Beiträge von MX993

    @MX993
    Darf ich fragen aus welchem beruflichen Umfeld du kommst? Mir erscheinen (ich bin BWL er) die Messwerte im Video auch irgendwie suspekt, verstehe aber die Hintergründe nicht.

    Ich arbeite in einem völlig anderen Bereich und habe nichts mit der Kfz-Branche zu tun.


    Ich habe aber lange Zeit meinem 1992er MX-5 "optimiert". Das betraf sowohl klassiches Tuning mit Nockenwellen, Kopfbearbeitung usw., als auch die Nutzung eines frei programmiebaren Steuergeräts (nach noch umfassenderen Umbauten). Ich habe dabei zahlreiche Messungen auf unterschiedlichen Prüfständen durchführen lassen und habe an einigen sog. Dyno-Days teilgenommen (tageweise Anmietung eines Prüfstands mit einer kleinen Gruppe ähnlich Verrückter). Die Abstimmarbeiten des Steuergeräts sind natürlich auch teilweise auf dem Prüfstand erfolgt.


    Daher kenne ich die Abläufe der Leistungmesungen. Und bei den Dyno-Days wurde uns auch augenzwinkernd gezeigt und erläutert, wie man die Messungen beeiflussen kann. Das betrifft einerseits den Korrekturfaktor (Anpassung des Messergebnisses wegen externer Faktoren, insbesondere Luftdruck und Temperatur der Ansaugluft) und insbesondere die Messung der Schleppleistung. Ein Prüfstandbetreiber hat uns mal vorgeführt, wie ein Fahrzeug bei zwei unmittelbar aufeinander folgenden Messungen plötzlich eine deutliche Mehrleistung hatte. Das Geheimnis war, dass er nach Erreichen der Höchstdrehzahl und beim Auskuppeln ganz leicht die Handbremse angezogen hatte. Die gemessene Radleistung war fast identisch, da gab es nur eine Abweichung im Bereich üblicher Messtoleranzen, insbesondere durch Schlupf zwischen Reifen und Rolle bedingt. Die Schleppleistung war aber natürlich höher und wird zur Radleistung addiert. Und schon zeigt das Messprotokoll einen Leistungszuwachs.


    Ich will Simon Motorsport hier nichts unterstellen. Aber die Abweichungen der Schleppleistung (min. 110,6 PS, max. 144,8 PS, das sind immerhin 31% Abweichung) sind nicht selbst erklärend. Gemessen wird hier ja die Kraft, die aufgewendet werden muss, um den Antriebsstrang ab Kurbelwelle zu bewegen. Solange keine wesentlichen Änderungen des Antriebsstrangs erfolgen, sollte die Schleppleistung (von Messtoleranzen abgesehen) bei den Messungen identisch sein. Veränderungen der Schleppleistung wären evtl. erklärbar duch anderes Getriebe-/Diff.-Öl mit deutlich anderer Viskosität. Aber auch das würde wohl nicht 31% Abweichung erklären.


    Ich hätte zumindest erwartet, dass zu den Abweichungen eine Kommentierung erfolgt. Das ist aber nicht passiert. Wer einen Messstand betreibt, muss den Einfluss der gemessenen Schleppleistung aber kennen und muss hier auch ein Störgefühl haben. Eine weitere Kommentierung überlasse ich euch.


    Diese Videos wurden hier als Beleg der Wirksamkeit der Spritsorten mit hoher Oktanzahl genannt. Aus den o.g. Gründen halte ich die Videos und die darin ermittelten Werte aber nicht für belastbar.

    Schau dir mal genanntes Video an und dann überdenke mal deine Meinung.. aber hier nonsense ohne Fachwissen hinzuschreiben muss nicht sein.. Dann erstelle dir einen eigenen Thread mit "Mir ist egal was ich tanke" und schreibe da :thumbup:

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    Hier mal der Link zum genannten Benzinvergleich- Video mit sehr guter Erklärung und Prüfstand ;)


    Meine Zeit, welch Diskussion habe ich hier losgetreten. Es scheint ja manche hier sehr zu triggern, wenn man den BMW nicht als "Hobby und Freund" betrachtet, sondern als Fortbewegungsmittel. Aber auch meine Spaßfahrzeuge betrachte ich nicht als "Freunde". Für mich ist das Technik, die mir Spaß bereiten soll, nicht mehr und nicht weniger. Das mag aber jeder so halten wie er will und ich will es auch niemandem madig machen, wenn er gerne V-Power oder Ultimate tanken will. Von mir aus könnt ihr euren Sprit auch direkt bei einem beliebigen F1-Team kaufen.


    Um die Gemüter vielleicht ein wenig zu beruhigen: Ich quetsche meine Alltagsfahrzeuge in aller Regel nicht aus. Ich mag Antriebskomfort und eine lässige Leistungsentfaltung. Das bedeutet nicht, dass ich auf der AB stets mit dem Messer zwischen den Zähnen unterwegs bin. Und auch wenn mein 540er jetzt drei Jahre lang mit 95er E5 auskommen musste, glaube ich kaum, dass er demnächst auseinander fällt. Und btw.: Ich habe keinerlei Vorgaben, welchen Sprit ich tanken darf oder nicht. Mir wird der Sprit auch bezahlt, wenn ich Aral Ultimate tanken würde. Ich verhalte mich aber bei beruflichen Ausgaben stets so, wie ich mich auch bei privaten Ausgaben verhalten würde.


    Da ich ja stets gerne dazu lerne, habe ich mir tatsächlich die vier Videos angesehen. Und ich muss sagen, dass ich tief beeindruckt bin!


    Allerdings bin ich beeindruckt, welchen immensen Einfluss der Kraftstoff auf die Schleppleistung hat. Seht Euch doch bitte mal an, wie sich die Radleistung bei den Messungen darstellt. Der Prüfstand kann nur das Drehmoment messen, das am Rad anliegt. Und daraus wird dann über die Drehzahl die Leistung errechnet. Und die Radleistung ist lustigerweise beim 100 Oktan-Super Plus mit 417,1 PS am geringsten. Da aber hier eine Schleppleistung von sagenhaften 144,8 PS hinzugerechnet wird, ergibt sich eine Motorleistung von 561,9 PS. Mit Korrekturfaktor werden dann 575,8 PS ausgewiesen.


    Beim 98 Oktan-Super Plus und beim guten 102 Otan-Kraftstoff liegt die Radleistung auf gleichem Niveau (444,3 PS zu 446,0 PS). Die Differenz liegt im Berich der Messtoleranz. Aber, oh Wunder, der 102 Oktan-Saft führt dennoch zu einer höheren Leistungsangabe, weil hier die Schleppleistung um 12,7 PS höher ausfällt.


    Mal abgesehen davon, dass mit die Schleppleistung bei allen vier Messungen sehr hoch vorkommt, sind die Differenzen schon bemerkenswert. Die Bandbreite liegt zwischen 110,6 PS und 144,8 PS. 34,2 PS Differenz! Und dazu kein Wort der Erläuterung! Sicher ist es purer Zufall, dass die Schleppleistung beim 95er Super mit 110,6 PS den geringsten Wert erreichte. Tut mir leid, aber das macht diese Messungen völlig wertlos.


    Aber wie schon geschrieben, von mir aus könnt ihr gerne weiter V-Power und Ultimate tanken.

    Warum tankst du nicht E10? Laut Aufkleber im Tankdeckel ist das möglich, dann musst du auch nicht den Aufpreis für E5 zahlen, sind doch eh Ammenmärchen.

    Ganz einfach: Erstens halte ich wenig davon, Lebensmittel zu tanken. Das wäre mir sogar einen gewissen Mehrpreis wert. Außerdem ist bei den aktuellen Preisunterschieden E10 nicht günstiger, da die Energiedichte geringer ist.


    Mich deucht, dass ich mich doch mehr mit Kraftstoffen beschäftigt habe, als mach andere hier.

    Womit der Leasingnehmer selbst begründet warum man keine gebrauchten Leasingwagen kaufen sollte :(

    Oh, man kann also kein Fahrzeug kaufen, das exakt so betrieben wurde, wie der Hersteller das vorgesehen hat? Seltsam!


    Meine Autos sind nach 3 Jahren vermutlich in besserem Zustand als der Durchschnitt der Gebrauchten. Meine Gebrauchsrutschen haben sehr wenig unter Kurzstreckenbetrieb zu leiden, sondern werden in der Regel auf Strecken ab 100 km aufwärts betrieben. Das wäre mir bei einem Gebrauchten lieber als eine Standuhr mit regelmäßigen Kurzstrecken. Aber Du musst die von mir genutzten Autos ja auch nicht kaufen.

    Böse bin ich hier niemandem. Ich sehe aber auch keinen Widerspruch zu Deinen Ausführungen.


    Ich bleibe dabei, dass ich den 40i mit schnödem E5 betreibe, so wie BMW es vorgesehen hat. Aber der 540i ist aktuell meine Gebrauchsrutsche und so wird es auch zukünftig der 340i sein. Nach drei Jahren gehen die Dinger zurück und gut ist. Über meine Spaßkisten mache ich mir mehr Gedanken. Aber V-Power oder Ultimate 102 kriegen die auch nicht.

    Mein aktueller 540i bekommt Super E5 und genauso werde ich es bei meinem künftigen 340i auch halten. Alles andere halte ich für unsinnig. Ich bezahle die unverschämten Aufpreise für den 102-Oktan-Sprit ganz bestimmt nicht. Und wer glaubt, dass es damit spürbar mehr Leistung gibt, der glaubt wahrscheinlich auch an den Osterhasen und / oder ist ein williges Marketingopfer. Wenn der 340i die Zündung auch in Richtung früh anpasst, solange es nicht klopft, mag es ja eine gewisse Mehrleistung geben, die unter Laborbedingungen sogar messbar sein wird. Aber im Realbetrieb bleibt es beim Placeboeffekt.


    Btw.: Ich habe irgendwo im Thread gelesen, dass man zwar 95 Oktan fahren könne und dass der Klopfsensor für eine Anpassung der Zündung durch das Steuergerät sorgen wird. Das sei aber auf Dauer auch schädlich für den Motor. Wenn das tatsächlich schädlich wäre, dann wäre es genauso schädlich, wenn das Steuergerät die Mehrleistung bei höherer Oktanzahl nutzen wollte. Das ginge nämlich auch nur dann, wenn die Zündung immer solange angepasst würde, bis der Klopfsensor Selbstzündungen meldet.

    Meine Wartezeit verlängert sich gerade!


    Ich habe bereits Anfang März bestellt, allerdings nicht zur schnellstmöglichen Lieferung, sondern als Ersatz für mein aktuelles Fahrzeug. Mein aktueller Leasingvertrag endet am 25.10.2020. Ob der Händler die Bestellung sofort weitergegeben hat und ob die Händler "auf Termin" bestellen können, weiß ich nicht. Ist ja nicht so selten, dass Fahrzeuge als Ersatz für ein aktuelles Leasingfahrzeug bestellt werden. Dafür sollte es also bei den Händlern und im Werk eine Routine geben.


    Vorletzte Woche dann der Schreck: Mein G21 M340i hat eine Lieferterminprognose für 02/2021. Gestern kam dann die Nachricht, der Termin sei auf KW 48/2020 geändert. Angeblicher Grund: Umstellung der Abgasnorm von 6dTemp auf 6d.


    Mir fällt auch auf, dass der M340i aktuell im Konfiguratior fehlt. Was steckt da wohl wirklich hinter?