Erdinger Weisse

  • Nachdem es dann von Samnaun weiter über den Albulapass und den Splügenpass ging, habe ich den Luganersee und den Lago Maggiore erreicht. Allerdings war damit die erste Etappe noch nicht beendet. Für mich ging es an dem Tag noch weiter bis hinter Turin, um dann Pause zu machen.


    Über Montgenvre und Briancon ging es dann letztlich nach Frankreich wo der Col d'Izoard direkt ein absolutes Highlight war. Noch nie einen so unglaublich schönen und geschmeidig zu fahrenden Pass erlebt. Die Straßen sind schön breit, gut einzusehen und so macht das auch Spaß und außerdem hatte ich Glück mit dem Verkehr. Es war nämlich kaum was los.

    Nach einem kurzen Tankstopp sollte es weitergehen, doch irgendwie habe ich die falsche Ausfahrt erwischt und ich bin einen falschen Pass hochgefahren was ich erst oben gemerkt habe, denn da ging es nicht weiter wie geplant.


    Das BMW Navi wollte mich über irgendeinen Wanderweg leiten. In diesem Zusammenhang sei noch mal erwähnt dass ich ziemlich enttäuscht bin vom BMW Navi, weil es mich immer wieder, obwohl ich Mautstraßen gemieden habe, auf mautpflichtige Autobahnen schicken wollte.


    Aufgrund Zeitdruck bin ich dann den Bonette-Pass gefahren, welcher auf eine Höhe von knapp 3000 Metern geht. Ein wirklich schön zu fahrender Pass. Allerdings hatte ich etwas Pech mit dem Verkehr und gerade die Wohnmobilfahrer meinten, dass sie sich extra breit machen müssten, damit man sie nicht überholen kann. War etwas ärgerlich aber dann oben angekommen hat der Ausblick entschädigt.


    Weiter über Isola ging es durch sehr schöne Schluchten Richtung Monaco. Das war schon beeindruckend. Hier merkt man wo das Geld sitzt. Viel brauch und will ich auch gar nicht dazu sagen. Ich habe es einfach auf mich wirken lassen. Ach und ich habe mir noch schnell ein kleines Boot gekauft. Foto im Anhang.

    Auf jeden Fall ist der Verkehr krass in der Stadt. Das kann ich keinem empfehlen. Dennoch beeindruckend was da alles rumfährt und infrastrukturtechnisch alles auf die Beine gestellt wurde. Insbesondere mit den Tunneln.


    Zum Abschluss des Tages habe ich noch einen Stopp in Nizza gemacht. Bin dort aber nicht lange geblieben, denn es war unglaublich viel Trubel.


    Nachts bin ich dann noch weiter bis zu meinem nächsten Rastplatz gefahren bis hinter Montpellier. Mittlerweile bin ich in Spanien angekommen und kurz vor Barcelona :)


    Auf dem Weg von Nizza bis nach Montpellier gab es eine französische Landstraße. Die hat fast mehr Spaß gemacht als die Gebirgspässe. Da muss ich aber noch mal genau schauen welche das war. Das konnte ich mir leider nicht so gut merken, weil es dunkel war.


    Weitere Impressionen und Eindrücke folgen. Jetzt muss ich aber erst mal ruhen, denn ich habe die letzten Nächte nur wenige Stunden geschlafen. :sleeping:

  • So ich bin nun wieder zuhause und muss sagen diese Spontanentscheidung es einfach zu machen war goldrichtig. Es hat unfassbar viel Spaß gemacht, auch wenn gerade der letzte Teil echt anstrengend war (Von Lloret bis Erding in 30h mit 3h Schlaf :sleeping: )


    Aber chronologisch:


    Nachdem ich in Spanien angekommen war stand erstmal etwas Erholung an. Das Auto blieb 6 Tage stehen und gestern Mittag ging es dann von Lloret de Mar aus zurück nach Hause.

    Meine Route, die ich mir vorab zurecht gelegt hatte, hab ich über den Haufen geworfen, da ich von einem bekannten den Tipp mit dem Bernard-Pass und hier noch vom Iseran-Pass bekommen habe.

    Von daher ging es erstmal lange Strecken durch Frankreich über die Autobahn. Wie auf dem Hinweg konsequent alle Mautstraßen zu meiden wollte ich dann aus Zeitgründen doch nicht. Außerdem ist das ein ziemliches Gekutsche durch Frankreich. Die N260 in Spanien Richtung Andorra wollte ich zwar auch fahren, aber die hab ich leider nicht geschafft, dafür war der Umweg zu weit :(


    Das erste Ziel war also der Col de I'Iseran. Der Weg dahin zog sich, weshalb ich schon damit gerechnet habe, dass zumindest die weiteren Pässe in die Dunkelheit fallen, aber dazu gleich mehr.

    Der Col de I'Iseran ist mit 2770m ein sehr hoch gelegener Pass, allerdings kam mir die Anfahrt wenig spektakulär vor. Es ist meiner nach deutlich besser diese Straße von Nord nach Süd zu befahren.


    Als nächstes ging es weiter zum kleinen St. Bernard - eine kleine Überraschung! Der hat echt Spaß gemacht in der Dämmerung zu fahren. Auch die Kurven und die Aussicht sind spektakulär.

    Den großen St. Bernard habe ich dann erst nachts erreicht. Aber hierzu sei gesagt, dass so ein Pass nachts nochmal einen ganz anderen Reiz hat. Man ist von der Aussicht nicht abgelenkt, es ist wenig Verkehr und kann wirklich mal etwas angasen ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Das hat echt Laune gemacht.


    Nach dem großen St. Bernard stand erstmal eine Pause und etwas größere Landstraßenetappe in der Schweiz an. Von hier habe ich mich vom Navi leiten lassen. Das Ziel war Samnaun, aber Google hat mir hier noch drei echte Highlights beschert.


    Zuerst der Furkapass, welchen ich ebenfalls noch in der Dunkelheit befahren habe. Nach einer Pause und einem Powernap ging es gegen 7 Uhr morgens direkt weiter mit dem Oberalppass. Die aufgehende Sonne tauchte die Berge in ein ganz besonderes Lichtspiel. Das war echt schön anzusehen, während die Straße ebenfalls viel Freude bereitete, weil auch noch nicht viel los war.


    Zum Abschluss erreichte ich noch den Flüelapass. Der ist auch ein absoluter Geheimtipp, insbesondere für Wanderungen oder einfach um die wunderschöne Landschaft dort zu genießen.


    Nach einem letzten Tankstopp in Samnaun ging es auch direkt nach Hause. Auf der A95 zwischen Garmisch und München bot sich die Gelegenheit mal VMax zu testen. Für die 300 km/h hat es nicht ganz gereicht, aber die sind auf jeden Fall drin. Es hat sich auch noch ein Audi S5 B9 dazugesellt. Der war aber sicher nicht Serie ;)


    Noch ein paar Zahlen und Fakten:


    Gesamtkilometer: 3.470

    Spritverbrauch gesamt: 292 Liter

    Spritverbrauch l/100 km: ca. 8,4l

    Kosten: ca. 550 Euro


    Bilder: Col de I'Iseran und kleiner St. Bernard.