Beiträge von Christoph

    Während der BMW Premium Selection-Garantie (typischerweise Jahr 4 und 5) kann es passieren, dass BMW ein Bauteil auf Kulanz tauscht. Klingt erstmal super – ist es kurzfristig auch. Was viele aber nicht wissen: Ein Kulanz-Tausch heißt nicht automatisch, dass das ersetzte Teil anschließend wieder „neu“ abgesichert ist – also z. B. dass eine zusätzliche 2-Jahres-Laufzeit startet oder dass du zumindest eine saubere Absicherung bis zum Ende der laufenden Garantie hast, wie viele das erwarten. Und wir reden hier nicht über 50-€-Kleinkram, sondern teilweise über Teile, die 3.000–4.000 € kosten können.


    Was es zusätzlich schwierig macht: Oft wirst du gar nicht aktiv darüber informiert, ob der Tausch über die PSG läuft oder als Kulanz verbucht wird. Du bekommst am Ende einfach die Info „ist erledigt“ – und erst später merkst du, welche Abrechnungsart dahintersteckt. Meiner Meinung nach ist das nicht zufällig: Mit der Kulanz-Lösung kann BMW sich im Zweifel extrem viel Geld sparen, weil eben nicht die gleiche Absicherung/Logik wie bei einem „sauberen“ Garantiefall greift.


    Und genau hier entsteht das Problem: In der Praxis heißt es dann oft, die PSG (bzw. Premium Selection) hätte den Austausch abgelehnt und würde „höchstens den Einbau“ zahlen – das Teil übernimmt BMW dann „ausnahmsweise“ auf Kulanz, oder auch einfach ganz „freiwillig“ auf Kulanz (obwohl das in vielen Fällen aus Kundensicht ein typischer PSG-Fall wäre). Viele sind damit völlig zufrieden: Hauptsache repariert, und man spart Geld.


    Blöd wird es dann, wenn das gleiche Teil nach kurzer Zeit wieder ausfällt – zum Beispiel nach einem halben Jahr. Wenn die PSG/Premium Selection bis dahin vielleicht schon ausgelaufen ist, stehst du im Zweifel ohne Anspruch da. Denn offiziell lief die Sache eben nicht als sauberer Garantiefall, sondern als Kulanzlösung – und damit ist die erwartete Absicherung für das Ersatzteil nicht eindeutig bzw. oft schlicht nicht gegeben. Dann beginnt die Diskussion: „War Kulanz“, „ist leider vorbei“, „können wir nichts machen“ – und am Ende zahlst du womöglich aufgrund "Kulanz" alles selbst. Und wenn das Problem z. B. am Ende der Premium Selection aufgetreten ist und du inzwischen Repair Inclusive hast, heißt es dann gern, dass der alte Fehler ja noch aus der PSG-Zeit stammt – und Repair Inclusive da nichts machen kann.

    Mein Tipp: Wenn in Jahr 4/5 ein Teil getauscht werden soll, unbedingt vorher klären und schriftlich festhalten lassen, wie es abgerechnet wird (Garantie/PSG vs. Kulanz) und welche Absicherung du für das neue Bauteil danach tatsächlich hast. Lasst euch idealerweise auch die Abrechnungsart auf dem Auftrag/Rechnungsbeleg bestätigen. Kurzfristig „geht schon irgendwie“ kann langfristig teuer werden.


    Dankt mir später.


    [Link zur Erweiterten Erklärung]

    Achtung: Warnung für alle Leute die so nachlässig sind wie ich, nicht lesen können und den Verkäufer nicht fragen:


    Wenn man heute Repair inkl. auswählt und sich durchklickt, bekommt man im Schritt vor der Bezahlung das Vertragsangebot

    "Versicherungsvertrag mit der Real Garant Versicherung AG" als PDF geladen.


    ABER: Die Vertragsdauer startet dann sofort. Ich würde hier über einen Monat verschenken, da bei mir noch die normale 5 Jahresgarantie vom Kauf läuft.

    Danke für den Tipp. Ich würde es trotzdem nicht bis zum letzten Tag hinauszögern – gerade wenn das Auto dann schon über fünf Jahre alt ist. Sonst rutscht man schnell in deutlich schlechtere Vertragskonditionen.

    Frag doch erstmal nach ob du Premium selection überhaupt verlängern kannst.

    Sonst bleibt nur Repair Inclusive

    Das geht leider nicht: Premium Selection ist nur einmalig möglich – maximal 2 Jahre und direkt im Anschluss an die Werksgarantie. Danach bleibt nur noch Repair Inclusive; das ist aber zu 99 % das Gleiche.

    Mein Sohn hat gerade beim Kauf seines 330d 2jahre PS bekommen inklusive Option ein weiteres Jahr zu verlängern, der Verkäufer sprach von 359€ 🤷‍♂️

    Ich würde das mal beim verkaufenden Händler nachfragen. Natürlich musst du in der Zwischenzeit alle Services nach Vorschrift beim Freundlichen erledigt haben.

    Hmm, ich hatte damals 500€ bezahlt ... aber vielleicht auch weil es ein M340i war/ist.

    bei mir sind es ca. 960€ die ich zahlen müsste (hatte zuvor 5 Jahre Garantie ab Werk, wobei mir nicht klar war, dass das nicht direkt über BMW lief)

    habe aber in den 5 J unter 20tkm zurück gelegt, da ich 3 Fahrzeuge habe.

    Seltsam – das waren dann aber vermutlich nicht fünf Jahre dieselbe Werksgarantie, sondern eher 3 Jahre Werksgarantie + eine Neuwagen-Anschlussgarantie. Das wäre dann wohl Euro Plus und ist im Grunde zu 99 % vergleichbar mit PSG bzw. Repair Inclusive.

    Ich würde das machen. Als ich 2024 meinen Gebrauchten gekauft habe, gab es zwei Jahre PS und dann könne man auch noch später verlängern, direkt ginge es nicht... und das geht ja nun gar nicht mehr. Und die Real Garant kann man auch immer nur für ein Jahr abschließen, d.h. jedes Jahr wieder zum Check vorstellig werden (29€). 🙄

    Hmm, das kann ich so nicht bestätigen. Mein Auto war beim Abschluss von Repair Inclusive vor ein paar Wochen 4,99 Jahre alt, und ich konnte noch um 2 Jahre verlängern – das habe ich auch gemacht. Ab über 5 Jahren werden die Konditionen allerdings deutlich schlechter.

    BMW Händler schickt den Link für die Repair (bei BMW Niederlassung kostet das, meine BMW Werkstatt hat das kostenlos gemacht, da ich den Wagen dort immer hin bringe).

    Sei froh – ich habe das bei meinem zweiten BMW-Autohaus direkt zusammen mit AU/TÜV und Kundendienst machen lassen und musste dafür 100 € extra zahlen.


    Das Autohaus, bei dem ich sonst bin, wollte es dagegen gar nicht machen. Ich habe es sechs Wochen lang versucht – ohne Erfolg: „Haben wir noch nie gemacht“, „Wissen nicht, wie das geht“, „Wir rufen zurück“ (kam natürlich nichts), und dann: „Die einzige Mitarbeiterin, die das kann, ist seit Längerem krank.“ Ja, klar.

    Der Link, den man erhält ist angeblich nur einen Monat gültig. Bei mir hat er länger gehalten, da ich mich zwischendurch noch einmal angemeldet habe.

    Genau, anmelden innerhalb eines Monats ist das A und O ... abschließen kann man später.

    Hatte dann mal bei der Real Garant angerufen und die Info erhalten, dass man den BMW Händler vor jedem Reparaturauftrag informieren muss, dass man bei der RG die Versicherung hat und dann die Rechnung nur in Absprache mit der Versicherung bezahlen soll.

    Das stimmt. Der Unterschied ist aber: Bei der PSG ist das Autohaus, das den PSG-Vertrag abgeschlossen hat, der Garantiegeber und rechnet dann über Real Garant ab. Bei Repair Inclusive läuft es direkt über dich – du hast den Vertrag unmittelbar mit Real Garant.

    Hallo zusammen,


    die beiden Treffen 2026 für Geilenkirchen und Österreich sind eingetragen: [LINK]


    Gerne dürfen sich alle, die an einem der Treffen teilnehmen oder Lust auf ein Treffen in ihrer Region haben sich noch in unsere Postleitzahlenliste eintragen.


    Folgende Mitglieder können sich noch eintragen, welche sich an den oberen Treffen bereits angemeldet haben:


    XStoneX
    wusl
    mini-pli
    niCe84
    michi73309
    straight-six
    Luca#96
    FlexAC
    Hyperion
    Fenix
    AndyCorvetti
    Schnitzelicious
    Riedel89
    Stevy40i


    Bitte einfach hier im Thread nach folgendem Muster posten: @Username 88xxx


    Viele Grüße
    Christoph

    Im Nachhinein wurde ich vom BMW-Händler und von einem spezialisierten NVH-Diagnoseunternehmen leider falsch bzw. unzureichend unterstützt.

    Mich würde interessieren, was die NVH-Messung gezeigt hat. In der Auswertung lässt sich in der Regel sehr gut unterscheiden, ob die Vibrationen von den Rädern (FT/RT), vom Motor (E) oder vom Differential (P) kommen. Solange das nicht eindeutig ist, bleibt es am Ende leider nur Rätselraten.


    Du müsstest doch damals auch so ein Protokoll bekommen haben, oder? [Link]


    VG
    Christoph

    Genau so toll wie die "jungen Sterne" :(

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    Nachtragkommentar vom Autoeigner unter seinem Youtube Video:

    Faireweise muss ich zugeben, dass Mercedes, nachdem mein Reparaturwunsch zwei mal abgelehnt wurde und ca. drei Wochen nach Veröffentlichung dieses Videos sich erneut gemeldet hat. Nicht der Vorstand persönlich, aber der zentrale Kundenservice. Man habe den Fall noch einmal geprüft und sei zu einer neuen Bewertung gekommen, dahingehend, die Reparatur nun doch für mich kostenlos durchzuführen. Das ist auch zwischenzeitlich passiert. Also Ende gut, alles gut? Nun ja, wie man es nimmt. Von einem Mercedes erwartet man ganz einfach neben hoher Produktgüte auch excellenten Service. Dafür zahlt man schließlich auch mehr. Vielleicht lernt man in Stuttgart aus solchen Fällen, es in Zukunft wieder besser zu machen. Danke an alle, die mich mit ihrem Post unterstützt haben. Axel

    Gibt aber halt auch Kunden, die jeden Pups bei nem Gebrauchtwagen monieren und nen Neuwagen erwarten. Denk da muss man schon unterscheiden.... Und wenn "so einer" gerade vor einem da war, bekommt man´s evtl. ab.


    Mit "ich hab da so n Gefühl das was kaputt sein könnte, schaut mal bitte nach" würde ich auch nix machen.

    Ich verstehe total, dass es Kunden gibt, die bei einem Gebrauchtwagen Neuwagenmaßstäbe anlegen – da muss man natürlich unterscheiden.


    Genau darum geht’s mir aber: Ein Gebrauchtwagen ist per Definition benutzt, und bekannte optische/technische Mängel müssen beim Verkauf transparent sein. Und es gibt eben auch eine klare Grenze zwischen „normal gebraucht“ und „nicht in Ordnung“ – gerade bei Programmen wie PSG, wo Fahrzeuge eine definierte Prüfung/Checkliste durchlaufen sollen.


    Was mich an deiner Aussage interessieren würde: Welche „Pupse“ meinst du konkret? (Kratzer? Geräusche? Verschleißteile? Bedienfehler?)

    Bei mir geht’s nicht um „ich hab da so ein Gefühl“, sondern um ein reproduzierbares Fehlerbild und darum, dass die Diagnosekette + Antragstellung + schriftliche Begründung sauber dokumentiert und kommuniziert werden.


    Und wenn vorher ein nerviger Kunde da war: Umso mehr erwarte ich bei einer Premium-Marke, dass man professionell bleibt und zwischen Fällen unterscheiden kann, statt den nächsten Kunden „mitzuerwischen“.


    Was noch mit reinspielt: Ich weiß manchmal nicht, wie technikaffin der jeweilige Serviceberater ist – und ob er die Diagnose wirklich versteht und sauber herleiten kann, oder ob er am Ende vor allem Mittelsmann ist, der Informationen weitergibt (oder weitergeben muss).


    Das ist auch gar kein persönlicher Vorwurf. Aber dann ist es umso wichtiger, dass es klare, nachvollziehbare Diagnoseschritte und eine saubere Dokumentation gibt – damit man als Kunde nicht auf „Gefühl“, „wird schon“ oder „geht nicht“ angewiesen ist, sondern auf Fakten.