Laut Werkstatt ist der Motor jetzt komplett neu. Als Ursache für den Motorschaden wurde mir das Öl genannt, das BMW ab Werk bzw. bis zum ersten Ölwechsel einfüllt (0W-20). Ich habe jetzt meines Wissens 0W-30 drin, nagelt mich aber bitte nicht darauf fest.
Die Problematik mit der Temperatur ist allerdings nach wie vor vorhanden. Mittlerweile habe ich auch die Anzeige für die Öltemperatur gefunden und kann das Ganze etwas besser nachvollziehen. Ab ca. 118 °C nimmt er merklich Leistung raus, bei 120 °C ist er dann leistungsmäßig am Tiefpunkt. Höher steigt die Öltemperatur dann allerdings auch nicht mehr. Das kleine Auto im Display neben dem Tacho wird ab etwa 118 °C ebenfalls rot.
Ich war deswegen noch einmal in der Werkstatt. Dort hieß es, das wäre normal, weil es draußen eben warm sei. Das Problem hatte ich allerdings nicht nur bei über 30 °C Außentemperatur, sondern auch schon bei ca. 25 °C.
Interessant ist: Wenn ich konstant 253–254 km/h fahre, bleibt die Öltemperatur bei ungefähr 110 °C. Das eigentliche Problem entsteht beim Bremsen und anschließenden erneuten Beschleunigen. Dann geht die Temperatur relativ schnell hoch und irgendwann wird eben Leistung weggenommen.
Der Verbrauch ist mit dem neuen Motor immerhin etwas runtergegangen. Ich liege aktuell meistens irgendwo bei 14–16 Litern. Der Motor hat jetzt allerdings auch erst rund 3.500 km gelaufen.
Auf dem Track in Spa bei ungefähr 24 °C Außentemperatur hat es sich eigentlich überraschend okay verhalten. Trotzdem musste ich nach einer Runde vom Gas gehen bzw. die Leistung reduzieren, weil er sonst wieder zu warm geworden wäre.
Leider hat mir die Werkstatt vorher die Bremsbeläge nicht gewechselt, obwohl die wohl schon ziemlich an der Grenze waren. Begründung war, dass das Auto noch keinen Wechsel angezeigt hatte. Direkt auf dem Heimweg von der Werkstatt kam dann „Bremsbeläge hinten in 1.600 km wechseln“ und weitere ca. 400 km später auch die Meldung für vorne. Entsprechend musste ich mich auf dem Track natürlich etwas zurückhalten.
Hinten bin ich mittlerweile bei -460 km bis zum Wechsel.
Die Bremsscheibe sieht inzwischen auch schon gut gezeichnet aus, die wird dann vermutlich ebenfalls neu kommen.
Naja, ich werde das mit der Motortemperatur jetzt weiter im Auge behalten. Ich finde es trotzdem ziemlich schwach, dass das Auto bei Außentemperaturen ab etwa 25 °C und entsprechender Belastung so schnell ins Temperaturmanagement geht und deutlich Leistung reduziert.
Allein in Deutschland haben wir je nach Jahr grob 40–70 Tage mit mindestens 25 °C. Die Erklärung „es ist draußen eben warm“ finde ich deshalb für so ein Auto etwas schwierig. Es kann ja nicht die Lösung sein, dass ich die Leistung an einem erheblichen Teil der warmen Tage nicht vernünftig abrufen kann.
Meine aktuelle Überlegung ist deshalb tatsächlich, noch einen zusätzlichen Ölkühler zu verbauen. Ich würde aber eigentlich lieber erst verstehen, ob das Verhalten bei dem Auto wirklich normal ist oder ob bei meinem weiterhin irgendetwas nicht stimmt.
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