Der Bass ist meiner Meinung nach matschig, weil das RAM eine „Delle“ zwischen 100 und 200 Hz hat. Ich habe da versucht bis zum abbinden des Subwoofers bei 200 Hz mehr rauszuholen - und mir die Kickbässe zurück zu holen. Das geht auch. Miss einfach den Subwoofer ein über den DSP mit dem gewünschten TP Filter (bei mir 200 Hz) und dann noch einmal selbiges Setup über die Headunit. Da wirst du sehen, dass ab 100 Hz nicht mehr viel durchkommt. Ich hab versucht das Signal zwischen 100 Hz und 200 Hz gezielt zu verstärken um diesen Tiefpassfilter aus dem RAM auszugleichen. Damit kickt der Bass auch wieder und wird knackiger.
Das ist das weitere Problem, zusätzlich zur lautstärkeabhängigen Loudness. Theoretisch müssten gar keine neuen TP/HP Filter im DSP gesetzt werden, da das Signal aus dem RAM bereits gefiltert kommt: Untersitzsubwoofer sind ca. bei 110-120 Hz TP, Fronts ca. mit 130-140 HP, so meine Messung des RAM Rohsignals.
Wenn man sich doch für eine Filterung im DSP entscheidet, sollten diese Frequenztrennbereiche auch angestrebt werden, um einen weiteren Frequensbereichsverlust des RAM Signals zu vermeiden.
Falls man DSP direkt über Bluetooth etc. beschickt, sind die Frequenzweichenfilter ohnehin Pflicht. Dann machen auch mehrere Setups (Voreinstellungen im DSP) auch Sinn: eins mit Filterung, EQ und LZK für RAM und eins für AUX (Bluetooth, USB usw. die ein lineares Signal liefern).
Den RAM Signal habe ich zurechtgerückt, die Bilder der Messungen in meinem früheren Post sind ohne EQ, zwecks besserer Vergleichbarkeit. Nach Korrektur ist das Signal recht gerade.
Aber: da das Signal aus dem RAM gefiltert und mit einer EQ Kurve kommt, ist der zeitliche Verlauf (Phase) des Signals nicht gerade. Jede weitere Korrektur (HP/TP, EQ) im DSP verändern die Phase noch weiter. Dadurch verändert sich die Impulsantwort, ggf. führt zu Auslöschungen im Übernahmebereich SUB/Fronts. Wie man die Phase des RAM Signals gezielt zurechtrückt, weiß ich leider nicht, vielleicht weiß es jemand von euch.
Hier ging es bis dahin um die elektrische Phase des Signals, die Lautsprecher haben aber auch ihren eigenen Phasegang, der frequenzabhängig ist. Beides in Einklang zu bringen ist wahrscheinlich die hohe Kunst, die weder ich, noch die 99% der „professionellen“ Fachhändler/Einmesser beherrschen.
Deswegen ist es auch einfacher und besser, einen externen Signal über USB/Toslink/BT zu nehmen, wo es elektrisch kaum Frequenzgang- und Phasenschwankungen gibt.