Beiträge von dns

    Das ist nur ein Klischee, das Autos die zu sachte eingefahren wurden, später nicht gut im Saft stehen. Wieso sollte das sein? Mit welcher technischen Begründung soll das passieren? Das konnte mir noch keiner erklären. Ein altes Märchen wenn du mich fragst..

    Ich halte das nicht für ein Klischee, sondern für den Stand der Forschung. Die Tribologie ist das Gebiet, das sich mit Reibung und Verschleiß auseinandersetzt. Und da gibt es eine ganz klare Aussage: Bei der Reibung im Zylinder kommt es auf die Oberflächenbeschaffenheit der Zylinderlaufbahn an. Nach der Fertigung verändert sich selbige unter Einfluss von Temperatur und Schmierstoff. Hier geht es wohl im Besonderen um Additive im Öl. Diese bilden in der Oberfläche im Nanometerbereich einen dritten Körper aus. So wie ich es lese, kommt eine optimale Zylinderlaufbahn bei höheren Temperaturen zustande. Bei niedrigeren Temperaturen verschmiert das ganze wohl mehr, und die Oberflächenstruktur wird nicht optimal ausgeprägt. Dieser Vorgang findet ab mechanischer Fertigstellung des Motors genau einmal statt, und kann nicht später durch Vollgas nachgeholt werden. So steht es geschrieben.


    Der Effekt ist anscheinend nicht unbedeutend, sondern im zweistelligen Prozentbereich. Anfänglich eine höhere Abnutzung, die auf der Zeitachse aber schnell abfällt und dann deutlich unterhalb der Abnutzungskurve eines suboptimal eingefahrenen Motors liegt. Das betrifft nicht nur einfach den Verschleiß, sondern beeinflusst auch direkt Ölverbrauch, Öltemperatur, Leistung und Verbrauch. Es geht dabei auch explizit nicht um Leistungsfähigkeit, sondern darum, in volkswirtschaftlichen Maßstäben effizientere Motoren zu bauen.


    Ich habe dazu keine link-Sammlung angelegt, aber da lässt sich relativ leicht viel Material zu finden, auch Forschungsarbeiten der Institute.


    Unabhängig davon ist natürlich das Warm- und Kaltfahren für die Lebensdauer von Motor und Turbolader essentiell und viel wichtiger, nebst den richtigen Ölwechselintervallen. Ich glaube auch nicht, dass man einen Motor durch falsches Einfahren wirklich schädigen kann, das spielt eventuell erst eine Rolle bei extrem hohen Laufleistungen. In Deinen Worten: Unter der Warmfahr-Restriktion ist meiner Meinung nach der aufs-Maul-Faktor relativ egal, richtige Ölwechselintervalle natürlich nicht.


    Man müsste halt mal zwei identische Wagen nach Methode A und C einfahren, und dann ein Fazit ziehen. Idealerweise mit einer Flotte und entsprechendem Stichprobenumfang, denn mit genau zwei Wagen ist die Aussagekraft auch wieder dahin.

    Mein Händler macht die angefragte Vmax Anhebung in den ersten zehn Betriebsstunden nicht. Kann ich auch nachvollziehen. Allerdings hat er mir eine Geschichte erzählt, sie könnten das gar nicht, müssten erst ein Programm schreiben, etc… Ich frage mich, wie sie das machen, wenn sie die DME flashen müssen. Egal. Ich habe jetzt nur ein sehr kleines Zeitfenster dafür, nämlich am Samstag Vormittag. Gibt es hier im Bodenseeraum jemanden, der das machen kann?

    Danke schon mal, und eine wirkliche Frage hatte ich auch nicht. Ist ja ein Diskussions-Forum :)


    Jeder hat schon mal einen Motor eingefahren, aber deswegen ist man noch kein Experte. Wenn man einen Motor nach Methode A einfährt, dann weiß man nicht, was bei B oder C rausgekommen wäre. Ich habe meinen jetzigen 420d eher nach Methode C eingefahren. Okay, Diesel ist ein grundlegend anderer Motor. Ich kann mich auch jetzt nach 80.000 km nicht beklagen und habe noch nie einen Tropfen Öl nachgefüllt und erst zwei Ölwechsel. Leistungstechnisch habe ich ja keinen Vergleich, was wäre, wenn ich ihn flott eingefahren wäre (wobei ich nicht mal weiß, ob das bei einem Diesel auch sinnvoll wäre).


    Und ich denke, verschleißtechnisch wird sich das wohl erst deutlich über 100 Tkm auswirken. Aber die Wissenschaft sagt wohl nun mal, dass rein technisch gesehen das schleichende Einfahren nicht zielführend ist. Es geht dabei auch um größere Maßstäbe, also dieses Prozedere schon bei der Herstellung zu absolvieren, um dann Motoren zu haben, 10-15% effizienter laufen. Stichwort Flottenverbrauch. Ich denke mal, dass durch den nun geplanten Tod des Verbrenners eventuell solche Überlegungen obsolet geworden sind, und sich somit keiner mehr für das Thema interessiert (=Geld für Forschung ausgibt).


    Das mit dem Ölwechsel hatte ich mir auch überlegt, bin aber zu folgendem Schluss gekommen: Da die Motoren mittlerweile so sauber montiert werden, und sich nichts mehr großartig einschleifen muss, halte ich das für überflüssig. Zumal es unter diesem Gesichtspunkt ja auch egal wäre, ob ich den Motor 1000 km zackig oder 2000 km schleichend einfahre. Ich habe ja nicht mehr Abrieb, er entsteht nur in einer kürzeren Zeit. Aber wie gesagt, ich rechne nicht mit nennenswertem Abrieb, so dass ich eigentlich das Öl gemäß seiner „normalen“ Lebenserwartung (10 Tkm/1 Jahr) wechseln würde. Aber trotzdem habe ich überlegt, nach Übernahme mit ca. 6Tkm das Öl zu wechseln. Ist halt so eine Gefühlssache.

    Aus aktuellem Anlass möchte ich das Thema wieder aufleben lassen. Am Wochenende habe ich die Möglichkeit, meinen M440i einzufahren (der dann noch drei Monate im Autohaus verweilt). Der Verkäufer, der ihn fahren wird, hat vielleicht höchstens 40 km ins Autohaus, und wird garantiert nicht extra einen Tag nur für die motorgerechte Einfahrphase einplanen. Und in 40 km Häppchen möchte ich meinen Motor nicht eingefahren wissen. Daher bekomme ich ihn übers Wochenende und plane so Richtung 1000 km ein.


    Nach einer ausgiebigen Internetrecherche würde ich das Thema so zusammenfassen:

    Der Motor an sich muss nicht großartig eingefahren werden, dieser ganze Themenkomplex ums das "Einschleifen" der Teile ist eine kolportierte Legende, jeder plappert jeden nach. Dass die Vorgaben der Hersteller auf "wissenschaftlichen Fakten" beruhen, halte ich für eine steile These - ich arbeite selbst bei einem großen Hersteller von Geräten und Maschinen, und weiß, was alles Einfluss auf ein Manual hat (spoiler: Es sind nicht die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse). Die Wissenschaft der Reibung und des Verschleißes, die Tribologie, hat wohl ergeben, dass wenn Motoren "heiß" eingefahren werden, das einen entscheidenden und sehr positiven Einfluss auf Leistung, Verbrauch und Verschleiß hat. Etwas platt ausgedrückt wäre das die "ab dem 1. Kilometer Vollgas"-These. Es geht dabei um die Prozesse, die in den obersten Schichten der Zylinderlaufbahn passieren (Google-Stichwort: Dritter Körper), die eine bestimmte Struktur der Oberflächen erzeugen und einen wesentlich Einfluss auf das "Funktionieren" des Motors haben. Diese Prozesse kann man genau einmal in Gang setzen, wird der Motor falsch (nicht heiß genug, zu sanft) eingefahren, ist der Drops gelutscht. Dafür sprechen auch die immer wieder zu findenden Erfahrungen, dass Wagen ohne Einfahrgedöns (Poolfahrzeuge, Mietwagen) ausgesprochen gut laufen.


    Explizit fand ich dazu in einem sehr interessanten Thread folgende Beschreibung: Natürlich den Motor erst schonend auf Betriebstemperatur bringen (Motoröl 80°C), dazu mit sanftem Gasfuß den Motor zwischen 2000 und 3500 Touren fahren. Dann beim abwechslungreichen Fahren den Motor unter Volllast (Drosselklappe voll auf) ab 2000 U/min (und dann sukzessive tiefer) beschleunigen bis max. 4000 U/min, und diese Drehzahlgrenze immer weiter steigern. Dadurch sollen die Kolbenringe schön heiß werden und die Laufbahnoberfläche genauso bearbeiten, dass sich die Öltaschen ausformen. Das Zeitfenster hierfür ist wohl nicht allzu groß, es wird hier von den ersten 50 bis 100 km gesprochen. Nochmal zur Klarstellung: Vollgas bedeutet hier nicht sofort hohe Drehzahlen oder hohe Geschwindigkeiten.


    Das, was wohl eingefahren werden muss, ist das Differential. Und da sind Vollastbeschleunigungen ab den ersten Kilometern anscheinend eher kontraproduktiv. Das steht dann irgendwie leider in einem gewissen Widerspruch zu o.g. Erkenntnissen.


    Daher dachte ich mir folgendes aus: Warmfahren ist eh klar. Dann möglichst viel Beschleunigen mit 1/2 bis 2/3 Gas, anfänglich bis 4500 U/min, dann so nach 10 Minuten bis 5000 U/min, dann 5500. Ich hoffe so, möglichst schonend auf die benötigten hohen Temperaturen zu kommen. Vom Autohaus den einen Kilometer auf die unbegrenzte Autobahn zu fahren, und dann direkt die Vmax austzutesten, da würde ich mich jetzt irgendwie nicht gut bei fühlen. Aber ich habe eher Angst, durch zu schlaffes Einfahren den Motor zu versauen.

    Hat jemand einen Preis für eine Komplettfolierung mit Xpel?

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    Spaß beiseite, ich denke teilfolieren lohnt sich schon, Motorhaube + Front neulakieren kostet schon. Von dem vermutlich auftretenden farbunterschied ganz zu schweigen.

    Voll jedoch nicht, weil du da ja Teile folierst, die du nie und nimmer neu Lackieren wirst.

    Bei einem Lackierer in Memmingen, der auch für die Aston Martin Niederlassung lackiert (die treffen auch die Farbe...), wurde mir für die Haube ein Preis von ca. 500 €, incl. Steinschläge ausbessern und eine Mini-Delle rausziehen, genannt. Ist ein easy job, weil eine große mehr oder weniger glatte Fläche. Die Frontschürze wird teurer, weil da auch Montagekosten anfallen.


    Ich habe für die gleiche Leistung von MichaelNRW den doppelten Preis als Angebot bekommen. Da würde sich eine Folierung nie und nimmer rechnen. Bei 1.700 € sieht das schon anders aus.

    Hat jemand einen Preis für eine Komplettfolierung mit Xpel? Ich meine, da landet man gut und gerne bei 5k. Was kostet Haube und Stoßstange neu lackieren und das restliche Auto aufbereiten lassen? Auf jeden Fall deutlich weniger.


    Ich überlege auch gerade, ob ich meinen teilfolieren lasse, aber das muss sich halt irgendwie rechnen. Und gehen Scheinwerfer nicht über die Kasko (Glas)?

    Ich glaube eher, dass es drei Monate als Probefahrt Wagen für Leute die Interesse an einem 440er sein wird.. 🤷🏻‍♂️


    Dir wird man sicherlich vorgaukeln "Ne keine Probefahrten, nur Verkäufer sind den gefahren" 😂

    Kannst Du ja glauben. Ich glaube das nicht. Und dafür gibt es Gründe. Aber jedem das Seine...


    Grill in schwarz finde ich auch bei den meisten anderen Farben besser, aber Arctic Race Blue harmoniert ausgesprochen gut mit dem Cerium, finde ich.


    Und soweit ich weiß, wird die Max nicht aufgehoben, sondern es wird ein anderer Wert eingetragen. Ich habe 290 km/h vorgeschlagen, das reicht mir. Ich will ja bloß nicht bei 252 km/h ins Lenkrad beißen, wenn das Limit reinhackt. Das wird vermutlich eher selten ausgereizt. Regulär bekommt man das gar nicht beim Händler, meiner hat es mir auch nicht zugesagt, und ich bin nicht sicher, dass er es macht. Dann versuche ich eben, es anderweitig machen zu lassen.