Lange Standzeit / Nichtbenutzung

  • Aus aktuellem Anlass wollte ich mal fragen wie ihr das so handhabt. Ich bin seit 14 Tagen im Homeoffice, dass heißt ich habe mein Auto seitdem nicht bewegt, da ich zentral wohne und alle Erledigungen zu Fuß vornehmen kann. Somit steht er unbewegt seit 14 Tagen draußen vor der Tür, ich hatte ihn lediglich davor vollgetankt. Wie lange geht sowas gut, bevor es zu Schäden kommen kann? Es wird ja sicherlich noch 4-6 Wochen dauern, bis sich an der Situation etwas ändert.

  • Sollte erst Mal keine Probleme geben weil es normal keine Verbraucher gibt die eine leere Batterie zur Folge haben.
    Wenn es sich um einen Diesel handelt muss man etwas aufpassen weil sich der Bio Kram entmischt..
    Ich würde in deinem Fall nach Möglichkeit alle 14 Tage mal 10km um den Block fahren. Auch um Standplatten vorzubeugen.

  • Ich würde in deinem Fall nach Möglichkeit alle 14 Tage mal 10km um den Block fahren. Auch um Standplatten vorzubeugen.


    Das halte ich für die absolut falsche Vorgehensweise. Damit erwärmst du den Motor nur ein bisschen und beim Abkühlen bildet sich Kondenswasser (im Öl, im Motorraum, überall wo es warm wurde und wieder abkühlt).
    Standplatten bilden sich bei korrekt eingestelltem Luftdruck auch nicht in den ersten Monaten, also auch kein Argument.


    Generell ist meine Einschätzung und eigene Vorgehensweise:
    - Bis 1 Monat Standzeit überhaupt kein Problem.
    - Länger als ein Monat Standzeit:

    • Reifenluftdruck leicht erhöhen
    • In feuchter Jahreszeit Entfeuchter in den Innenraum (z.B. Eimer Salz oder industrieller "Dry Agent")
    • Eventuell Benzin-Stabilisator in den Tank


    Wenn du dich sicherer fühlst das Auto regelmäßig zu bewegen, dann achte darauf, dass du auch wirklich ordentlich bewegst. Da Öl sollte dann schon kurzzeitig auf >100°C kommen.

  • also mein motorrad steht im winter ja auch monatelang. da passiert nichts. einzig die batterie muss angestöpselt werden in der kalten jahreszeit. ich schieb den schon mal etwas vor und fertig.


    wenn du jetzt noch länger stehen solltest, kannst du ja mal ne halbe stunde einfach etwas durch die gegend fahren. aber bei paar wochen ist es sicher unbedenlich.


    die tipps von jones sind ja selbsterklärend ;)

  • Alles richtig, dachte nicht das die 10km so ernst genommen werden ....
    Ich habe extra geschrieben: wenn es ein DIESEL ist. Benziner kann stehen bleiben. Biodiesel macht aber mit der Zeit Probleme. Deshalb darf für Notstrom auch Heizöl verwendet werden

  • Mein M4 stand in den letzten Jahren auch immer über Winter unbewegt wochenlang in der Garage. Hatte nie irgendwelche Probleme oder gar Schäden. Mehrere Monate muss es sicherlich nicht sein aber ein paar Wochen machen dem Auto nix aus.

  • Es gibt genug Leute mit Saisonfahrzeugen die werden von September bis April nicht bewegt und fallen trotzdem nicht auseinander, Sprit ist nicht entmischt und Reifen sind nicht plattgestanden.


    Also beruhigt euch, vor 6 Monaten braucht man sich um Standschäden erst gar keine Gedanken zu machen. Und dann kann man immer noch ne Runde spazieren fahren und nachfolgend Luftdruck erhöhen etc.

  • Alles richtig. Mein Auto steht auch unberührt 5 Monate in der Garage.


    Zum Thema Biodiesel bei längerer Standzeit gibts eben einige Beiträge.


    Es muss natürlich nichts passieren. Niemand soll denken sein Auto fällt auseinander wenns zu lange steht.


    Sorry wenn das so rübergekommen ist


    Hier ein Auszug:


    Einleitung1EinleitungIn letzter Zeit ist der Begriff „Dieselpest“ immer wieder einmal gefallen, wenn es um die Frage ging, wie lange Dieselkraftstoff in Tanks von Netzersatzanlagen gelagert werden kann, bevor er unbrauchbar wird, und welchen Anteil die vom Gesetzgeber gewollte Beimischung von Fettsäuremethylester (FAME, auch Biodiesel genannt) an Problemen mit der Langzeitlagerung hat.Um diese Frage zu klären, hat das Bundesministerium des Inneren beim „Institut für Wärme und Oeltechnike.V.“ (IWO) in Hamburg die Durchführung einer entsprechenden Studie zur Brennstoffqualität in Netzersatz-anlagen (NEA) initiiert, die in diesem Dokument zusammengefasst dargestellt wird.Vom Frühjahr 2014 bis in den Herbst 2014 wurde der Brennstoff von 74 der in Deutschland geschätzten gut 9.000 Netzersatzanlagen beprobt. Die durchgeführten Analysen führen zu der dringenden Empfehlung, Netzersatzanlagen künftig nicht mehr mit Diesel sondern ausschließlich mit schwefelarmem Heizöl zu betanken und zu betreiben, sofern die Motoren-Hersteller der NEAs den Betrieb mit Heizöl zulassen.

  • Die Tipps oben passen doch. Kurzstrecken zu fahren ist keine gute Idee, steht ja auch schon oben.
    Der Dieselkraftstoff kann sich entmischen, aber eher erst nach Monaten als Wochen.


    Um die Elektroniksysteme zu schonen, wäre es ratsam, die Fahrzeugbatterie vor dem Starten extern zu laden, damit es durch den hohen Einschaltstrom des Anlassers nicht zu arg in die Knie geht.


    Und nicht erschrecken, wenn sich das Fahrzeug vielleicht nicht mehr mit Komfortzugang öffnen lässt oder die schönen Startanimationen von Headunit und Cockpitmodul nicht dargestellt werden.
    Das fängt sich wieder.
    Fahrzeug erkennt aber die lange Standzeit und schaltet ggf. weitere Verbraucher ab.