Beiträge von SnKnut

    Hallo zusammen,


    zunächst kurz zu meinem Auto, da ich bisher nur stiller Mitleser war:


    - G21 M340d xDrive Bj. 2022, 75.000km

    - Langstreckenfahrzeug (ca. 120km Autobahn und Landstraße täglich, 60 hin und 60 zurück), dabei nur max. 2 Ampeln auf der gesamten Strecke sonst Tempomatdauerbetrieb und ab und zu mal noch längere Strecken mit Volllast (soll ja auch Spaß machen :))

    - bei BMW Scheckheftgepflegt (alle Intervalle etc. eingehalten) , Motor warm und kalt gefahren

    - Garantie noch bis 2027


    Bisher gab es eine Fehlermeldung im Oktober 2025, dass der Kühlmittelstand niedrig sei - wurde geprüft - war knapp unter Min. - einen Schluck nachgegossen - Problem bis heute erledigt.


    Jetzt, an dem kalten Wochenende (hier -10 bis -15°C) fuhr ich im Schneetreiben 120km auf der Autobahn. Das erklärt die zahlreichen Fehlermeldungen (s.u.) mit blinden Ultraschallsensoren,

    etc.

    Die Fahrt hat mit dem Allrad und der Leistung durchaus Spaß gemacht und ich kam ohne Probleme an.


    Am nächsten Morgen zeigte er mir folgenden Fehler an:

    "Antrieb reduziert (s.u.) - Weiterfahrt möglich, zeitnaher Servicetermin empfohlen."


    IMG_9612.jpg


    Daraufhin gedrosselt und max. 100 km/h möglich, kaum Gasannahme etc.


    Der Fehler blieb über 2 Tage und verschwand an dem Morgen, an dem ich den Termin bei BMW vereinbart hatte und erstmalig hier wieder Plusgrade waren.

    Allerdings blieb das Auto am Morgen ungewöhnlich lange in den unteren Gängen und schaltete trotz Comfort-Modus erst spät (bei ca. 4000-4500 Umdrehungen/min.) in den nächsthöheren Gang. Fühlte sich ingesamt unrund und nicht wie gewohnt an.


    Der große lokale BMW-Vertragshändler hier nahm sich dem Problem zeitnah an. Soweit so gut.


    Beim ersten Auslesen durch den Freundlichen waren folgende Fehlermeldungen abgespeichert:

    - 2BE800: Öldruckregelung: Öldruck zu niedrig, Drehmoment reduziert

    - 2B7400: Ölpumpe: Druck zu niedrig


    IMG_9661.jpg

    Erschrocken sagte der Servicemitarbeiter ich solle zum Schutz des Motors das Auto unbedingt da lassen. Das war natürlich in meinem Sinn.


    Heute nach nicht mal 24h der Rückruf: Das Auto sei fertig. Er habe gute Nachrichten. Es fehlte nur ca. 750ml Öl. Sie hätten den Fehler gelöscht und eine neue Software raufgespielt (DDE), laut seiner Aussage Motorsteuergerät.


    Die Funktion der Ölpumpe mitsamt des gelieferten Öldrucks wurde wohl nicht kontrolliert. Klingt für mich nach guter alter Computerheilung - Stecker ran, Fehler löschen, Software aktualisieren. Das wars.


    Letzter Ölwechsel mit Filter vor ca. 1 Jahr und 20.000km beim regulären Service bei der Niederlassung.


    Jetzt zu meinen Fragen:

    - Warum zeigt das separate "Check Control" bzw. das Öl-Messprogramm den Fehler nicht an, wenn es am niedrigen Ölstand gelegen haben soll. (Auto stand eben ohne Neigung, auf dem Stellplatz wie die letzten Jahre auch) , da stand eindeutig Fehler im Antriebssystem?

    - Hätte der gelieferte Öldruck der Pumpe bzw. die Ölpumpe an sich bzw. andere Teile nicht überprüft werden müssen?

    - Warum rechnet man 4x Codierung, Löschung und 4x Fahrzeugtest ab?

    - Müsste die Europlus-Garantie nicht auch eine Fehlermeldung der Ölpumpe mit abdecken?


    Ich habe jetzt fast 350€ für am Ende 0,75l Öl bezahlt, da ich das Auto eben für die Langstrecke täglich brauche und keine Lust hatte weiter zu diskutieren und fühle mich nun nen Stück weit verarscht. Es geht mir nicht um das Geld, sondern um die Banalität in der Lösung und der Sorge, dass doch mehr hinter dem Fehler steckt.

    Da noch Garantie, bin ich bei so einer Meldung natürlich ab zum Vertragshändler.

    Ich hatte zuvor natürlich alles im Check Control kontrolliert. Der Ölstand wurde mir nie als mangelhaft angezeigt.


    Was ist eure Meinung: Ölstand Schuld? Weiter forschen?

    Was sagt ihr zu den Fehlermeldungen?

    Garantiefall?


    Bin dankbar über jede Meinung!