BMW ist hier eigentlich sehr offen, aber die wichtigen Informationen stehen hier noch nicht. Beim i4 ist jede Zelle von unten einzeln erreichbar und kann geprüft und getauscht werden, etc., dafür kommt man aber an die Leistungselektronik NICHT ran ohne den gesamten Akku auszubauen.
In der Praxis hatte sich gezeigt, dass die Leistungselektronik aber sehr viel anfälliger als die Batteriezellen ist, sodass hier insgesamt der Aufwand sehr hoch war. Echte Akkutausche waren wohl kaum nötig.
In der Folge hat BMW bei der neuen Klasse alles so gestaltet, dass man vom Innenraum unter der Rücksitzbank an alle wichtigen Bauteile abseits der Zellen selbst der HV-Leistungselektronik rankommt. Das sind die Teile, die in der Vergangenheit häufiger gewartet bzw. getauscht werden mussten.
Der große Nachteil ist, dass im Falle eines Batteriedefekts die ganze Batterie getauscht werden muss, allerdings wird das hier wahrscheinlich so ablaufen, wie bei anderen aufbereitbaren Teilen auch: die alte Batterie geht zurück und wird aufbereitet und eine neue bzw. vergleichbare wird eingebaut.
Das wiederum spart Zeit in den Werkstätten und macht auch diese Operationen weniger aufwändig und gefährlich, weil dann nur noch die HV-Experten von BMW an der Batterie selbst arbeiten.
Ich persönlich hab mich damit abgefunden, da die Batterie sicherlich älter wird als das Auto, bis ich es wieder abgebe. Wenn ich nach meinem i4 gehe, dann würde ich aus einem Akku locker 400.000-600.000 km erwarten.