Beiträge von Christoph

    Hallo Julian,


    vielen lieben Dank, freut mich, dass du eine Messung gemacht hast :thumbup:

    1. Ich habe dein Diagramm analysiert:


      NVH.gif

      Die grüne Linie lässt sich sauber als T1 einordnen. Darüber kann man die Geschwindigkeit berechnen.
      In deinem Verlauf liegt diese rechnerisch bei ca. 112,4 bis 127,4 km/h.
      Die blaue Schwingung im Bereich 44–48 Hz ist dabei fast wie aus dem Lehrbuch und mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ein Mix bzw. eine Überlagerung aus P1 und T3.


    2. Du hast sehr wahrscheinlich das gleiche Problem wie ich:
      Im relevanten Bereich zwischen 0 und 50 Hz sieht dein Muster im Prinzip genauso aus wie bei mir.
      Also nicht nur eine einzelne Schwingung, sondern sehr wahrscheinlich eine Überlagerung aus Rad-/Reifenordnung (T3) und Antriebsstrangordnung (P1).

      Der Grund, warum es bei dir eher wie eine dicke Linie aussieht und bei mir eher wie zwei getrennte Linien, liegt sehr wahrscheinlich an der Darstellung bzw. Auflösung:
      P1 und T3 liegen in diesem Bereich nur ungefähr 2,5 Hz auseinander. Wenn man gleichzeitig über einen relativ großen Bereich misst, zeichnen sich beide im Diagramm eher als ein breites gemeinsames Frequenzband ab statt als zwei sauber getrennte Linien.
      Deshalb ist das Muster inhaltlich sehr wahrscheinlich das gleiche wie bei mir, nur bei dir optisch stärker zusammengeschoben.


    3. Was bei der Messung noch wichtig ist:
      Ich habe selbst ein iPhone 15 Pro, das in der App aber nur bis 50 Hz messen kann.
      Bei dir geht die Messung bis 236 Hz, dadurch wird der wichtige Bereich zwischen 0 und 50 Hz natürlich viel stärker zusammengedrückt dargestellt.


    4. Was man unter Rohdaten noch sieht:
      Im sehr kurzen Rohdaten-Ausschnitt von nur etwa 0,2 Sekunden sieht man am Schluss, dass die stärkere Vibration auf der Z-Achse liegt. Wenn ich richtig liege und das Smartphone dabei flach lag, würde das eher für eine Schwingung hoch und runter sprechen und nicht vor und zurück oder seitlich. Laut Amplitude in m/s² hat es in diesem Moment auch ordentlich gerappelt. Wegen des sehr kurzen Zeitfensters ist das für sich allein aber noch nicht wirklich belastbar, sondern eher ein zusätzlicher Hinweis.


    5. So kannst du im relevanten Bereich feiner messen:
      Wenn du unter „Einstellungen“ die Messwerte nur auf 256 stehen hattest, ist das ziemlich grob. Stell das mal auf 4096 Messwerte hoch. Dann wird die Darstellung deutlich feiner und du kannst vielleicht P1 und T3 getrennt sehen, statt nur ein gemeinsames Band zwischen 44 und 48 Hz.

    Unterm Strich:

    Das Bild spricht mit hoher Wahrscheinlichkeit für denselben Effekt wie bei mir, also einen Mix aus P1 und T3. Für die ganz saubere Bestätigung müsste man den relevanten Bereich aber noch einmal gezielt mit höherer Auflösung im interessanten Frequenzbereich messen. Man kann im Wasserfalldiagramm auch zoomen, allerdings ist das in der Live-Ansicht ein bisschen „buggy“.


    VG

    Christoph

    Entschuldigung, dass ich so lange nicht geantwortet habe. Ich habe das Unternehmen um eine Erklärung gebeten, was genau du meinst. Sie geben jedoch an, dass dies bei mir nicht der Fall ist. Sie sagen, dass es nicht von der Motordrehzahl abhängt.

    Ich sehe bereits, dass das Unternehmen den Sachverhalt nicht richtig verstanden hat. Weder bei mir noch bei dir liegt eine Frequenz vor, die auf den Motor oder das Schaltgetriebe hindeutet. Was wir jedoch gemeinsam haben, ist die T3-Anregung, die vermutlich von solchen Tripodgelenken verursacht wird, da diese pro Radumdrehung drei Schwingungen erzeugen.

    44329-bild3-jpg

    Ich habe jedoch ein Update für die Leser hier. Pech gehört wohl dazu. Das vollständig überholte Differential ist kaputt. Seit einer Woche höre ich ein Rasseln aus dem Differential. Ich war auf der Autobahn und bin über 200 km/h gefahren, danach hörte ich bei etwa 80 km/h ein seltsames Geräusch, als ob etwas locker wäre oder die Reifen irgendwie schief abgenutzt wären.


    Ich habe ein Video davon aufgenommen, das werde ich hier gleich hinzufügen. Deutlich nich fachrecht überholt.

    Hier wäre es spannend zu wissen, was deine Messung ergibt – ob tatsächlich das Achsgetriebe die Ursache ist oder doch die Achswelle mit den Tripodgelenken.

    Ich bin hier auch interessiert. Dass wir vergleichen können. Dass Firma wirkt leider nicht so mit auf meine frage.

    Falls du mit der ‚Firma‘ deine Werkstatt meinst, liegt das vermutlich daran, dass dort nicht das nötige Fachwissen vorhanden ist, um eine solche Messung korrekt einzuordnen. Das erkennt man ja schon an der Aussage oben, dass die Ursache nicht vom Motor kommt.

    und mir gerade aus unserem IT-Lager doppelseitiges Klebeband geschnappt.

    Pass nur auf, dass das Klebeband nicht zu gut hält, Klettband oder Gummi wäre sicherer – nicht, dass am Ende noch Lack und Leder vom Lenkrad mit runterkommen ;)

    Welche Messung genau muss ich dort starten? Es gibt mehrere Kategorien.... Sensoren.. Akustik....Alltag etc. :)

    Schau dir am besten Punk 3 und 4 von meinem NVH Thread an, da steht es genau drin. Werkzeuge -> Beschleunigungsspektrum -> Verlauf.

    2026-04-22_16-06-25.jpg

    Dann würde ich das um 16:00 Uhr direkt mal starten und 15km nach Hause fahren.

    Kannst du machen. Ich würde dir aber fast empfehlen, das erstmal auf einer ruhigen, sicheren Straße zu testen, damit du ein Gefühl dafür bekommst, wie es überhaupt funktioniert.

    Das werde ich wohl selbst einmal machen. Eine schöne Wochenendaktivität. Ich denke, es ist aber sinnvoll, auf einer guten, geraden Fahrbahn zu fahren, oder?

    Schau dir am besten Punkt 13 in meinem NVH Thread an, da ist es genau beschrieben. Ja, am besten auf einer sicheren Strecke mit möglichst wenigen Fahrbahnunebenheiten wie Querfugen oder Schlaglöchern, weil diese natürlich ebenfalls angezeigt würden. Glaub mir, du wirst dafür schnell ein Gefühl bekommen.


    2026-04-22_16-10-27.jpg


    Viele Grüße

    Christoph

    Mein Fahrzeug ist auch tiefergelegt, habe allerdings einen 320d anstatt wie der TE einen 330e. Macht es Sinn wenn ich die App auch mal installiere und prüfe?

    Ich kenne mich damit gar nicht aus. Christoph Macht es Sinn wenn ich meine App auch mal von 0 bis 160 km/h mitlaufen lasse und das Ergebnis hier teile?


    Hab keine Probleme mit Vibrationen oder ähnlichem. Aber evtl. macht es Sinn Daten zu haben von einem Fahrzeug wo kein Vibrieren auftritt ?
    Oder ist das eher Schwachsinn ? Ich danke dir im Vorraus :)

    Das würde auf jeden Fall Sinn ergeben und sicherlich auch andere ermuntern, da die Messung wirklich kein Hexenwerk ist :m0002:


    Die Messung selbst ist ganz einfach: Du befestigst das Smartphone unten an der Spange mit einem Gummi- oder Klettband und startest dann in der App die „Aufnahme“. Danach wird dir das Wasserfalldiagramm angezeigt. Dort kann man erkennen, bei welchen Frequenzen Auffälligkeiten auftreten.


    Am besten machst du während der Messung zusätzlich eine Bildschirmaufnahme. So kannst du dir das Ganze später noch einmal als Video ansehen und es bei Bedarf auch mit uns teilen.

    Anschließend schaust du in der Excel-Datei nach, bei welcher Geschwindigkeit welche Frequenz auffällig ist.


    Wichtig ist dabei: Mit der Messung lassen sich schon sehr kleine Unwuchten, zum Beispiel am Rad, erkennen. Deshalb kann auch etwas deutlich angezeigt werden, obwohl es in der Praxis noch gar nicht kritisch ist. Die App hebt immer die stärkste gemessene Schwingung hervor – auch dann, wenn sie mit zum Beispiel 0,1 m/s² so gering ist, dass man sie gar nicht spürt. Nur weil also etwas sichtbar ist, bedeutet das nicht automatisch, dass ein Problem vorliegt.


    Wenn die Vibrationen allerdings ab einer bestimmten Geschwindigkeit spürbar werden und gleichzeitig auch im Wasserfalldiagramm sichtbar auftauchen, kann man davon ausgehen, dass genau diese Frequenz dazugehört. So lässt sich anhand der Exceltabelle eingrenzen, aus welchem Bereich die Ursache wahrscheinlich stammt, zum Beispiel eher von den Rädern oder vom Antriebsstrang.


    VG
    Christoph

    Ich werfe meinen NVH-Thread mal mit rein:


    NVH-Thread.jpg


    Die Messung ist eigentlich recht einfach: App installieren, das Smartphone im Fahrzeug zum Testen nutzen und einen Screenshot vom Spektrogramm bzw. Wasserfall posten, damit man sehen kann, ob verschiedene Fahrzeuge ein ähnliches Muster zeigen oder ob eher unterschiedliche Ursachen dahinterstecken.


    Ich suche selbst noch nach der Ursache, aber vielleicht kann man sich über vergleichbare Daten gegenseitig besser weiterhelfen.

    VG
    Christoph

    Ich werfe meinen NVH-Thread mal mit rein:


    NVH-Thread.jpg


    Die Messung ist eigentlich recht einfach: App installieren, das Smartphone im Fahrzeug zum Testen nutzen und einen Screenshot vom Spektrogramm bzw. Wasserfall posten, damit man sehen kann, ob verschiedene Fahrzeuge ein ähnliches Muster zeigen oder ob eher unterschiedliche Ursachen dahinterstecken.


    Ich suche selbst noch nach der Ursache, aber vielleicht kann man sich über vergleichbare Daten gegenseitig besser weiterhelfen.

    VG
    Christoph

    Ich werfe meinen NVH-Thread mal mit rein:


    NVH-Thread.jpg


    Die Messung ist eigentlich recht einfach: App installieren, das Smartphone im Fahrzeug zum Testen nutzen und einen Screenshot vom Spektrogramm bzw. Wasserfall posten, damit man sehen kann, ob verschiedene Fahrzeuge ein ähnliches Muster zeigen oder ob eher unterschiedliche Ursachen dahinterstecken.


    Ich suche selbst noch nach der Ursache, aber vielleicht kann man sich über vergleichbare Daten gegenseitig besser weiterhelfen.

    VG
    Christoph

    Nach gut 3 Monate Recherchieren halte ich die Radnabe, bzw. deren Modifizierung ab der G-Serie als einen, nicht allen, jedoch der größten Ursachen für die Vibrationen. Verkleinerung der Auflagenfläche der Flansche durch Aussparungen und kleineren Außendurchmesser, Verkleinerung des Schraubenlochkreises von 120mm auf 112mm, Verkleinerung Felgenzentrieaufnahme, gepaart von zweiteiligen Bremsscheiben (Alu-Topf, der in die Flanschfläche der Radnabe eingedrückt wird), plus höheres Fahrzeuggewicht.

    Wird der Radsatz einmal falsch montiert, eine Radschraube stärker angezogen, als die soll/darf, während die restliche 4 noch lose sind, drückt sich der Flansch der Radnabe in den Alu-Topf der Bremsscheibe ein, was dazu führt, dass die Bremsscheibe und die Felge nicht mehr plan zur Radnabe laufen, was auch zur Vibrationen führen kann. Hier sollen dann die Blech-Reibwertscheiben helfen. Wenn jedoch die Scheiben schon beschädigt sind, ist es auch schon zu spät.

    Ich habe mir das jetzt erst genauer angeschaut und den Zusammenhang richtig verstanden. Zuvor hatte ich das nicht wirklich auf dem Schirm, weil ich davon ausgegangen war, dass dadurch eine T1-Vibration ausgelöst wird, was bei mir bislang nicht der Fall ist beziehungsweise nicht im Vordergrund steht. Inzwischen halte ich es aber für gut möglich, dass es dennoch damit zusammenhängt, weil sich die Vibrationen gegenseitig aufschaukeln können.


    T1 Eingedrückte Bremsscheibe → T1 Blumen Radnabe → zu → T3 Achswelle mit Tripodgelenk → zu → P1 Vorderachsdifferenzial / Vorderachsgetriebe

    Bild1.jpg Bild2.jpg Bild3.jpg Bild4.jpg

    Würde genau in mein Vibrationsbild passen:

    44279-wasserfalldiagramm3-jpg


    Das es bei einem Radwechsel "verhuntzt" werden kann? Wenn man alles richtig macht, nicht. Alle fünf Schrauben nach und nach, überkreuz anzieht und dabei das Drehmoment von max. 130-140Nm einhält, nein. Ich kann es mir jedoch vorstellen, dass wenn man mit einem Schlagschrauber, der deutlich mehr Schlagkraft als nötig hat, direkt anballert, ja.

    Bei mir haben die Probleme ja ziemlich direkt nach dem Wechsel des Vorderachsgetriebes Ende 2023 begonnen. Daher ist es durchaus denkbar, dass beim Aus- und Einbau auch Bremsscheiben und Radnaben in Mitleidenschaft gezogen wurden oder sich dort eine zusätzliche Ursache ergeben hat.

    Mein Händler ist nun dabei, sich mit BMW-Autohäusern auszutauschen. Sonst noch nichts neues

    Eine Lösung hat die Werkstatt noch nicht.

    Die von dir genannte NVH-Messung hört sich für mich gut an. Leider ist die -Stand jetzt- von BMW nicht zertifiziert und wird hier nicht anerkannt.


    Wir in der Werkstatt bzw ich als Servicetechniker sind uns da aber leider die Hände gebunden. Wir können nur mit dem arbeiten, was uns BMW in solch einem Fall anbietet. Und da kann ich dir leider sagen nix! Bei solchen Themen sind wir in Verbindung mit dem technischen Support “Räder&Fahrwerk“ und können nur das abarbeiten, was uns vorgeschlagen wird. Diese Dokumentation wird dann auch für eine Gewährleistungsabrechnung hinzugezogen.

    Das ist vermutlich auch kein Wunder, wenn man so etwas nur über Datenbanken bewerten will, ohne am Fahrzeug jemals wirklich gemessen zu haben. Gerade bei NVH-Themen halte ich das für wenig zielführend, weil Vibrationen, Geräusche und Schwingungen am Ende messbar sein sollten und nicht nur theoretisch eingeordnet werden.


    NVH wird bei BMW in der Fahrzeugentwicklung doch ebenfalls eingesetzt. Deshalb kann ich mir kaum vorstellen, dass BMW das grundsätzlich als Voodoo ansieht. Umso erstaunlicher ist es, wenn so eine Messung im Service dann praktisch keine Rolle spielen soll.


    Bei Mercedes ist so etwas meines Wissens deutlich selbstverständlicher. Und normalerweise sind es doch eher die Schwaben, denen man ein besonders ausgeprägtes Kostenbewusstsein nachsagt.

    MBNVH.jpg


    • Stell dir vor, in einem geschlossenen Karton liegen drei elektrische Rasierer.
    • Einer schwingt mit 80 Hz, einer mit 85 Hz und einer mit 95 Hz.
    • Alle drei sind im Karton, aber eingeschaltet ist entweder nur einer oder vielleicht sogar zwei gleichzeitig.
    • Öffnen darfst du den Karton nicht.
    • Dann kann ich natürlich theoretisch in einer Datenbank nachsehen, welcher Rasierer oder welche Kombination passen könnte. Die Frage ist nur: Wie soll man das allein über eine Datenbank eindeutig erkennen? Dort steht vielleicht, welche Frequenz ein einzelner Rasierer theoretisch erzeugt, aber nicht, welcher davon in diesem Moment tatsächlich läuft oder ob vielleicht sogar zwei gleichzeitig aktiv sind.
    • Oder ich messe eben kurz die Vibration am Karton.
    • Wenn ich dort 85 Hz sehe, habe ich schon einen sehr klaren Hinweis.
    • Wenn ich 80 Hz und 95 Hz gleichzeitig sehe, weiß ich sogar, dass vermutlich zwei Verursacher aktiv sind.
    • Genau deshalb halte ich Messen bei NVH-Themen für deutlich zielführender, als nur theoretisch in Datenbanken zu suchen.

    Btw: Probefahrten werden nicht vergütet! Die gehen zu Lasten des Händlers. Zusätzlich kommen hier ganz schnell >500km zusammen. Ne Tankfüllung kostet im Moment äääh n Vermögen 😬

    Bei mir ist es bislang vor allem mein selbst getanktes Shell V-Power, das bei den ganzen Probefahrten draufgeht :thumbup:.

    Auch wenn dir mein Gesabbel nicht weiterhilft, wünsche ich dir auf jeden Fall ein positives Ergebnis.

    Bin gespannt…

    Doch, das hilft mir durchaus weiter. Und ich bin wirklich sehr froh, dass du hier im Forum bist. Deine Beiträge und der Austausch sind auf jeden Fall viel wert. Danke dir — ich bin ebenfalls gespannt, was am Ende herauskommt.

    Das tönt doch mal schlüssig. Das könnte doch auch die Ursache für unser Problem sein. Das würde ja heissen, das ganze Rad liegt nicht mehr sauber auf. Ich werde nächste Woche einmal eine Bremsscheibe demontieren und nachschauen. Mal sehen, ob die eingedrückt ist. Ich werde berichten.

    Das würde mich interessieren. Auf dem Bild (zoom)sieht man ganz gut, wie es aussieht, wenn die Radnabe eingedrückt ist.


    Bild1.jpg

    Wie kommt Ihr eigentlich immer an solche Infos? :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: .

    Durch reine Verzweiflung ^^

    Übrigen, Top Anleitung für die Handy Vibrationsmessung.

    Danke, mich würde mal interessieren, wie das Spektrogramm bei dir aussieht. Dann könnte man besser einordnen, was bei dir genau los ist, und auch sehen, ob es tatsächlich „dasselbe Problem“ ist oder ob unterschiedliche Ursachen dahinterstecken.

    Bei mir gibt es soweit neues, dass die BMW-Werkstatt die Reifen, die ja bereits neu sein sollen, beim Prüfen der Räder auf einer Hunter-Maschine als Unrund eingestuft haben soll. Bei Montage eines Test-Radsatzes hätte der Wagen keine Vibrationen verursacht. Der Händler montiert nun einen komplett neuen Reifensatz und es soll alles "gut" werden. Wenn nicht, wird der Wagen zurück genommen/gegeben.

    Dabei hat die Händlerwerkstat bereits fast einen Monat mit dem "Prüfen" der Räder (siehe meinen ersten Post) vergoldet.

    Ich persönlich glaube nicht an die "Reifenlösung", das hätte die Händlerwerkstatt schon selbst festgestellt.

    Bei mir gibt es inzwischen auch etwas Neues: Nach Rücksprache mit München soll das Ganze noch einmal mit unterschiedlichen Radsätzen neu bewertet werden. Bis diese Info kam, sind allerdings auch schon fast 2–3 Wochen vergangen. Das Symptom tritt bei mir sowohl mit Sommer- als auch mit Winterradsatz auf. Die Räder wurden bereits letztes Jahr per Road-Force bewertet, und ein anderer Radsatz aus der Werkstatt wurde ebenfalls schon getestet (dieser allerdings nur bis 100km/h, warum auch immer).


    Zusätzlich habe ich ausführlich auf das Thema Radnaben hingewiesen, inklusive Fotos und einer Beschreibung, worin das mögliche Problem liegen könnte. Mal sehen, ob das jetzt bei der weiteren technischen Bewertung mit einbezogen wird.


    Wenn das am Ende eher in Richtung Abwiegelung geht, könnte man sich natürlich schon fragen, ob dahinter womöglich ein größeres technisches Thema steckt, das man nicht allzu gerne vertiefen möchte. Das ist ausdrücklich nur eine Vermutung, aber falls es tatsächlich so sein sollte, wäre das natürlich trotzdem bemerkenswert. Dann wäre vermutlich auch nicht nur mein Fahrzeug betroffen.


    Frage an G21-Pilot: Konntest du inzwischen etwas dazu herausfinden, ob es bei den Radnaben unterschiedliche Revisionen gibt? Den Bildern nach scheint es diese ja zu geben. Die Frage wäre nur, woher man dazu belastbare Informationen bekommt und ob die geänderte Ausführung überhaupt regulär im Teileprogramm geführt wird.


    Bild2.jpg

    Habe auch die Theorie bereits geäußert. Betrifft übrigens alle G-Modele. Hier versucht BMW es ja auch mit den "Reibwerterhöhende Scheiben", die zwischen Radnabe und Bremsscheibe gelegt werden, Pfusch-Abhilfe zu leisten.... Damit wird die punktuelle Presskraft etwas besser verteilt, so, dass die Nabe nicht so tief in den Alu-Topf eindringt. Die Scheiben kosten ein Vermögen, was auch eine Frechheit ist! Die sollten sie kostenlos, bei Beschwerden wegen Vibrationen, montieren!. Meine Meinung.

    Woher kommt diese Information? Was kosten die? Haben die das bei dir schon ausprobiert?

    Das Finale ist nah.

    Heißt das dann bei dir schon Hop oder Top?

    Ich habe wenigstens ein Ersatzwagen.

    Ich habe gestern noch einmal nachgefragt. Wenn das Problem bis diesen Freitag nicht gelöst ist, bekomme ich einen Leihwagen.


    VG

    Christoph

    Und was sagen die so alles auf Russisch? :)

    Achtung G05-Fahrer: Die wahre Ursache für Bremsvibrationen (nicht nur die Scheiben!)

    Hallo zusammen,


    viele von uns kennen das Problem: Der BMW X5 G05 neigt zu massivem Bremsrubbeln, oft schon nach wenigen tausend Kilometern. Ein aktueller technischer Deep-Dive (Quelle: YouTube-Kanal „Tro-nik“) zeigt nun, dass das Problem meist gar nicht an „verzogenen“ Scheiben liegt, sondern an einem Konstruktionsfehler der Radnabe in Kombination mit zu weichem Material der Bremsscheibentöpfe.

    1. Das Problem: Die „Blüten-Nabe“

    BMW hat beim G05 (und auch G11/G30) eine Radnabe verbaut, die zur Gewichtseinsparung Aussparungen hat – sie sieht fast aus wie eine Blüte oder ein Kleeblatt.

    Der Effekt:

    • Die Auflagefläche zwischen Radnabe und dem Aluminium-Topf der Bremsscheibe ist dadurch extrem gering.
    • Durch die punktuelle Belastung drückt sich die Form der Nabe in das Aluminium des Bremsscheibentopfes ein (plastische Verformung).
    • In Messungen wurde festgestellt, dass sich der Topf um bis zu 90 Mikron verformen kann. Da dies ungleichmäßig geschieht, steht die Reibfläche der Scheibe nicht mehr plan, was zum Schlagen führt.

    2. Messwerte: BMW/ATE Material zu weich?

    In Materialtests (Brinell-Härte HB) schnitten die Original-Alu-Töpfe von BMW/ATE deutlich weicher ab als die Konkurrenz:

    • BMW/ATE Original: ca. HB 30–37.
    • Zum Vergleich: SHW liegt bei HB 61, Brembo bei HB 75 und Porsche/SGL sogar bei HB 121.

    Das weiche Material gibt unter dem Druck der unvorteilhaft geformten Nabe einfach nach.

    3. Hat BMW bereits etwas geändert?

    Ja, BMW hat reagiert. Es gibt mittlerweile eine neue Revision der Radnabe, bei der die „Blütenform“ aufgegeben wurde.

    • Die neue Nabe hat eine vollflächige, kreisförmige Auflagefläche, was den Druck gleichmäßig verteilt.
    • Die Konstruktion wurde massiv verstärkt; im Vergleich zur alten Version ist die Auflagefläche deutlich vergrößert worden.

    Das Kuriose: Obwohl die neue Version existiert (und z.B. bei neueren Rolls-Royce Modellen bereits ab Werk verbaut wird), werden selbst bei brandneuen Fahrzeugen (im Video ein Modelljahr 2025 mit nur 2.000 km Laufleistung) teilweise noch die alten „Blüten-Naben“ ab Werk verbaut. Warum BMW hier zweigleisig fährt oder Restbestände aufbraucht, ist unklar.

    4. Was hilft wirklich?

    Ein reiner Tausch der Bremsscheiben auf Garantie löst das Problem oft nur kurzzeitig, da die Ursache (die Nabe) bleibt. Die dauerhafte Lösung laut Experten:

    1. Austausch der Radnaben gegen die neue, vollflächige Revision.
    2. Falls die Scheiben noch gut sind: Die Auflagefläche der (deformierten) Aluminium-Töpfe planparallel nachdrehen, damit sie auf der neuen Nabe wieder absolut gerade sitzen.

    Nach diesem Umbau lagen die Schlagwerte im Test bei ca. 30–40 Mikron, was absolut in der Toleranz liegt und das Zittern eliminiert.

    Hoffe, das hilft dem einen oder anderen bei der Argumentation beim Freundlichen!


    Hinweis: Die Informationen stammen aus einer detaillierten Analyse eines technischen Fachbetriebs (Tro-nik) an einem Kundenfahrzeug.

    Mein Auto steht seit dem 30.03. beim BMW-Autohaus.


    Am 02.04. kam die Rückmeldung, dass der Tausch des Vorderachsgetriebes nichts gebracht hat. Seitdem wurde am Fahrzeug selbst offenbar nichts mehr gemacht.


    0952d889-1829-4ab5-b612-50fbbb088f99.jpg


    Am 09.04. hieß es dann, dass es ab Montag mit Unterstützung aus München weitergehen soll und ich Bescheid bekomme. Letzte Woche habe ich nochmal nachgefragt, bisher aber ebenfalls keine Rückmeldung erhalten.


    Im Moment weiß ich also nicht, was genau passiert oder wie der nächste Schritt aussieht. Das Auto steht weiterhin dort, und ich bin inzwischen seit drei Wochen ohne Fahrzeug.


    Mal schauen, was die neue Woche bringt.


    VG

    Christoph

    10. Zusatz: Live-Monitoring im Auto


    Als zusätzliche Möglichkeit unter iOS könnt ihr euch auch die App Megaphon - Sprachverstärker ansehen. Die App ist kostenlos nutzbar, enthält aber recht störende Werbung. Zusätzlich gibt es ein Pro Upgrade, mit dem sie sich deutlich angenehmer verwenden lässt.


    Der Nutzen ist einfach: Wenn ihr ein Funkmikrofon zum Beispiel im Motorraum platziert und euer iPhone oder iPad gleichzeitig mit dem Fahrzeug – zum Beispiel über Apple CarPlay, AirPlay oder Bluetooth – verbunden ist, könnt ihr das ankommende Signal direkt im Fahrzeug ausgeben.


    Testfahrt2.jpg


    Dadurch kann das Signal über das Radio beziehungsweise die Lautsprecher im Auto wiedergegeben werden. In der App selbst kann man kaum etwas einstellen; genutzt wird im Grunde einfach die zuletzt angeschlossene Mikrofonquelle beziehungsweise der zuletzt verbundene Audioausgang. Für diesen Zweck reicht das aber oft schon völlig aus.


    Falls eine Verbindung einmal nicht direkt angezeigt wird, hilft es oft schon, das jeweilige Gerät – zum Beispiel den Funkempfänger des Mikrofons – kurz zu trennen und wieder neu zu verbinden. Im Unterschied zu manchen anderen kostenlosen Apps ist man hier außerdem nicht nur auf das interne Mikrofon beschränkt. Genau das ist hier der große Vorteil.


    Wichtig ist außerdem, Rückkopplungen zu vermeiden: Das Mikrofon sollte möglichst nicht den ausgegebenen Ton aus den Lautsprechern wieder aufnehmen, sonst kann es zu einer typischen Pfeif- oder Rückkopplungsschleife kommen.


    Durch mehrere Übertragungswege wie Funk, Bluetooth oder die zusätzliche Audioausgabe kann es außerdem zu einer kurzen Verzögerung kommen. Das, was am Mikrofon ankommt, wird also unter Umständen erst leicht verzögert auf den Lautsprechern wiedergegeben – je nach Aufbau im Milli- bis in Einzelfällen auch im Sekundenbereich.




    11. Wichtiger Hinweis


    Bitte führt solche Messungen immer auf eigene Verantwortung durch und achtet in erster Linie auf den Straßenverkehr.


    Am besten macht man eine Messfahrt zu zweit: Eine Person fährt, die andere beobachtet die Messung.


    Falls ihr allein unterwegs seid, startet die Aufnahme vorher, befestigt Smartphone und Mikrofon sicher und schaut während der Fahrt möglichst nicht auf das Gerät.


    Außerhalb des Innenraums gilt besondere Vorsicht: Das Mikrofon darf auf keinen Fall so befestigt sein, dass es sich lösen, an heiße, bewegliche oder rotierende Teile geraten oder andere Verkehrsteilnehmer gefährden kann.


    Viele Grüße
    Christoph



    Diese Anleitung ist aus einem persönlichen Fall entstanden, bei dem erst eigene Messungen und eine saubere Dokumentation den Weg zu einem positiven Ausgang ermöglicht haben.