Beiträge von Christoph

    Ich weiß nicht, ob das eher in den Bereich Legenden und Mythen fällt (hatte hier vor kurzem jemand so erwähnt), aber wenn die Real Garant nur der Abwickler ist und die Kosten der Teile so oder so von BMW getragen werden: Was wäre dann die effizientere Vorgehensweise für BMW bzgl. Nachbesserung?

    Noch ein kleiner Punkt, du hast Fehler A, wo Bauteil 1, 2 oder 3 verwantwortlich sein könnte. Du gibst bei deinem Servicepartner an, dass Fehler A existiert. Diese müsste nun bei der Real Garant einen Antrag stellen, dass eine Fehlersuche genehmigt wird. Diese wird bis zu einer Stunde genehmigt und sie müssen Bauteil 1, 2 und 3 prüfen. Schaffen sie das in einer Stunde? Haben diese überhaupt die Möglichkeit das zu analysieren? Keine Ahnung?


    Schnelle Lösung: Wir behaupten die Real Garant lehnt ab, tauschen mal Teil 1 auf BMW Kulanz, rechnen dem Kunden vor, was Teil 1 gekostet hat (auch wenn es nicht das richtige war) und sagen BMW bezahlt keine weitere Fehlersuche, wir machen nicht weiter und beantragen auch nichts bei der Real Garant.


    Und jetzt?

    Ob das Teil über Gewährleistung, Garantie oder Kulanz verrechnet wurde, ist völlig egal. Solang du es nicht selbst bezahlt hast, hast du auch keinen Garantieanspruch darauf.

    Egal ob auf Kulanz oder Garantie (egal welche - Neuwagen, PSG,...)...... Du hast KEINEn neuen Anspruch auf eine wieder neue Laufzeit des Teiles.

    Ist ja das gleiche, wenn dein Fernseher defekt geht und ausgetauscht wird nach 1,5 Jahren.... da hast du dann auch keine neuen 2 Jahre mehr, sondern nur noch das ursprüngliche, in dem Fall 6 Monate

    Ist beides richtig ... aber das Problem liegt tiefer bzw. in der Praxis.

    ... oder dass du zumindest eine saubere Absicherung bis zum Ende der laufenden Garantie hast

    Wenn ein Bauteil eigentlich von der PSG/Premium Selection gedeckt ist, aber beim ersten Mal als Kulanz abgerechnet wird, kann ich innerhalb der laufenden PSG grundsätzlich weiterhin versuchen, einen PSG-Garantiefall geltend zu machen – praktisch wird’s beim zweiten Defekt aber schnell unerquicklich, weil in den Unterlagen/Verlauf eben „Kulanz“ steht und nicht „Garantiefall anerkannt“.


    Dann kommt der Klassiker: Das Autohaus, das die Kulanz gemacht hat, sagt „wir stellen keinen neuen PSG-Antrag / machen keine Neuabwicklung“, und die Real Garant sagt „ohne Antrag vom BMW-Händler können wir nichts prüfen“. Wenn ich damit zu einem anderen Autohaus oder über die BMW Kundenbetreuung gehe und nach „Neuabwicklung“ frage, heißt es oft nur: „Bitte an das Autohaus wenden, das die Kulanzarbeiten durchgeführt hat.“


    Ergebnis: Deadlock – keiner fühlt sich zuständig, ohne Antrag passiert nichts, obwohl das Teil eigentlich versichert ist. Genau deshalb ist die Abrechnungsart nicht „egal“: Kulanz kann mir im Wiederholungsfall innerhalb der laufenden PSG den Weg zur normalen Abwicklung verbauen, wenn das Autohaus nicht mitspielt.


    Zusätzlich kommt noch das Thema Folgeabwicklung/Wiederholungsschaden dazu: Bei einer „sauberen“ Abwicklung über die PSG ist dokumentiert, dass ein Garantiefall vorlag und damit auch, dass der Garantiegeber grundsätzlich im Rahmen der Bedingungen leistet. Läuft es dagegen als Kulanz („ohne Anerkennung einer Rechtspflicht“), fehlt oft genau diese Einordnung – und im Wiederholungsfall wird dann nicht über eine reguläre Garantieabwicklung gesprochen, sondern wieder über reines Entgegenkommen. Genau das ist der Grund, warum Kulanz später als „Einzelfall erledigt“ abgebügelt werden kann.


    Zur Frage „wie lange muss das neue Teil funktionieren“: Einen festen gesetzlichen Zeitraum nach dem Motto „Ersatzteil muss mindestens X Monate halten“ gibt es so nicht als allgemeine Regel. Bei der PSG ist entscheidend, ob der erneute Defekt während der laufenden Garantiezeit auftritt und ob er vom Deckungsumfang erfasst ist – eine automatische „neue 2-Jahres-Laufzeit“ für das getauschte Teil entsteht typischerweise nur, wenn das ausdrücklich in den Bedingungen steht. Bei Kulanz gibt es hingegen regelmäßig gar keinen verlässlichen Zeitrahmen, weil Kulanz eben freiwillig ist und keine fortlaufende Einstandspflicht begründet.


    Wenn ich den rechtlichen Vergleich zur gesetzlichen Gewährleistung ziehe (nicht PSG, sondern Verkäuferhaftung) : Dort geht es nicht um „Haltedauer“, sondern um die Frage, ob ein (ursprünglicher) Mangel vorliegt und ob der Verkäufer Nacherfüllung leisten muss; außerdem kann im Verbrauchsgüterkauf die Verjährung, wenn sich der Mangel rechtzeitig zeigt, mindestens vier Monate ab Auftreten des Mangels „nach hinten“ abgesichert sein (§ 475e BGB).


    Das zeigt ganz gut, warum „Kulanz“ im Verlauf so problematisch ist: Sie ersetzt keine klare Anspruchsgrundlage und keine saubere Folgeabwicklung.

    Während der BMW Premium Selection-Garantie (typischerweise Jahr 4 und 5) kann es passieren, dass BMW ein Bauteil auf Kulanz tauscht. Klingt erstmal super – ist es kurzfristig auch. Was viele aber nicht wissen: Ein Kulanz-Tausch heißt nicht automatisch, dass das ersetzte Teil anschließend wieder „neu“ abgesichert ist – also z. B. dass eine zusätzliche 2-Jahres-Laufzeit startet oder dass du zumindest eine saubere Absicherung bis zum Ende der laufenden Garantie hast, wie viele das erwarten. Und wir reden hier nicht über 50-€-Kleinkram, sondern teilweise über Teile, die 3.000–4.000 € kosten können.


    Was es zusätzlich schwierig macht: Oft wirst du gar nicht aktiv darüber informiert, ob der Tausch über die PSG läuft oder als Kulanz verbucht wird. Du bekommst am Ende einfach die Info „ist erledigt“ – und erst später merkst du, welche Abrechnungsart dahintersteckt. Meiner Meinung nach ist das nicht zufällig: Mit der Kulanz-Lösung kann BMW sich im Zweifel extrem viel Geld sparen, weil eben nicht die gleiche Absicherung/Logik wie bei einem „sauberen“ Garantiefall greift.


    Und genau hier entsteht das Problem: In der Praxis heißt es dann oft, die PSG (bzw. Premium Selection) hätte den Austausch abgelehnt und würde „höchstens den Einbau“ zahlen – das Teil übernimmt BMW dann „ausnahmsweise“ auf Kulanz, oder auch einfach ganz „freiwillig“ auf Kulanz (obwohl das in vielen Fällen aus Kundensicht ein typischer PSG-Fall wäre). Viele sind damit völlig zufrieden: Hauptsache repariert, und man spart Geld.


    Blöd wird es dann, wenn das gleiche Teil nach kurzer Zeit wieder ausfällt – zum Beispiel nach einem halben Jahr. Wenn die PSG/Premium Selection bis dahin vielleicht schon ausgelaufen ist, stehst du im Zweifel ohne Anspruch da. Denn offiziell lief die Sache eben nicht als sauberer Garantiefall, sondern als Kulanzlösung – und damit ist die erwartete Absicherung für das Ersatzteil nicht eindeutig bzw. oft schlicht nicht gegeben. Dann beginnt die Diskussion: „War Kulanz“, „ist leider vorbei“, „können wir nichts machen“ – und am Ende zahlst du womöglich aufgrund "Kulanz" alles selbst. Und wenn das Problem z. B. am Ende der Premium Selection aufgetreten ist und du inzwischen Repair Inclusive hast, heißt es dann gern, dass der alte Fehler ja noch aus der PSG-Zeit stammt – und Repair Inclusive da nichts machen kann.

    Mein Tipp: Wenn in Jahr 4/5 ein Teil getauscht werden soll, unbedingt vorher klären und schriftlich festhalten lassen, wie es abgerechnet wird (Garantie/PSG vs. Kulanz) und welche Absicherung du für das neue Bauteil danach tatsächlich hast. Lasst euch idealerweise auch die Abrechnungsart auf dem Auftrag/Rechnungsbeleg bestätigen. Kurzfristig „geht schon irgendwie“ kann langfristig teuer werden.


    Dankt mir später.


    [Link zur Erweiterten Erklärung]

    Achtung: Warnung für alle Leute die so nachlässig sind wie ich, nicht lesen können und den Verkäufer nicht fragen:


    Wenn man heute Repair inkl. auswählt und sich durchklickt, bekommt man im Schritt vor der Bezahlung das Vertragsangebot

    "Versicherungsvertrag mit der Real Garant Versicherung AG" als PDF geladen.


    ABER: Die Vertragsdauer startet dann sofort. Ich würde hier über einen Monat verschenken, da bei mir noch die normale 5 Jahresgarantie vom Kauf läuft.

    Danke für den Tipp. Ich würde es trotzdem nicht bis zum letzten Tag hinauszögern – gerade wenn das Auto dann schon über fünf Jahre alt ist. Sonst rutscht man schnell in deutlich schlechtere Vertragskonditionen.

    Frag doch erstmal nach ob du Premium selection überhaupt verlängern kannst.

    Sonst bleibt nur Repair Inclusive

    Das geht leider nicht: Premium Selection ist nur einmalig möglich – maximal 2 Jahre und direkt im Anschluss an die Werksgarantie. Danach bleibt nur noch Repair Inclusive; das ist aber zu 99 % das Gleiche.

    Mein Sohn hat gerade beim Kauf seines 330d 2jahre PS bekommen inklusive Option ein weiteres Jahr zu verlängern, der Verkäufer sprach von 359€ 🤷‍♂️

    Ich würde das mal beim verkaufenden Händler nachfragen. Natürlich musst du in der Zwischenzeit alle Services nach Vorschrift beim Freundlichen erledigt haben.

    Hmm, ich hatte damals 500€ bezahlt ... aber vielleicht auch weil es ein M340i war/ist.

    bei mir sind es ca. 960€ die ich zahlen müsste (hatte zuvor 5 Jahre Garantie ab Werk, wobei mir nicht klar war, dass das nicht direkt über BMW lief)

    habe aber in den 5 J unter 20tkm zurück gelegt, da ich 3 Fahrzeuge habe.

    Seltsam – das waren dann aber vermutlich nicht fünf Jahre dieselbe Werksgarantie, sondern eher 3 Jahre Werksgarantie + eine Neuwagen-Anschlussgarantie. Das wäre dann wohl Euro Plus und ist im Grunde zu 99 % vergleichbar mit PSG bzw. Repair Inclusive.

    Ich würde das machen. Als ich 2024 meinen Gebrauchten gekauft habe, gab es zwei Jahre PS und dann könne man auch noch später verlängern, direkt ginge es nicht... und das geht ja nun gar nicht mehr. Und die Real Garant kann man auch immer nur für ein Jahr abschließen, d.h. jedes Jahr wieder zum Check vorstellig werden (29€). 🙄

    Hmm, das kann ich so nicht bestätigen. Mein Auto war beim Abschluss von Repair Inclusive vor ein paar Wochen 4,99 Jahre alt, und ich konnte noch um 2 Jahre verlängern – das habe ich auch gemacht. Ab über 5 Jahren werden die Konditionen allerdings deutlich schlechter.

    BMW Händler schickt den Link für die Repair (bei BMW Niederlassung kostet das, meine BMW Werkstatt hat das kostenlos gemacht, da ich den Wagen dort immer hin bringe).

    Sei froh – ich habe das bei meinem zweiten BMW-Autohaus direkt zusammen mit AU/TÜV und Kundendienst machen lassen und musste dafür 100 € extra zahlen.


    Das Autohaus, bei dem ich sonst bin, wollte es dagegen gar nicht machen. Ich habe es sechs Wochen lang versucht – ohne Erfolg: „Haben wir noch nie gemacht“, „Wissen nicht, wie das geht“, „Wir rufen zurück“ (kam natürlich nichts), und dann: „Die einzige Mitarbeiterin, die das kann, ist seit Längerem krank.“ Ja, klar.

    Der Link, den man erhält ist angeblich nur einen Monat gültig. Bei mir hat er länger gehalten, da ich mich zwischendurch noch einmal angemeldet habe.

    Genau, anmelden innerhalb eines Monats ist das A und O ... abschließen kann man später.

    Hatte dann mal bei der Real Garant angerufen und die Info erhalten, dass man den BMW Händler vor jedem Reparaturauftrag informieren muss, dass man bei der RG die Versicherung hat und dann die Rechnung nur in Absprache mit der Versicherung bezahlen soll.

    Das stimmt. Der Unterschied ist aber: Bei der PSG ist das Autohaus, das den PSG-Vertrag abgeschlossen hat, der Garantiegeber und rechnet dann über Real Garant ab. Bei Repair Inclusive läuft es direkt über dich – du hast den Vertrag unmittelbar mit Real Garant.

    Hallo zusammen,


    die beiden Treffen 2026 für Geilenkirchen und Österreich sind eingetragen: [LINK]


    Gerne dürfen sich alle, die an einem der Treffen teilnehmen oder Lust auf ein Treffen in ihrer Region haben sich noch in unsere Postleitzahlenliste eintragen.


    Folgende Mitglieder können sich noch eintragen, welche sich an den oberen Treffen bereits angemeldet haben:


    XStoneX
    wusl
    mini-pli
    niCe84
    michi73309
    straight-six
    Luca#96
    FlexAC
    Hyperion
    Fenix
    AndyCorvetti
    Schnitzelicious
    Riedel89
    Stevy40i


    Bitte einfach hier im Thread nach folgendem Muster posten: @Username 88xxx


    Viele Grüße
    Christoph

    Im Nachhinein wurde ich vom BMW-Händler und von einem spezialisierten NVH-Diagnoseunternehmen leider falsch bzw. unzureichend unterstützt.

    Mich würde interessieren, was die NVH-Messung gezeigt hat. In der Auswertung lässt sich in der Regel sehr gut unterscheiden, ob die Vibrationen von den Rädern (FT/RT), vom Motor (E) oder vom Differential (P) kommen. Solange das nicht eindeutig ist, bleibt es am Ende leider nur Rätselraten.


    Du müsstest doch damals auch so ein Protokoll bekommen haben, oder? [Link]


    VG
    Christoph