Beiträge von sepplmail

    Und jetzt kommt es: Vorn waren es Hankook Ventus S1 Evo 2 K117 in 225R17 und hinten Continental SportContact 5 in 255/R17, also komplett unterschiedliche Reifen und noch Mischbereifung.

    Ist das VTG hops gegangen? Nein!

    Warum sollte es auch? Die passende Reifengröße beim E91 war 225/45 R17 in Kombination mit 255/40 R17. Diese beiden Größen haben rechnerisch einen fast identischen Abrollumfang (0,4 cm Unterschied). Mischbereifung ist NICHT das Problem beim VTG. Unterschiedliche Abrollumfänge sind das Problem und die können aus verschiedenen Faktoren resultieren.

    Man müsste aber halt meinen Beitrag auf Seite 1 dieses Threads lesen und versuchen zu verstehen.

    Es geht um den Abrollumfang.

    Bei freigegebenen Reifenkombinationen (Größe) und *-Reifen kann man sich dann an die 2mm halten.

    Bei Reifen ohne *-Kennzeichnung bleibt nur Abrollumfang messen oder auf gut Glück.

    Nein. BMW sagt nur, dass 2mm Unterschied in der Profiltiefe der Reifen akzeptabel sind.

    Diese 2mm Unterschied in der Profiltiefe entsprechen rund 1,3 cm Unterschied im Umfang der Reifen (bezogen auf die Größe deiner hinteren Reifen).

    Der rechnerische Unterschied im Umfang zwischen vorne und hinten ist bei deiner Mischbereifung 0,5 cm - also im Rahmen des erlaubten.

    Das ist aber nur der rechnerische Unterschied mit den nominalen Angaben der Reifen. Diese dürfen Toleranzen aufweisen. Im Rahmen der allgemein gültigen UN ECE R30 eben relativ hoch - siehe die Berechnung von Chat GPT weiter oben. Diese Toleranzen erlauben es im Extremfall schon ziemlich weit außerhalb der 1,3 cm Unterschied zu liegen. Und aus diesem Grund gibt es *-Reifen, weil die einzuhaltenden Toleranzen für die Hersteller hier von BMW sehr viel enger gesteckt sind.

    Hab ich gesehen und für exakt diese Kombination hab ich Chat CPT die maximal zulässigen Abweichungen beim Umfang berechnen lassen. Rein rechnerisch auf der nominalen Größe wären es nur 0,5 cm Unterschied.

    Wenn du keine Mischbereifung fährst und vorne/hinten eine identische Profiltiefe hast, dann hast du in der Regel auch mit leicht unterschiedlichen Profiltiefen bis 2mm kein Problem, weil diese Abweichung innerhalb der zulässigen Systemgrenzen für das Verteilergetriebe liegt.


    Fährst du aber vorne/hinten entweder verschiedene Hersteller oder Modelle oder Mischbereifung (in dem Fall auch bei identischem Hersteller und Modell), dann kann das zu einem Thema werden. Hintergrund sind die erlaubten Toleranzen bei Reifen.


    Ich hab mir das jetzt ehrlich gesagt auf die Schnelle mal von Chat GPT berechnen lassen:

    Vorne minimal klein und hinten maximal groß: 5,8 cm Umfangsdifferenz

    Vorne maximal groß und hinten minimal klein: 6,4 cm Umfangsdifferenz


    Allein durch die Norm ist es also zulässig, dass die Umfänge im Extremfall um rund 6cm abweichen.


    Zum besseren Verständnis: 2 mm Differenz beim Profil machen nur etwa 1,3 cm Umfangsdifferenz aus.


    Und genau hier kommt die *-Markierung ins Spiel, denn um diese zu bekommen muss der Reifenhersteller deutlich engere Toleranzen gewährleisten als diese im Rahmen der UN ECE R30 erforderlich sind.


    Zusammenfassung: Insbesondere bei Mischbereifung wäre es selbst bei gleichem Hersteller und Modell empfehlenswert Reifen mit *-Markierung zu fahren, um das Verteilergetriebe zu schonen. Kann auch ohne gut gehen, muss aber nicht.

    Es gibt mittlerweile kein Modelljahr mehr bei BMW. Es gibt in der Regel 3 Modellpflege-Maßnahmen pro Jahr.

    Frühjahr - Ankündigung meist Ende Januar

    Sommer - Ankündigung meist Ende Mai

    Herbst - Ankündigung meist Ende September


    Welche Änderungen für welches Modell konkret wann umgesetzt werden steht immer in der Ankündigung zur Modellpflege-Maßnahme.

    Verfügbar sind diese im BMW PressClub

    BMW prüft das Ablaufdatum im Hintergrund im Rahmen des Bremsflüssigkeitswechsel (weil der mit 3-2-2-2… Jahren das gleiche Intervall hat wie die HU) und weißt dich darauf hin wann die ablaufen, falls es innerhalb der nächsten HU-Periode dazu kommen sollte.

    Ausschlaggebend für eine erfolgreiche HU ist der Zustand zum Zeitpunkt der Prüfung.


    Auf die Garantie hat ein eigenmächtiger Tausch keine Auswirkungen, solange es sich im Garantiefall nicht um ein Teil des aktiven Fußgängerschutzes handelt. Also Garantie auf das Scharnier sowie die pyrotechnische Einheit könnte BMW ablehnen, auf den Querlenker aber nicht.

    Kulanz ist eine Einzelfallentscheidung ohne jeglichen rechtlichen Anspruch. Da kann niemand ne Aussage dazu treffen.

    Die Motoröltemperatur lag in beiden Fällen um die 100°C ( 5W40 bei 98°C und 0W30 bei 100°C gemessen)

    Das 5W40 wurde erst diese Woche eingefüllt, ich bin damit also erst rund 200 Kilometer gefahren.

    Der Vergleichslog stammt von einem Km-Stand von etwa 6.000–7.000 km, also das Öl, das nach dem ersten 2.000-km-Service eingefüllt wurde, hatte schätzungsweise 4.000–5.000 km runter.

    Wenn nach dem ersten 30.000er-Service wieder frisches 30er-Öl reinkommt, werde ich das natürlich noch mal checken. Ich glaube allerdings nicht, dass sich das innerhalb von 5.000 km so stark verändert.

    Bei einem Freund mit ähnlichem Ladedruck funkioniert übrigens 0W30 auch perfekt, bei ihm hat allerdings der Tuner ( Mike Ball von Tom Wrigley Performance) den Öldruck von 90-95PSI auf 110PSI eröht.

    Danke dir für die Infos.

    Mir ging es tatsächlich weniger um die Öltemperatur als vielmehr darum, ob der Motor wirklich durchgewärmt war. Wenn ich es richtig verstehe, dann geht es ja um sehr geringe Toleranzen und ich könnte mir vorstellen, dass hier bereits geringste Abweichungen durch Wärmeausdehnung einen Einfluss haben.

    Der andere Teil der Frage zielte tatsächlich darauf ab, ob das "alte" Öl hinsichtlich seiner Viskosität bereits eingebüßt hatte.

    Es wäre also bestimmt spannend den Test vor dem nächsten Ölwechsel nochmal zu wiederholen, wenn das 5W40 "aufgebraucht" ist und das 0W30 frisch. Also wieder zwei Messungen kurz vor und nach dem Ölwechsel.