20200109: Elektromobilität mit Handbremse? BMW-Entwicklungsvorstand: Werden noch 30 Jahre Benziner und Diesel bauen.

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    • 20200109: Elektromobilität mit Handbremse? BMW-Entwicklungsvorstand: Werden noch 30 Jahre Benziner und Diesel bauen.

      Elektromobilität mit Handbremse?
      BMW-Entwicklungsvorstand: Werden noch 30 Jahre Benziner und Diesel bauen

      „ BMW verzichtet auf reine E-Plattformen und setzt auf flexible Elektrifizierungs-Baukästen, Hybride und Verbrenner. Eine riskante Strategie in einer Zeit, in der Tesla seinen Siegeszug fortsetzt - oder genau der richtige Weg? Eine Analyse.

      (...) tritt BMW wieder auf die Elektro-Bremse. Dabei waren die Münchner mit dem i3 einst Vorreiter im Segment. Und sie haben im Dezember 2019 immerhin den 500.000 Stromer ausgeliefert, wenn man alle Plug-In-Hybride mit einrechnet. Das sind für einen einzigen Hersteller halb soviel E-Autos, wie sich Deutschland für 2020 als Gesamtziel gesetzt hatte - und damit bekanntlich scheiterte, weshalb das Ziel bis 2022 verlängert wurde.

      Bei der Elektrifizierung fährt BMW das Motto: Nicht mehr als nötig - und vor allem flexibel. Statt wie Tesla oder jetzt auch Volkswagen auf reine Elektro-Plattformen zu setzen, baut Fröhlich auf flexible Architekturen, die je nach Bedarf neben Verbrennungsmotoren auch elektrische Antriebe aufnehmen können. Das sagte Fröhlich im Interview über...
      ...die Zukunft des Verbrenners: Zwar wird sich BMW von einigen großen Motoren wie dem V12 wohl verabschieden, doch kleinere Aggregate sind noch lange gesichert - "die Vier- und Sechszylinder noch mindestens 20 Jahre, die Benziner mindestens 30 Jahre", so Fröhlich.
      ...den Marktanteil von E-Autos: Fröhlich geht davon aus, dass der Marktanteil für Batterieautos und Plug-In-Hybride bis 2030 bei 20 bis 30 Prozent liegen wird; allerdings mit großen regionalen Unterschieden, zum Teil auch innerhalb eines Landes. (...)

      Wie ist die BMW-Strategie zu bewerten?
      Angesichts der EU-Pläne zur Elektrifizierung des Verkehrs erscheint die BMW-Strategie langfristig riskant, zumal erste Länder in Skandinavien, aber auch die Niederlande und andere Nationen bereits ein Enddatum für die Neuzulassung von Benzin- und Dieselautos gesetzt haben. Für diese Länder hätte BMW dann zwar immer noch Modelle wie den i3, die kommende E-Limousine i4 und einen elektrifizierten X3, den iX3; könnte aber nicht mehr seine gesamte Modellpalette anbieten.

      Auf der anderen Seite ist kaum vorstellbar, dass andere Märkte wie die USA, Russland oder Südamerika in den kommenden Jahrzehnten in relevanten Größen auf Emobilität umstellen. Die große Unsicherheit dabei sind technologische Sprünge, etwa bei der Batterietechnik. Was passiert, wenn eine der vielen angekündigten "Wunderbatterien" wirklich in absehbarer Zeit serienreif ist? BMW müsste zumindest in der Lage sein, diese - wenn man sie schon nicht, wie Tesla, selbst entwickelt - entsprechend schnell und flexibel in seine Elektromodelle einzubauen.

      Was passiert in China?
      (...)

      Elektrischer Mini und neuer Mini-Mini
      Für die chinesischen Megacities, in denen die Elektromobilität wohl nicht aufzuhalten ist, hat BMW immerhin einen Plan: Nach dem elektrischen Mini Cooper, der 2020 erscheint, entwickeln die Deutschen mit ihrem chinesischen Kooperationspartner Great Wall einen neuen Stromer , der 2022 erscheinen soll und sich in den Ausmaßen eher nach unten, also Richtung Classic Mini, orientiert. Während alle Welt auf elektrische SUV mit Monster-Bildschirmen setzt, denkt BMW womöglich einfach einen Schritt weiter und rechnet damit, dass sich die Mobilitätsbedürfnisse der Städter wieder weg vom SUV bewegen. (...)“

      Komplett nachzulesen unter Quelle:
      m.focus.de/auto/elektroauto/el…el-bauen_id_11530076.html

      BMW 316i E30 - BMW 318i touring E36 - BMW 320i E46 - BMW 330i touring E91 - aktuell: MINI JCW.

    • Danke für den Bericht!

      Skullz101 schrieb:

      Für diese Länder hätte BMW dann zwar immer noch Modelle wie den i3, die kommende E-Limousine i4 und einen elektrifizierten X3, den iX3; könnte aber nicht mehr seine gesamte Modellpalette anbieten.
      Haha - der ist gut! :rolleyes: Wie wenn Tesla so eine große Modellpalette hätte... Wenn man sich ansieht, was bei BMW hinsichtlich Elektrofahrzeugen so in der Pipeline ist, ist die Palette dort zukünftig dreimal so groß wie bei Tesla.

      Wenn ich mich zwischen einer flexiblen Strategie und „Alles auf eine Karte“ entscheiden müsste... hmmmmm.... :whistling:

      Grüße,
      G e o r g
      6 3 0 R 6

    • Gott sei dank bauen die noch 30 Jahre Verbrenner, so ein Batterieding will ich nicht.
      BMW macht es mit seiner flexiblen Strategie komplett richtig und beschreitet einen guten Weg.
      VW wird es noch bereuen nur auf BEV zu setzen.

      Gruß Matthias
      _______________________________________

      Bisherige BMW
      BMW E30 316i / BMW E36 318i / BMW E46 318i
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      BMW G20 330i / BMW E88 118i


    • Matthias schrieb:

      Gott sei dank bauen die noch 30 Jahre Verbrenner, so ein Batterieding will ich nicht.
      BMW macht es mit seiner flexiblen Strategie komplett richtig und beschreitet einen guten Weg.
      VW wird es noch bereuen nur auf BEV zu setzen.
      Würde man die Menschheit ehrlich über die Gefahren batteriebetriebener Fahrzeuge aufklären und wie das bei einem Autobrand abläuft, dann wäre großes Nachdenken angesagt?
      Keiner denkt darüber nach, wie eine "Rettung" im Brandfall bei eingeklemmten Personen abläuft?

      Ob es wohl stimmt, dass batteriebetriebene Fahrzeuge nach einem Brand von der Feuerwehr erst einmal für 3 Wochen in einem wassergefüllten Container gelagert werden wegen Wiederaufflammen der Akkus?
      ?(?(?(
      Gruß von micha1955
    • micha1955 schrieb:

      Matthias schrieb:

      Gott sei dank bauen die noch 30 Jahre Verbrenner, so ein Batterieding will ich nicht.
      BMW macht es mit seiner flexiblen Strategie komplett richtig und beschreitet einen guten Weg.
      VW wird es noch bereuen nur auf BEV zu setzen.
      Würde man die Menschheit ehrlich über die Gefahren batteriebetriebener Fahrzeuge aufklären und wie das bei einem Autobrand abläuft, dann wäre großes Nachdenken angesagt?Keiner denkt darüber nach, wie eine "Rettung" im Brandfall bei eingeklemmten Personen abläuft?

      Ob es wohl stimmt, dass batteriebetriebene Fahrzeuge nach einem Brand von der Feuerwehr erst einmal für 3 Wochen in einem wassergefüllten Container gelagert werden wegen Wiederaufflammen der Akkus?
      ?(?(?(
      Ob sie das wirklich tun, weiß ich nicht. Ganz unplausibel wäre so ein Vorgehen nicht. In The Grand Tour Staffel 1 zerstört Hammond bei einem Unfall einen vollelektrischen Supersportler. Mal davon abgesehen, dass es Hammond böse erwischt hatte, brannte sie Karre 3 Tage lang wegen den akkus
    • micha1955 schrieb:

      Matthias schrieb:

      Gott sei dank bauen die noch 30 Jahre Verbrenner, so ein Batterieding will ich nicht.
      BMW macht es mit seiner flexiblen Strategie komplett richtig und beschreitet einen guten Weg.
      VW wird es noch bereuen nur auf BEV zu setzen.
      Würde man die Menschheit ehrlich über die Gefahren batteriebetriebener Fahrzeuge aufklären und wie das bei einem Autobrand abläuft, dann wäre großes Nachdenken angesagt?Keiner denkt darüber nach, wie eine "Rettung" im Brandfall bei eingeklemmten Personen abläuft?

      Ob es wohl stimmt, dass batteriebetriebene Fahrzeuge nach einem Brand von der Feuerwehr erst einmal für 3 Wochen in einem wassergefüllten Container gelagert werden wegen Wiederaufflammen der Akkus?
      ?(?(?(
      Ja das stimmt. Die FW versenkt die E-Karren um diese final zu löschen.
      Gruß Matthias
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    • Das Versenken eines E Autos ist notwendig, da man ja nicht zum Akku kommt und nur durch ein Vollbad kann man die Batterie „abkühlen“. Denn löschen lässt sich hier nichts, da eine chemische Reaktion nicht mehr gestoppt werden kann. Danach muss das Löschwasser fachgerecht entsorgt werden, da man nicht weiß, was sich alles im Löschwasser befindet.

    • na hoffentlich brennt so ein Öko-Spielzeug auch CO2-neutral ab, nicht dass noch die Freitagshüpfer etwas zum stänkern haben.

      Gruß Matthias
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    • Interessanter Artikel und immer Interessante Diskussionen zu solchen Themen, Zusätzlich zu den technischen Herausforderungen kommt noch die elektrische Infrastruktur / Stromverfügbarkeit, was passiert wenn abends mal eben 3/4 der Stadt ihre Autos lädt etc. Das sehe ich als größte Herausforderung.

      Mich wundert, dass in diesem Artikel nicht auch noch erwähnt wird, dass die Produktion vom I3 eingetellt ist als "negativ schlagzeile". :P:P

    • Matthias schrieb:

      na hoffentlich brennt so ein Öko-Spielzeug auch CO2-neutral ab, nicht dass noch die Freitagshüpfer etwas zum stänkern haben.
      Die Freitagsdemonstranten haben durchweg ALLE Smartphones.
      Diese Smartphone-Akkus unterliegen der gleichen menschen- und unweltschädlichen Grundstoffgewinnung und -verarbeitung hin zu Akkus.

      E-Mobil ist eine prinzipiell gute Idee, aber ökologisch nicht umsetzbar. Das Thema "Stromverbrauch zum Laden" wurde ja gerade in den Vor-Postings erwähnt.
      Gruß von micha1955