„Wir reden Deutschland zu schlecht“ – BMW‑Personalchefin über die notwendige Transformation.

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    „Wir reden Deutschland zu schlecht“ – BMW‑Personalchefin über die notwendige Transformation.


    München – Perfekte Spaltmaße und sahnige Sechszylinder: Die Autoindustrie war lange der Stolz der deutschen Wirtschaft. Doch Elektrifizierung und Digitalisierung krempeln die Branche komplett um, die einst viel gelobte deutsche Ingenieurskunst ist plötzlich nur noch ein Faktor von vielen im Autobau. Gleichzeitig treffen Krisen, Konflikte und Handelskriege die deutschen Exportkonzerne besonders. Wie erfinden sich Unternehmen in solchen schwierigen Zeiten neu? Und kann sich die Politik davon etwas abschauen? Das haben wir Ilka Horstmeier gefragt. Sie ist als BMW-Personalchefin weltweit für über 150.000 Mitarbeiter verantwortlich.


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    Gibt es denn genug positive Beispiele?

    Natürlich! Mein Lieblingsbeispiel ist unser neues Batteriewerk in Irlbach-Straßkirchen. Von der Baugenehmigung bis zur Fertigstellung haben wir dort nicht einmal zwei Jahre gebraucht. Trotz Bürokratie und anfänglicher Vorbehalte in der Bevölkerung. Das zeigt: Auch in Deutschland lassen sich Großprojekte umsetzen, wenn alle Beteiligten konstruktiv zusammenarbeiten und die Menschen vor Ort früh einbezogen werden. Ein weiteres Beispiel ist die Transformation unseres Stammwerkes in München. Es ist 100 Jahre alt und liegt mitten in der Stadt. Trotzdem haben wir es in kurzer Zeit komplett umgebaut und für die Elektromobilität fit gemacht – und das bei laufender Produktion.


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    BMW 316i E30 - BMW 318i touring E36 - BMW 320i E46 - BMW 330i touring E91 - aktuell: MINI F56.