Beiträge von master_p

    Das spannende ist tatsächlich, dass das so extreme Unterschiede gibt. Mein M240i damals hat auch angezeigt, dass Öl nachzufüllen ist. Da ich eh gerade in der Nähe eines BMW-Händlers war (der weder das Auto ausgeliefert hat, noch mich irgendwie als Kunden kennt) bin ich dorthin abgebogen und zum Teilehandel gegangen, damit die nachschauen, welches Öl der Wagen braucht etc. Der Kollege beim Teilehandel hat schnell im Computer geschaut, ins Regal gegriffen und mir eine 1L Ölflasche in die Hand gedrückt mit den Worten "Gute Fahrt". :thumbup:

    Das begegnet uns doch in allen Bereichen, sei es Tomaten die mal beim Aldi im Angebot sind, oder der Handwerker der seinen Konkurrenten unterbieten kann. Das ist doch normal im freien Markt.

    Im Gegensatz zu Aldi kann ich als Kunde aber den Preisvergleich nicht anstellen, weil die Preise Geheimsache sind und eben nicht transparent vorliegen. Dazu kommt, dass es im Gegensatz zu organischem Gemüse oder individuellen Dienstleistungen hier um ein Produkt geht, was absolut identisch ist, egal bei wem ich es kaufe. Warum wurden denn Vergleichsportale entwickelt, wo ich als Kunde die Produktbezeichnung eingebe und dann den günstigsten Preis finde? Genau weil nämlich genau das "der Markt" ist. Bei BMW ist der Preis ein absolut intransparenter Graumarkt von einem eigentlich volltransparent vergleichbaren Produkt. Und das ist etwas, was ich nicht mag.


    Meinetwegen kann ja jeder Händler seinen eigenen Preis öffentlich machen, dann kann ich als Kunde "auf dem Markt" auch transparent vergleichen, aber eben genau der Nasen- oder Onkelfaktor mißfällt mir.

    Mein Großvater hatte damals um 85 rum einen 560 SEL mit Autotelefon und jeder dem er das Auto gezeigt hatte, wollte unbedingt mal telefonieren weil das so etwas besonderes war und so gut wie niemand das kannte bzw. hatte

    Mein Vater hatte damals ebenfalls ein Autotelefon, weil er wirklich viel im Auto unterwegs war. Da war das Verbindungsgerät tatsächlich noch ein relativ großer Kasten im Kofferraum. Allerdings gab's das damals nichtmal ab Werk, sondern der Händler (oder irgendein Nachrüster) hat's eingebaut. Damals gab es aber schon offiziell bei BMW tatsächlich eine Mittelkonsole, welche die Händler bestellen konnten, wenn dort die Nachrüstung erfolgt ist.


    Das erste Telefon war tatsächlich noch das B-Netz(!). Damals "durfte" man zwar von dort aus schon selbst wählen (eben ohne Vermittlungsstelle), aber dafür musste man sich für jeden Sendemast neu "einwählen" und die Verbindung ist abgebrochen, wenn der alte Sendemast außer Reichweite war. Im Telefon war es also nur sinnvoll im Stand zu telefonieren. Auch konnte man damals nicht einfach die Empfängernummer anrufen und wurde verbunden, sondern man musste wissen, in welchem Bereich derjenige gerade mit seinem Auto ist und dann die "Funkbereich"-Vorwahl vor der eigentlichen Nummer wählen - richtige analoge Technik halt. :D


    Irgendwann kam dann das C-Netz Telefon, was schon sehr viel erheblich einfacher machte - unter anderem der Wegfall der Sendemast-Abbrüche, sodass man auch während der Fahrt telefonieren konnte und keine Funkbereich-Vorwahlen mehr brauchte. Aber auch da war das Gerät im Kofferraum noch ziemlich klobig. Wenn man bedenkt, dass man Heute ein volldigitales D-Netz hat mit (im Verhältnis) Miniaturgeräten - die ja jetzt tatsächlich wieder größer werden - bei tausendfach besserer Leistung. Manchmal wirklich unfassbar, dass das alles "erst" 50 Jahre her ist, da kann man sich echt nicht ausmalen, was in 2070 für Technik da ist.

    Und noch einmal, ich habe von meinem Händler 8% Rabatt bekommen. Er kennt auch keinerlei Vorgaben aus München.

    Es geht nicht um Vorgaben aus MUC und einem defacto unabhängig operierenden Händler vorzugeben, dass bitte keine Rabatte gegeben werden sollen ist auch rechtlich schwierig. Aber es gibt von BMW immer Modelle, die mit höheren Rabatten angeboten werden (vor allem im Leasing) oder aber der Händler steht kurz vor einer Bonusstufe beim BMW-internen Ranking und gibt seinen Verkäufern nochmal 5% frei, solange sie viel verkaufen oder das Geschäftsjahr des Händlers ist kurz vor Ende und die GF will nochmal die Zahlen schönen und geben deshalb etwas von ihrer Marge ab etc. Man ist am Ende (aktuell) Dingen "ausgeliefert", die man einfach nicht in der Hand hat und die von good-will und Glück abhängen und das ist, was mir bei Geschäftsgebaren (grundsätzlich) nicht gefällt und bei mir immer das Gefühl von "ich wurde beschissen" oder zumindest aber "es wär noch mehr gegangen" hinterlassen. Und ja da muss ich sagen, dafür nehme ich gerne den höheren Preis in Kauf, wenn ich dafür zu meinem lokalen Händler gehen kann und ich mir nicht überlegen muss, ob ich noch irgendwelche Händler in tiefster Ost-Provinz anschreibe, ob die ein besseres Angebot haben oder aber ich von der Gefälligkeit eines überheblichen Verkäufers abhängig bin, ob ich kleiner Fisch denn überhaupt einer Antwort oder gar eines Angebots würdig sind. Für mich(!) haben sich die Verkäufer hier mit ihrer Mentalität über Jahre hinweg keinen Gefallen getan und ernten jetzt (von mir!) das, was sie sich selbst gesät haben, nämlich die sofortige Ignoranz von Händlern und der sofortige Umschwung auf einen digitalen Weg direkt mit dem Hersteller, wo der Verkäufer überflüssig wird.

    Ohne diese Faktoren würden die Restwerte auch ganz anders aussehen. Hat nicht viel dem nicht rabattierten BLP zu tun.

    Nö. Andere Elektroautos unterliegen dem (bisher) normalen Wertverlust für Gebrauchtwagen. Unter anderem deshalb, weil die als Kauf- oder Leasingschnäppchen weit unterhalb des Marktwerts in den Markt gedrückt werden. Bei Tesla ist natürlich eine Sondersituation, dass die Nachfrage weit über dem liegt, was der Hersteller aktuell als Angebot hat. Die Sonderkonstellation betrifft aktuell ja viele Hersteller und da sieht es mittlerweile auf dem Gebrauchtwagenmarkt ähnlich aus. Aber bei Tesla ist dieses Phänomen schon sehr lange zu beobachten. Klar, wer für 80.000€ ein Auto kauft und auch 80.000€ zahlt, möchte nach 3 Jahren nicht nur 40.000€ wieder haben - das sind ja effektiv 50% Wertverlust. Aber wer für 80.000€ ein Auto kauft und dafür nur 66.000€ zahlt, der findet nach 3 Jahren das Angebot für 40.000€ ja sogar ganz nett - weil effektiver Wertverlust nicht 50% ist, sondern nur 33%. Die "nach 3 Jahren ist er nur die Hälfte Wert"-Daumenregel bezieht sich ja auch immer auf den Listenpreis vs. Gebrauchtwagenpreis, was realistisch betrachtet halt gar nicht stimmt(e).