Beiträge von sepplmail

    jenze Ja ich bin mir sicher, dass ich vorher alles korrekt angezogen hatte. Ich ziehe die Schrauben an jedem Rad überkreuz an. Danach kontrolliere ich nochmal, ob alles passt. Ich verwende immer einen Proxxon MC200 auf 140 Nm.

    Meine Angabe „ein deutliches Stück“ war sicher auch nicht ganz so präzise. Wir sprechen hier von einer viertel bis maximal halben Umdrehung. Wie viel Drehmomentverlust das war, habe ich nicht gemessen.

    Wenn du auch nur vereinzelt Schrauben um bis zu 180 Grad nachziehen kannst, dann besteht schon bei der initialen Montage ein Fehler. 10 Grad vielleicht ja, aber 90 Grad oder gar 180 Grad sind nicht normal. Da ist die Radschraube quasi locker.

    Das kann passieren, wenn man das Rad bereits auf den Boden ablässt, obwohl die Schrauben noch nicht genügend angezogen sind und die Auflageflächen noch nicht sauber Kontakt haben. Um ein am Boden stehendes, belastetes Rad an die Bremscheibe zu ziehen reicht das Drehmoment nicht aus und so ist die Montage auch nicht vorgesehen.

    Ihr vergesst aber die restlichen Anbauteile.

    ja die Karosserie wird mittlerweile direkt im Werk lackiert.

    Die restlichen Teile wie Stoßstangen aber nicht und an dieser Stelle wird es wieder kompliziert.

    Genau das ist ein Thema, da diese Teile soweit ich weiß noch in Landshut von Hand lackiert werden müssen. Dazu kommen Kosten für die Entwicklung der Lacke, die Lackierstraße mit diesen Möglichkeiten an sich ist teurer in der Anschaffung und im Unterhalt, die Logistik, Lagerung, Beschaffung von zusätzlichen Lacken. Da geht sehr schnell mal sehr viel Geld drauf, wenn von standardisierten Prozessen abgewichen werden muss.

    Ich weiß, dass es in in der Praxis in 99% der Fälle keine Probleme gibt, insbesondere wenn man Anti-Seize Paste verwendet, welche den Reinwert nicht signifikant verändert und kein Fett.

    Aber der rot markierte Bereich ist die Auflagefläche von Felge und Distanzscheibe/Bremsscheibe, welche die Kräfte beim Beschleunigen und Bremsen durch Reibschluss überträgt. Reduziert man hier den Reibwert, so kann es in hohen Belastungsszenarien dazu kommen, dass der Reibschluss nicht ausreichend ist und die Radschrauben auf Scherung belastet werden, wofür diese nicht ausgelegt sind.

    Was man hingegen bedenkenlos mit geeigneter Paste benetzen kann ist der grün markiere Bereich der Zentrier/Montagehilfe. Diese hat im Fahrbetrieb keinerlei Funktion zu erfüllen und ist lediglich ein Komfort-Feature für die Montage


    Edit: Zu langsam getippt…

    Ich muss jetzt mal doof fragen:

    Die xw20 oder xw40 Diskussion und dass niedrig-viskose Öle wie „Wasser“ wären geht ja vermutlich darauf zurück, dass es sich dabei um Öle mit abgesenktem HTHS-Wert handelt.

    Wenn ein Hersteller den Einsatz eines solchen Öls explizit vorsieht, dann würde ich davon ausgehen, dass konstruktive Maßnahmen (Lagerspiel, Materialien, etc.) ergriffen wurden um genau solch ein Öl fahren zu können. Im Rahmen eines normalen Einsatzes (und dazu zähle ich auch Höchstgeschwindigkeit oder ne sportliche Landstraßenetappe an heißen Tagen) würde ich persönlich keine Bedenken sehen ein hochwertiges 0w20 zu fahren.

    Dass das Additivpaket nach 30tkm am Ende ist, davon würde ich aber auch ausgehen und ein reduziertes Intervall als wichtiger einstufen als die Diskussion über Viskositäten.

    https://www.din.de/de/mitwirken/normenausschuesse/net/veroeffentlichungen/wdc-beuth:din21:356443556/toc-3369952/download

    Punkt 6.1 könnte hilfreiche Informationen beinhalten - ich hab aber keinen Zugriff auf die Norm.


    Du sprichst ja schon von "außerhalb der Toleranz liegenden Abrollumfängen" - ich kenne die für diesen Reifen zulässigen Toleranzen nicht. Wie hoch sind die denn?

    Aus meiner Sicht kannst du mal nett mit Edelweiss reden, aber einen Rechtsanspruch für eine Reklamation sehe ich aktuell eben leider noch nicht.