Klimafreundliche Antriebe: ZDK für technologieoffene Anreize

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Klimafreundliche Antriebe: ZDK für technologieoffene Anreize

      Sehr interessanter Bericht wie ich finde :)

      Klimafreundliche Antriebe: ZDK für technologieoffene Anreize

      Klimafreundliche AntriebeZDK für technologieoffene Anreize

      Bei der Reduzierung der CO2-Emissionen muss vor allem der Verkehrssektor liefern. Das Kfz-Gewerbe hat dabei vor allem die Brennstoffzelle und E-Fuels im Blick. Auch den Verbrenner schreibt die Branche noch nicht ganz ab.
      Mehr zum Thema CO2-Ausstoß

      Das Deutsche Kfz-Gewerbe (ZDK) spricht sich weiter für die technologieoffene Förderung von Maßnahmen zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes von Kraftfahrzeugen aus. Zwar seien Anreize zur stärkeren Verbreitung von lokal emissionsfreien Batterieautos sinnvoll, sagte ZDK-Präsident Jürgen Karpinski am Dienstag mit Blick auf das angekündigte Klimapaket der Bundesregierung. "Diese Fahrzeuge haben ihre Existenzberechtigung im reinen Kurzstreckenverkehr." Wo jedoch lange Strecken oder schwere Lasten zu bewältigen seien, gebühre anderen klimafreundlichen Antriebskonzepten der Vorzug. Karpinski: "Dazu zählt durchaus auch der Verbrennungsmotor."

      Am 20. September will das Klimakabinett unter Vorsitz von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ein großes Maßnahmenpaket vorlegen, damit Deutschland nationale und international verpflichtende Klimaziele erreichen kann. Während die Union bisher über milliardenschwere Förderprogramme vor allem auf Anreize fürs CO2-Sparen setzen will, pocht die SPD auf strikte Vorgaben. Vor allem der
      Verkehr muss im Klimakabinett liefern. Die CO2-Emissionen im Verkehr lagen 2018 immer noch auf dem Niveau von 1990.
      "Mit klimaneutral hergestellten synthetischen Kraftstoffen stünde sofort der gesamte Bestand von über 52 Millionen Pkw und Nutzfahrzeugen für den Abbau der CO2-Belastung zur Verfügung", betonte Karpinski. Durch Einsatz von Fördermitteln könne den
      E-Fuels zu wettbewerbsfähigen Preisen verholfen werden. Auf diese Weise ließen sich wesentlich schneller Erfolge erzielen als allein über die nur langsam in den Bestand einfließenden Batterieautos. Auch müsse keine neue Ladeinfrastruktur geschaffen werden, da das bestehende Tankstellennetz genutzt werden könne.

      "Tankstellen mit Wasserstoffsäulen ausrüsten"
      Der ZDK-Chef sieht den mittels Wasserstoff und Brennstoffzelle angetriebene Elektromotor ohnehin als die technologisch überlegene Lösung, was Gewicht, Reichweite und Betankungsdauer anbelangt. "Langfristig ist Geld für die Ausrüstung von Tankstellen mit Wasserstoffsäulen wesentlich sinnvoller angelegt als für die Schaffung fußballfeldgroßer Elektro-Ladeparks entlang der Bundesfernstraßen“, so Karpinski weiter.
      Der
      Verband unterstütze deshalb auch die Pläne von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) zur industriellen Herstellung klimaneutral erzeugten Wasserstoffs. Karpinski: "Damit schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe, weil der Wasserstoff sowohl für den Brennstoffzellenantrieb als auch für die Herstellung synthetischer Kraftstoffe genutzt werden kann." (rp/dpa)

      Quelle:
      autohaus.de/nachrichten/klimaf…fene-anreize-2462870.html
      Gruß Matthias
      _______________________________________

      BMW E30 316i / BMW E36 318i / BMW E46 318i
      BMW E90 320i / BMW F30 316d / BMW F30 328i
      BMW G20 330i


    • Auszug aus einem Artikel in Spiegel-Online, siehe Link weiter unter.

      1. Sofortiger Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor oder bis 2025/28
      Schluss mit Diesel- und Benzinantrieben, und zwar sofort - so verlangte es das Aktionsbündnis "Aussteigen", das zur Automesse IAA eine Protest-Fahrradsternfahrt organisierte. Hinter dem Bündnis stehen unter anderem Organisationen wie der Fahrradclub ADFC, BUND und Deutsche Umwelthilfe. Die Umweltorganisation Greenpeace macht auch mit, peilt für das Ausstiegsdatum aber eher Mitte des kommenden Jahrzehnts an.
      So oder so sind die Forderungen extrem ambitioniert - und ihre Umsetzung wäre womöglich kontraproduktiv. Der sofortige Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor ist kaum denkbar, ohne dass Hersteller und Zulieferer Fabriken stilllegen und Zehntausende Mitarbeiter entlassen müssten. Sie würden vermutlich zudem Milliardenforderungen an den Staat richten, wenn dieser ihr Kerngeschäft von einem auf den anderen Tag untersagt. Gewerkschaften würden ihre Mitglieder zu Protesten aufrufen - am Ende wäre Klimaschutz vermutlich extrem unpopulär.
      Mit einigen Jahren des Übergangs würden die Verwerfungen eines Verbrenner-Aus zugunsten von Elektroautos hingegen wohl deutlich geringer ausfallen, zumal E-Autos besser und billiger werden. "Im Prinzip ist das bei Pkw machbar", sagt Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer. "Die Frage ist der Zeitpunkt." Er hält aber auch 2025/28 für zu früh und zu teuer und eher 2040 für realistisch.
      Doch was heißt schon realistisch in einer Zeit, da der CO2-Ausstoß radikal gesenkt werden muss? Für den Autoexperten Eric Heymann von der Deutschen Bank bedeutet es schlicht, mit möglichst wenig Aufwand den größten Einspareffekt zu erzielen - etwa mit einem gut funktionierenden CO2-Emissionshandelssystem, in das der Verkehr einbezogen ist.
      Kontraproduktiv wäre ein Verbrenner-Aus auch, falls sich in den kommenden Jahren klimaneutrale, synthetische Treibstoffe durchsetzen. Diese werden aus Strom, Wasserstoff und CO2 (zum Beispiel aus der Luft) produziert - und in Verbrennungsmotoren eingesetzt. Schon in wenigen Jahren dürften die Kosten für eine Fahrt in einem VW Golf, der mit derartigen Kraftstoffen betankt ist, auf 5 Euro pro 100 Kilometer sinken, erwartet etwa Experte Wolfgang Köppel von der DVGW-Forschungsstelle am Karlsruher Institut für Technologie. Möglich machten dies neue, große Fabriken in Ländern mit günstigem Solar- und Windstromangebot.


      Fazit: Ein sofortiger Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor wäre überstürzt und kontraproduktiv. Den CO2-Ausstoß des Autoverkehrs schnell zu senken, ist trotzdem möglich - mit weniger drastischen Vorgaben.


      Quelle: spiegel.de/auto/aktuell/iaa-20…tokritiker-a-1287467.html
      Gruß Matthias
      _______________________________________

      BMW E30 316i / BMW E36 318i / BMW E46 318i
      BMW E90 320i / BMW F30 316d / BMW F30 328i
      BMW G20 330i


    • das das ist wohl zu positiv gedacht.

      Wenn der synthetischer Kraftstoff auf 3 € je Liter sinken würde, könnte man es insoweit kompensieren, wenn das ganze mit einem Plug-in-Hybrid mit einem Verbrauch von ca zwei bis drei Liter auf 100km betrieben wird.

      Gruß Matthias
      _______________________________________

      BMW E30 316i / BMW E36 318i / BMW E46 318i
      BMW E90 320i / BMW F30 316d / BMW F30 328i
      BMW G20 330i