Das ist keine Frage, das BMW das mitgehen muss. Andere Märkte haben das auch bei BMW schon und andere Hersteller sind schon lange so unterwegs. Die Reduzierung der Variantenvielfalt ist ein wesentlicher Punkt der Kostenreduktion. Und das hat dann nicht nur damit zu tun, dass man die vielen Varianten auch möglich machen muss. Die Kosten verringern sich schon enorm stark in der Konzeptphase, weil man deutlich weniger Varianten berücksichtigen muss, die Kosten minimieren sich enorm stark in der Entwicklung, weil man viel weniger Varianten testen muss, die Kosten minimieren sich in der Softwareentwicklung, weil man viel weniger Varianten berücksichtigen muss. Das sind aber alles "nur" Kostengründe, ein sehr großer Punkt ist der WLTP Fahrzyklus. Dieser berücksichtigt nicht nur mehr den Antrieb und man fährt einmal je Antriebskombination und Karosseriekombination den Fahrzyklus, sondern muss diesen für jede Ausstattungsvariante tun - der CO₂ Verbrauch im WLTP-Zyklus ergibt sich eben für jedes einzelne Ausstattungsvariante individuell. Und selbst das wäre noch gar kein riesiges Problem und würde sich durch entsprechend teure Ausstattungen abbilden lassen. Das echte Problem ist, dass es in Europa nur eine überschaubare Anzahl an Prüfständen gibt, auf denen sich WLTP-Zyklen für die Zulassung erfahren lassen. Diese laufen quasi 24/7 seit der Einführung der WLTP und die Hersteller hauen und stechen sich um Termine. Wenn dann ein neuer 3er auf den Markt kommt und BMW kommt an mit 35 (individuellen) Ausstattungen, 15 Antriebsstrangvarianten und 2 Karosserieformen, dann kann man sich vorstellen, wie schnell da 1.000 und mehr Fahrzyklen abgespult werden müssen - auch ein Grund, warum oftmals nicht alle Ausstattungs- und Antriebsvarianten von Anfang an kommen. Das ist aktuell für die Hersteller eines der größten Probleme und deshalb werden in Zukunft die möglichen Varianten extrem eingedampft.
Und in ungefähr zehn Jahren kommt dann (wieder) der Meilenstein schlechthin: individualisiere deinen Wagen nach deinen Wünschen. 🤣✌️