Schild. Ein in meinen Augen perfektes Verhalten. Da frage ich mich halt, warum funktioniert das nicht immer so?

    Eher anders herum, zweimal im Jahr zieht's uns nach Bayern. :) Ein Weg sind ziemlich genau 2.500 km, und dann wird in Bayern auch noch Verwandtschaft im Raum Nürnberg und Bad Tölz besucht. Da kommt einfach was zusammen.

    Und von den 2.500 km sind gerade mal die letzten 170 km unlimitiert, das hat natürlich einen substanziellen Einfluss auf den Verbrauch.

    Das erste ist doch genau der Fall, den ich beschrieben hab. Es gibt nichts, was den Naviangaben entgegen steht, also übernimmt er dieses Limit. Wäre dort ein 100er-Schild würde er die gespeicherten 70 überschreiben.

    Aber ich wüsste auch nicht, wie man das anders umsetzen kann, denn könnte ja sein, dass das Auto einfach ein Schild übersehen hat.

    Wenn da kein Schild mit keiner Geschwindigkeitsbeschränkung steht, hat das System die dort ohne Beschilderung gültige Beschränkung anzuzeigen, oder halt eben gar keine für Autobahnen und autobahnähnliche Schnellstraßen. Aber es darf nicht die Information aus veralteten Daten höher priorisiert werden als die tatsächliche Beschilderung. Oder eben Nichtbeschilderung.


    Hängt vielleicht auch mit der Beschilderung in Spanien zusammen?

    Die sieht nicht anders aus als in DE. :)

    Túnel de Despeñaperros.jpg


    Und selbst wenn sie anders aussähe, bei einem ECE-Modell im 'Premiumsegment' erwarte ich schlicht, dass es auch ausländische Schilder kennt. Ein Fahrer weiß vielleicht wirklich nicht, was 'Par temps de pluie' in FR oder 'Con Lluvia' in ES bedeuten. Ein Navigationssystem sollte das aber sehr wohl wissen. Tut es aber ebenfalls nicht, wie überraschend. :(


    Aber ich wollte das jetzt gar nicht so weit ausführen, grundsätzlich finde ich, dass BMW sehr gute Assistenzsysteme baut

    Das sehe ich grundsätzlich nicht anders, umso ärgerlicher sind für mich die eklatanten Fehlfunktionen.

    Sobald ein entsprechendes Schild da ist, übernimmt der i4 das normalerweise auch und von meinen Fahrten mit anderen BMWs kenne ich das auch nicht anders.

    Das wäre ein zweifellos wünschenswerte Verhalten. Wäre es bei nur einem BMW so, fände ich das ärgerlich genug. Diese Fehler traten aber seit September 2017, von vorher fehlen mir die Einblicke, bei jedem meiner Fahrzeuge auf (X4 M40i, M2, M240i Cabrio, M240i Coupé, M2 Comp., M4 Cabrio, X2 M35i, M235i, Z4 M40i, X4 M Comp., M440i: Also ID6(?) und OS 7, völlig egal).


    Zwei prominente Beispiele, eines davon immer noch aktuell:

    Bayern ST2055 Rieden - Utting: Da gibt es eine Einmündung von rechts, an der für ca. 250 m aus nachvollziehbaren Gründen ein Tempolimit auf 70 km/h gilt; aber eben nur in der Richtung von Rieden nach Utting.

    Allein, im HuD wie im Kombiinstrument wurde die Beschränkung auf 70 km/h auch in der Gegenrichtung, also Utting - Rieden, angezeigt. Und das bis Mitte 2024. Nur dass es die in dieser Richtung nie gab und somit eben auch keinerlei entsprechende Ausschilderung.


    Spanien, A4 Bailén - Valdepeñas: Da gibt es einen Abschnitt mit mehreren Tunneln, alle auf 100 km/h limitiert. Das System erkennt korrekt das 'feste' 100er-Schild, weigert sich aber die entsprechende Kennzeichnung per Wechsellichtanlage im Tunnel selbst zur Kenntnis zu nehmen. Kaum im Tunnel springt die Anzeige in HuD und Kombiinstrument auf 80 km/h. Und das seit nunmehr sechs Jahren, egal mit welchem Auto und S/W-Stand.


    [Blockierte Grafik: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/d/dd/T%C3%BAnel_de_Despe%C3%B1aperros_%2825486833933%29.jpg/330px-T%C3%BAnel_de_Despe%C3%B1aperros_%2825486833933%29.jpg]

    Ich habe kein Vertrauen in dieses System, so dass ich die automatische Übernahme der Geschwindigkeit schon lang nicht mehr nutze.

    Man muss hier schon zwischen Kartenmaterial und dem Assistenzsystem selbst unterscheiden. Ich hab in meinem i4 alles auf "automatisch übernehmen" und fahre damit wirklich sehr gut, wurde auch noch nie deswegen geblitzt, auch wenn ich vermutlich eine Hand voll Situationen hatte, wo das hätte passieren können. Warum ist es das nicht?

    Und genau da liegt der Hund begraben. Ich habe ja noch ein gewisses Verständnis dafür. dass das System auf tendenziell veraltete Daten des Navigationssystems bei der Anzeige von Geschwindigkeitsbeschränkungen zugreift, sofern sonst keine Informationen vorliegen. Mein Verständnis endet dort, wo gut erkennbar Schilder mit Geschwindigkeitsgeboten ignoriert und stattdessen die nicht mehr aktuellen Daten aus dem Navigationssystem als verbindlich eingeblendet werden. Wenn du dann auf einer nicht limitierten (im Rahmen des generellen Tempolimits) Autobahn in Spanien aus heiterem Himmel auf 30 km/h heruntergebremst wirst, bzw. würdest, seit der letzten haarsträubenden Erfahrung nutze ich die Übernahme in den DAP nicht mehr, nur weil da vor vier(!) Jahren noch eine Mautstation stand, die aber im September 2021 abgebaut wurde, ist das scheiße.


    Genauso scheiße ist es, wenn in der Schweiz auf einer Autobahn ein temporäres Tempolimit von 80 km/h gilt, das auch laut und deutlich ausgeschildert ist, dem DAP aber steif und fest eingeredet wird, hier würden die üblichen 120 km/h gelten.


    Das System ist genial gut, nur die Informationsbasis eben nicht, die hat eben einfach Fehler, die dann zu Falscherkennung etc. führen können.

    Der Driving Assistant Professional an sich ist ein sehr gutes Assistenzsystem. Die Geschwindigkeitserkennung, die der DAP logischerweise nutzt, ist aber grottenschlecht.