Beiträge von master_p

    Bis dann in zehn Jahren einer auf die völlig abgefahrene Idee kommt, Preisnachlässe anzubieten

    Vermutlich weniger. Es ist vermutlich derselbe Zyklus, der auch in größeren Firmen bzgl. Outsourcing und Insourcing durchlebt wird: "Was WIE teuer ist unsere IT-Abteilung!? Das können Externe billiger" also Ausschreibung, Vergabe und dann das Erwachen, dass gar nicht alles erfasst wurde, was die IT so "unter der Hand" gemacht hat und deshalb gibt es Change Request nach Change Request bis irgendwann kurz vor Ende des Vertrags festgestellt wird "Meine Güte sind die Externen teuer. Das können wir doch mit eigener Abteilung DEUTLICH effizienter" und dann geht das Recruiting los bis die interne Abteilung wieder mal auf irgend einem Kostenchart als unprofitabelste Kostenstelle auftaucht und das Spiel wieder von vorne losgeht.


    So ist das hier auch. Die Hersteller haben sich in einen solchen Rabattkampf begeben, dass es schon fast an Lächerlichkeit grenzte, wie günstig man einen teuren Wagen leasen konnte - von Unterhalt reden wir natürlich nicht. Aber da es alle gemacht haben, musste man mitmachen - es war ja leider ein Käufermarkt und wir Käufer haben das alles schön ausgenutzt. Jetzt mit den Lieferkettenproblemen hatte man mit einem Mal innerhalb kürzester Zeit einen Anbietermarkt und da werden solche Überlegungen nochmal deutlich beschleunigt, wenn ein Vorstand erkennt, wieviel Geld man einem Idioten BMW-Fan abnehmen kann ohne Rabatte zu geben. Und auch hier sind alle mitgezogen, weil sie ja nicht doof sind. Aber sobald sich der Markt wieder einigermaßen beruhigt und die Lieferketten wieder stimmen und (spätestens in 3 Jahren) die günstigen Leasingverträge eben nicht wiederkommen. Dann werden viele Kunden entweder eine Klasse nach unten gehen im Leasing/Kauf oder eben gar den Hersteller wechseln. Und dann geht das ganze wieder von vorne los "Lass uns mal ein Sonderleasing für den 5er machen, viele Käufer nehmen jetzt den 3er, das geht so nicht" und so weiter und so weiter. Aber wenn man die Gewinne der Autohersteller auch in absoluten Käufermärkten anschaut, dann habe ich absolut kein Mitleid mit den armen, armen Verkäufern, die immer mehr Rabatte geben mussten. Vielmehr waren und sind die Preise für Premium-Automobile weiterhin einfach Luftschlösser.

    Die Scheibe kann (oder darf) vermutlich nach dem Ausbau nicht erneut verbaut werden. Die ist ja auch verklebt, den Kleber müsste man erstmal runterkratzen und ggf. wird die Scheibe selbst auch (leicht) beschädigt. Klar könnte man einen Azubi dransetzen das abzukratzen, aber dann müsste man halt x Tage warten beim Verbau. Also warum nicht eine neue Scheibe einsetzen und man fährt nach 30 Minuten wieder vom Hof.

    Vielleicht hat BMW auch endlich die mangelhafte Qualität seiner "Verkäufer" (das sind die Leute, die zu 80% nutz- und ahnungslos in den kleinen Kabinen in den Autohäusern rumsitzen) erkannt

    Exakt das! Autoverkäufer (zumindest meiner Erfahrung nach) machen Bildschirm-Rückseiten-Beratung. Die haben nicht einen Deut mehr Ahnung, als ein informierter Käufer - in der Regel sogar deutlich weniger. BMW hat das ja schon mit seinen "Product Specialists" versucht einzufangen. Aber teilweise lügen einem die Verkäufer ohne rot zu werden ins Gesicht, damit die Unterschrift kommt. Solche "Profis" gibt's natürlich überall, aber überproportional viel gibt es das im Autobereich - meine Meinung bzw. in den Bereichen ist's schlimmer, weil die Kosten so hoch sind, wenn mich ein Handyverkäufer anlügt, dann ärgere ich mich und kauf dann in zwei Jahren woanders.


    Wenn ein Berater nicht berät und keinerlei Mehrwert bietet, dann hat er in der Prozesskette zum Verkauf nichts zu suchen. Das Autoverkäufer abgeschafft werden, hat sich die Branche selbst zuzuschreiben. Beim Bankberater genau dasselbe, wenn ich dort nicht mehr objektiv beraten werde, sondern jemanden gegenüber habe, der mir irgendwas andreht, was sein Chef gerade loswerden will, dann muss ich mich selbst informieren, damit mich keiner über's Ohr haut. Und dann habe ich schon sehr schnell sehr viel mehr Ahnung, als jeder Berater in einer Bank-Filiale oder bei einem BMW-Händler. Das gilt natürlich hauptsächlich für Endkunden, die Großkunden werden natürlich in der Regel mit "Key Accountern" ordentlich beraten, die zur Not auch mal ihre objektive Meinung sagen und einem Kunden von den eigenen Produkten abraten. Wieso? Weil der Großkunde sonst seinen 20.000er Fuhrparkt woanders hinfährt, wenn er sich oft verarscht vorkommt. Beim Endkunden ist das in sofern egal, weil der Durchschnitt eh nur 1-2 Autos pro Leben kauft und wenn der sich verarscht vorkommt, dann ist das hinsichtlich des Umsatzverlusts ziemlich egal - bzw. hebt sich auf, weil dadurch ja auch Neukunden dazukommen, die bei anderen Marken verarscht wurden.

    Ich hab das schonmal geschrieben: Ich finde das grundsätzlich eine gute Entwicklung. Natürlich wird es für Kunden vermutlich in erster Instanz teurer. Aber wenn ich einen Wagen beim Autohaus kaufe, fühle ich mich schon oft beim rausgehen verarscht... Da liest man dann von jeder Menge Rabatte in Foren oder da werden Leasingfahrzeuge rausgekloppt ohne Ende zu Preisen, die für niemanden realistisch sein können, nur um Prämien zu erhalten. Ich möchte beim Kauf genau wissen, was ich zahlen muss und nicht auf Kontingente beim Händler oder Regionen oder gar meinen Nasenfaktor angewiesen zu sein. Außerdem ist für mich ein BMW-Händler ausschließlich jemand, der im Weg steht. Ich weiß ganz genau was ich will, wenn ich zu BMW gehe und möchte ein fixes Angebot und nicht ein "oh das ist aber oberhalb meines Budgets... ich frage mal beim Chef nach..."-blabla. Meine letzten zwei Verkäufe waren die Übermittlung eines Konfigurator-Codes und dann gab's das Angebot und sogar bei diesem einfachen Vorgang haben die Verkäufer Fehler gemacht - einmal Shadow-Line drin obwohl es nicht gewählt war und einmal die falschen Interieurleisten angeboten. Ich brauchte keine Beratung, sondern hatte sogar noch Mehraufwand die Angebote ständig zu prüfen - weil sogar bei einem zweiten Angebot ein Übertragungsfehler aufgetreten war. Warum also nicht direkt im Internet EIN Angebot und man weiß, genau dieses Angebot hätte ich Heute exakt so bei jedem anderen auch bekommen. Klar braucht ein Autokauf für einige Beratung - für mich aber nicht. Warum also nicht das DB-Modell: Online günstig, wer an den Schalter geht um Beratung zu beziehen, zahlt drauf.


    Am Ende lassen sich so auch Preise viel einfacher vergleichen, weil ich einfach die Preislisten nebeneinanderlegen muss. Und nicht "oh der Audi gibt aber gerade mehr Rabatte" oder "oh für die C-Klasse gibt's gerade das Service-Paket kostenlos obendrauf" - nervt mich nur. Und am Ende ist ein Rabatt auch ausschließlich für Leasingnehmer interessant, weil die geringere Raten zahlen. Als Käufer "zahle" ich den Rabatt am Ende beim Wiederverkauf als Gebrauchtwagen. Denn warum sollte sich jemand einen Jahreswagen mit 30% Rabatt holen, wenn ein selbst ausstattbarer Neuwagen mit 25% angeboten wird... Ich denke langfristig wird das eine positive Entwicklung auf den Gebrauchtwagenmarkt haben (nach oben) und die Zeit der traumhaften Rabatte, weil es nur um Umsatz geht, ist eben weltweit aktuell vorbei.

    Bei mir bleibt der konstant und ich merke keine bremsung

    Voraussetzungen:

    - Wischer auf "Auto"

    - es regnet aktuell, sodass der Wischer auch wischt

    - Du fährst mit Tempomat mit gleichmäßiger Geschwindigkeit


    Das war schon bei meinem F22 so, dass der Wagen dann alle x Sekunden um 1 km/h langsamer wurde, weil offensichtlich "etwas" gebremst hat. Das habe ich aber ausschließlich bei den o.g. Voraussetzungen.