Firmenleasing, geldwerter Vorteil und Eigenanteil

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    • Es lässt mir keine Ruhe X/

      Wenn ihr die Seite hier mal als Beispiel nehmt
      nettolohn.de/rechner/firmenwagenrechner.html

      Die Seite ermittelt den Nettolohn wie folgt

      Bruttolohn + Geldwerter Vorteil - Eigenanteil = zu versteuerndes Brutto
      Von diesem Betrag gehen Steuern und Sozialabgaben ab = Netto Zwischenergebnis
      Von diesem Betrag wird der Geldwerte Vorteil abgezogen = Nettolohn

      Ihr sagt dann, dass man von diesem Betrag nochmal den Eigenanteil aus eigener Tasche bezahlen muss?

      D.h. Nettolohn - Eigenanteil = tatsächliche Nettobelastung?

      Das ist doch eine bescheuerte Lösung.
      Nur durch den Eigenanteil der auf das zu versteuernde Brutto gegengerechnet wird hab ich schon weniger Netto und dann soll nochmal der Eigenanteil davon weggehen?
      Demzufolge wird ein Eigenanteil effektiv durch die Entlastung des zu versteuernden Bruttos nochmal teurer.

      -------------------------------------------
      Mit fiktivem Bruttolohn 50.000,-, BLP 68.000,-, km 15, Hybrid würde das rauskommen

      Ohne Eigenanteil

      Für den geldwerten Vorteil eines Firmenwagens im Wert
      von 68.000,00 €

      und den geldwerten Vorteil der Fahrkosten in Höhe von 153,00 €

      müssten Sie auf 250,97 € Netto verzichten.


      Mit 200,- Eigenanteil

      Für den geldwerten Vorteil eines Firmenwagens im Wert
      von 68.000,00 €

      und den geldwerten Vorteil der Fahrkosten in Höhe von 153,00 €

      müssten Sie auf 352,31 € Netto verzichten.


      --> Laut eurer Aussage wäre die tatsächliche Nettobelastung 352,31 + 200 = 552,31,-
      --> 200,- Eigenanteil kostet einem effektiv 552,31 - 250,97 = 301,34

    • Grundsätzlich richtig gedacht, ja. Glaube aber irgendwo in deiner rechnung ist ein Fehler. Der Nettolohn-Rechner zieht den Eigenanteil schon richtig ab. Somit 352,31 netto weniger. Davon nicht noch mal 200 € abziehen.

      Du musst nur aufpassen, ob Deine Zuzahlung von Deinem Brutto abgeht (= Gehaltsumwandlung) oder ob Du das aus Deinem Netto zahlen musst. Besteht Deine Zuzahlung aus 200 € weniger Bruttogehalt, dann kannst das nicht noch mal vom geldwerten Vorteil abziehen. Würdest ja sonst doppelt Steuern sparen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von kryo ()

    • Das ist schon richtig aber ich werde durch den Eigenanteil gleich 2x zur Kasse gebeten.

      1x hab ich nur durch die Abzüge mit Eigenanteil schon weniger
      1x muss ich den Eigenanteil selbst aufbrignen

      Wenn das so korrekt ist dann wäre Break-Even-Point
      Ohne Zuzahlung 17.000 km
      Mit 50 Zuzahlung 26.000 km
      Mit 100 Zuzahlung 34.000 km
      Mit 200 Zuzahlung 50.000 km

    • Nein, im Prinzip mindert weniger Brutto ja auch gesamtes zu versteuerndes Einkommen. Du darfst nur nicht den rechner falsch bedienen. Darauf wollte ich hinaus.
      Wenn du weniger Bruttogehalt bekommst durch firmenwagen, dann lass im nettolohnrechner das Feld "private Selbstbeteiligung" einfach leer. Dann stimmts wieder.

    • Ein Firmenwagen schmälert ja nicht den Bruttolohn sondern erhöht diesen - zumindest für das zu versteuernde Brutto.
      Mit Eigenanteil nur nicht so stark wie ohne Eigenanteil.

      Fraglich ist nur ob der Nettorechner in dem Ergebnis bereits alles abzieht und als Ergebnis die Gesamte Nettobelastung ausgibt oder nicht.

    • der Rechner passt ziemlich genau. Daher noch mal. Es ist wichtig, die Begriffe richtig zu verstehen und im Rechner dann korrekt anzuwenden.

      1. Eigenanteil kann entweder Gehaltsverzicht / Gehaltsumwandlung, wie auch immer, sein. Hier wird dir von deinem AG etwas von Deinem bisherigen Brutto abgezogen. Rein rechnerisch steigt dein brutto durch den geldwertem Vorteil aber auch wieder. Aber nur zur Berechnung. Wichtig ist, hier entfällt die Rechnerei mit dem feld "private Selbstbeteiligung". Hier dann nichts eintragen. Du hast KEINE Selbstbeteiligung.

      2. Eigenanteil kann auch ein privater Zuschuss sein, den Du zuzahlen musst. Das wird dann von Deinem Netto abgezogen und das kannst du bei "private Selbstbeteiligung" eintragen. In dem Falle bleibt Dein Bruttogehalt (ohne geldwerten Vorteil) gleich wie zuvor ohne Firmenwagen. Der AG ändert nichts an Deinem Bruttogehalt.

    • Ganz einfach - so ist es bei mir z.B. schon seit zig Jahren.

      Max Mustermann hat ein mtl. Bruttogehalt von 5.000 Euro.

      Abrechnung:
      5.000 Bruttogehalt + 500 (1% BLP) - 300 Eigenanteil = 5.200 Euro Bruttogehalt.
      Das heißt, Max zahlt auf den erhöhten Betrag (+200 zur eigentlichen Bruttogehalt) Steuern und Sozialangaben.

      Netto
      3.000 - 300 Eigenanteil - 200 GWV (BLP - Eigenanteil) = 2.500 tatsächlicher Auszahlungsbetrag

      Die Werte sind natürlich vollkommen fiktiv und evtl. passt das Verhältnis auch nicht. Mir ging es nur um die Logik der Abrechnung.

    • Laut deiner Rechnung zahlst du aber 100% Steuern ))) Denn dein zu versteuernder Anteil ist ja 500€ (1%) - 300€ (Eigenanteil) = 200€ zu versteuern.

      Bei der Netto Rechnung unten müsstest du dann von deinem bisherigen Netto (ohne Firmenwagen) 3.000 € richtigerweise die SB von 300€ abziehen und die zu versteuernden 200€, im ungünstigsten mal etwas unter 100€. Demzufolge Netto:

      3.000 - 300 - 100 = 2.600€

    • @Yugo
      Jetzt muss man aber aufpassen, dass dein Beitrag nicht noch mehr verwirrt. :huh:

      Netto (also die 3.000) haben die Steuern also auch den GWV schon abgezogen.
      Davon geht für die Auszahlung dann nur noch der Eigenanteil ab, nicht mehr der GWV.
      Deshalb würde ich da nicht „Netto“ hinschreiben.

      Ich glaub, du wolltest eher darstellen, dass du ohne Firmenwagen 3.000 netto hast und jetzt die zusätzlichen Steuern auf den GWV sowie der Eigenanteil davon weggehen.
    • Ich bin tatsächlich weiter verwirrt und es wird mir auch nicht klarer wenn ich im Netz danach suche.
      Vielleicht ist es einfacher wenn man es mit folgenden Begriffen erklärt.

      -Bruttolohn
      -zuversteuerndes Brutto
      -Nettolohn
      -Auszahlungsbetrag

      Das wären ja die Schritte die durchlaufen werden.

      Wenn ich jetzt alle Punkte einzeln aufführe und mit Zahlen belege wie sieht es dann korrekt aus mit folgenden Beispiel
      Bruttolohn = 5.000,- , GWV 500,- , Eigenanteil 200,- , Steuer+Sozialabgaben 50%

      -Bruttolohn -->5.000
      -zuversteuerndes Brutto -->5.000 + 500 - 200 = 5.300,-
      -Nettolohn --> 5.300 - Sozialabgaben - Steuern - 500 = 2.150,-
      -Auszahlungsbetrag --> 2.150 - 200 = 1.950,-


      OHNE Eigenanteil
      Bruttolohn = 5.000,- , GWV 500,- , Eigenanteil 0,- , Steuer+Sozialabgaben 50%

      -Bruttolohn -->5.000
      -zuversteuerndes Brutto -->5.000 + 500 = 5.500,-
      -Nettolohn --> 5.500 - Sozialabgaben - Steuern - 500 = 2.250,-
      -Auszahlungsbetrag --> 2.250


      --> Aus dem Eigenanteil von 200 werden effektiv auf dem Konto mehr 2.250 - 1.950 = 300,-


      -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
      Zur Vollständigkeit nochmal ohne Firmenwagen
      OHNE Firmenwagen
      Bruttolohn = 5.000,- , GWV 0,- , Eigenanteil 0,- , Steuer+Sozialabgaben 50%

      -Bruttolohn -->5.000
      -zuversteuerndes Brutto -->5.000,-
      -Nettolohn --> 5.000 - Sozialabgaben - Steuern = 2.500,-
      -Auszahlungsbetrag --> 2.500



      --> Auszahlungsdifferenz mit Firmenwagen

      ohne Eigenanteil
      2.500 - 2.250 = 250,- weniger Auszahlung

      mit 200,- Eigenanteil
      2.500 - 1.950 = 550,- weniger Auszahlung

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von MIB ()

    • MIB schrieb:

      ...


      -Bruttolohn -->5.000
      -zuversteuerndes Brutto -->5.000 + 500 - 200 = 5.300,-
      -Nettolohn --> 5.300 - Sozialabgaben - Steuern - 500 = 2.150,- (fiktive Zahl)
      -Auszahlungsbetrag --> 2.150 - 200 = 1.950,-
      Hier liegt dein Rechenfehler. Du ziehst 500 € gV ab und dann noch mal Deine Selbstbeteiligung. Das wäre doppelt. Zieh den reduzierten gV von 300 € in der Rechnung ab und der Rest passt.

      Auszahlungsbetrag somit 2150 €
    • Die Personalabteilung erstellt immer eine Vorabberechnung bei uns.
      Ebenfalls holt sich die Abteilung für Firmenwagen jedes mal ein individuelles Angebot ein bezüglich Leasingrate.
      Die höhe der Zuzahlung richtet sich bei mir ja nach Differenz zur Leasingrate mit Betrag X - wenn ich Betrag X übersteige --> Eigenanteil

      Um jetzt vorab einige Modelle für mich durchzurechnen hab ich mir eine Excel Datei erstellt mit diversen VBA Codes was mir die Mehrbelastung aussgibt, wenn ich umziehe, der Eigenanteil steigt, wieviel ich fahren müsste bis ich Break-Even bin, Vergleich zu Privatwagen usw

      Ohne Eigenanteil funktioniert das bereits ganz gut aber mit hatte ich wohl Fehler drin.


      Mit dem letzten Hinweis würde es dann so aussehen

      Bruttolohn = 5.000,- , GWV 500,- , Eigenanteil 200,- , Steuer+Sozialabgaben 50%

      -Bruttolohn -->5.000
      -zuversteuerndes Brutto -->5.000 + 500 - 200 = 5.300,-
      -Nettolohn --> 5.300 - Sozialabgaben - Steuern - 300 = 2.350,-
      -Auszahlungsbetrag --> 2.350 - 200 = 2.150,-



      --> Auszahlungsdifferenz mit Firmenwagen

      ohne Eigenanteil
      2.500 - 2.250 = 250,- weniger Auszahlung


      mit 200,- Eigenanteil
      2.500 - 2.150 = 350,- weniger Auszahlung

    • Piwi87 schrieb:

      @Yugo
      Jetzt muss man aber aufpassen, dass dein Beitrag nicht noch mehr verwirrt. :huh:

      Netto (also die 3.000) haben die Steuern also auch den GWV schon abgezogen.
      Davon geht für die Auszahlung dann nur noch der Eigenanteil ab, nicht mehr der GWV.
      Deshalb würde ich da nicht „Netto“ hinschreiben.

      Ich glaub, du wolltest eher darstellen, dass du ohne Firmenwagen 3.000 netto hast und jetzt die zusätzlichen Steuern auf den GWV sowie der Eigenanteil davon weggehen.
      Ne, ohne Firmenwagen hast du keine 3.000 Netto, da, in meinem Beispiel, dem eigentlichen Brutto 200 Euro zugekommen sind (BLP abzgl. Eigenanteil).