Beiträge von Black_Jack

    Ich habe als Untersitzsubwoofer die Helix i5 verbaut und trenne diese zu den Hoch- und Mitteltönern mit 24db bei 150 Hz. Wenn ich mir den Phasenverlauf im Übergangsbereich von Subwoofer und Mitteltöner anschaue, so sind diese nicht deckungsgleich, sondern verlaufen parallel mit einem Abstand von rund 60 Grad. Sollte man dies beheben? Im DSP-TOOL könnte man die Phase der Subwoofer ja frei drehen, beispielsweise um 60 grad, um so eine größere Deckungsgleichheit zu erzielen.

    Im DSP Tool geht es um die elektrische Phase, was akustisch dabei herauskommt ist aber eine andere Sache. Ich habe ebenfalls versucht, die Filter und die Flankensteilheit so zu wählen, dass es zumindest elektrisch im DSP Tool sich deckt.


    Z.B. habe ich folgend getrennt (für den MEC BT HD Eingang)


    Fronts:

    HP 150 Hz Linkwitz (verdreht die Phase nicht so arg) 24 dB/Okt


    USW:

    TP 130 Hz Linkwitz 24 dB/Okt

    HP 30 Hz Butterworth 24 dB/Okt


    Hierbei ergibt sich folgende elektrische Phase für die linke Seite:


    pasted-from-clipboard.png



    Subsonic hat ebenfalls Auswirkungen auf auf die Phase im Übergangsbereich.


    Falls du die High Level Eingänge nutzt: da macht weitere Filterung im DSP wenig Sinn, da die Signale aus dem RAM bereits gefiltert sind (HP/TP), weitere Filterung im DSP löscht nur weitere Frequenzbereiche aus und verdreht weiter die Phase. Mein Beispiel der Trennung ist nur für den BT HD Eingang, wo das Signal ungefiltert und linear ist, da muss getrennt werden.


    Empfehlung für Trennung für den RAM High Level Signal:


    - ein HP Subsonic Filter um die USW und MatchUp zu entlasten, z.B. 30-35Hz 24db/Okt Butterworth,

    - kein TP Filter für USW

    - für die Fronts kein HP


    Der Rest geht nur über Messungen und nach Gehör.

    Möchtest du den elektrischen Signal des Autoradios messen oder übers Mikro die Lautsprecher einmessen? Bei Lautsprechern wie die-Null es beschrieben hat, elektrischen Ausgangssignal:

    es kommt auf den DSP an was du nutzt. Die ATF Produkte haben ISA oder AISA. ISA misst intern den HighLevel Input jedes Kanal einzeln oder in Summe, AISA leitet das zu messende Signal über den Chinch Line Out an externe Soundkarte weiter, ist genauer und braucht das korrelierte Rosarauschen.

    Wenn kein ATF: highlevel Input unbearbeitet an Line Out routen und mit einer externe Sounkarte in REW messen. Geht auch dann mit Rosarauschen oder Sweep.

    Der Bass ist meiner Meinung nach matschig, weil das RAM eine „Delle“ zwischen 100 und 200 Hz hat. Ich habe da versucht bis zum abbinden des Subwoofers bei 200 Hz mehr rauszuholen - und mir die Kickbässe zurück zu holen. Das geht auch. Miss einfach den Subwoofer ein über den DSP mit dem gewünschten TP Filter (bei mir 200 Hz) und dann noch einmal selbiges Setup über die Headunit. Da wirst du sehen, dass ab 100 Hz nicht mehr viel durchkommt. Ich hab versucht das Signal zwischen 100 Hz und 200 Hz gezielt zu verstärken um diesen Tiefpassfilter aus dem RAM auszugleichen. Damit kickt der Bass auch wieder und wird knackiger.

    Das ist das weitere Problem, zusätzlich zur lautstärkeabhängigen Loudness. Theoretisch müssten gar keine neuen TP/HP Filter im DSP gesetzt werden, da das Signal aus dem RAM bereits gefiltert kommt: Untersitzsubwoofer sind ca. bei 110-120 Hz TP, Fronts ca. mit 130-140 HP, so meine Messung des RAM Rohsignals.


    Wenn man sich doch für eine Filterung im DSP entscheidet, sollten diese Frequenztrennbereiche auch angestrebt werden, um einen weiteren Frequensbereichsverlust des RAM Signals zu vermeiden.


    Falls man DSP direkt über Bluetooth etc. beschickt, sind die Frequenzweichenfilter ohnehin Pflicht. Dann machen auch mehrere Setups (Voreinstellungen im DSP) auch Sinn: eins mit Filterung, EQ und LZK für RAM und eins für AUX (Bluetooth, USB usw. die ein lineares Signal liefern).


    Den RAM Signal habe ich zurechtgerückt, die Bilder der Messungen in meinem früheren Post sind ohne EQ, zwecks besserer Vergleichbarkeit. Nach Korrektur ist das Signal recht gerade.

    Aber: da das Signal aus dem RAM gefiltert und mit einer EQ Kurve kommt, ist der zeitliche Verlauf (Phase) des Signals nicht gerade. Jede weitere Korrektur (HP/TP, EQ) im DSP verändern die Phase noch weiter. Dadurch verändert sich die Impulsantwort, ggf. führt zu Auslöschungen im Übernahmebereich SUB/Fronts. Wie man die Phase des RAM Signals gezielt zurechtrückt, weiß ich leider nicht, vielleicht weiß es jemand von euch.

    Hier ging es bis dahin um die elektrische Phase des Signals, die Lautsprecher haben aber auch ihren eigenen Phasegang, der frequenzabhängig ist. Beides in Einklang zu bringen ist wahrscheinlich die hohe Kunst, die weder ich, noch die 99% der „professionellen“ Fachhändler/Einmesser beherrschen.

    Deswegen ist es auch einfacher und besser, einen externen Signal über USB/Toslink/BT zu nehmen, wo es elektrisch kaum Frequenzgang- und Phasenschwankungen gibt.

    Über USB mit 192 kHz lossless kein Thema, über SPDIF „nur“ bis 96 kHz. Drahtlos aac oder Aptx HD. Ist nicht verlustfrei, für die Umgebung im Fahrzeug während der Fahrt mehr als nur ausreichend und immer noch besser als der vermurkste High-Level Signal aus dem RAM und zusätzliche D/A und A/D Wandlung. Obwohl ich sagen muss, dass die Match up A/D Wandler sehr guten Job machen.

    Was nutzt Du für ein DSP?

    Beim Match up von ATF können die Navi Signale, Blinker Töne etc. dazugemischt werden, sprich wenn direct stream läuft, werden die Töne vom RAM (Blinker, Navi, Radio) drauf gelegt und überlagern den Stream, beides wird gleichzeitig ausgegeben, wie beim Serienstand vom G20 auch. Das einzige was nicht so wie beim Serienstand ist, die Lautstärkeabsenkung bei Navi Durchsagen. Ist aber kein Thema in der Praxis, man dreh kurz am Conductor die Stream Lautstärke runter.

    Ich habe derzeit den besten Weg gefunden, ich verzichte fast komplett auf den RAM Signal und beschicke DSP mit linearem Signal über Bluetooth, geht alternativ auch über USB und Toslink😎.


    Wie bereits geschrieben, nutze ich den RAM Signal nur zum DAB Radio hören, da spielt der Klang nicht die Hauptrolle. Natürlich werden die Blinker Töne, PDC und Telefon reingemischt, außer ASD, da auscodiert. Sobald das Handy sich mit CarPlay verbindet wird über die eingestellte Automation die Tonausgabe auf Bluetooth umgeleitet und die Bluetooth Lautstärke auf 100% eingestellt.

    Die Lautsprecher Lautstärke kann natürlich nicht mehr über den Lautsärkeregler des Autoradios eingestellt werden, da RAM umgangen wird. Dafür habe ich einen ATF Conductor Pro Remote Control installiert, funktioniert gut und schaut ganz nett aus:

    IMG_8953.jpg

    Da ist definitiv ein Unterschied, wie hast du es gemessen?

    Bei 3/4 der Lautstärke habe ich nicht gemessen, kann aber die Tage machen. Ich stelle den Pegel in der Regel so ein, dass ca. bei der Hälfte sich meine laute Abhörlautstärke befindet, um nicht den vollen Regelbereich der dynamischen Loudness mitzunehmen. Nachteil: Wegen der notwendigen hohen Eingangsverstärkung sind die Blinker etwas lauter.

    Den Signal aus dem RAM nutze ich aktuell ohnehin nur fürs Radiohören. Den Rest direkt über Bluetooth Streaming an den DSP.

    Jeder Eingangsquelle ist ein eigenes Setup zugewiesen, sind aber auf die gleich FG Kurve und Charakteristik abgestimmt. Wenn man über CarPlay ein Musikstück abspielt und die Ausgabe von CarPlay auf Bluetooth wechselt, hat man guten A-B Vergleich. Tonal passt es super, außer dem Bass Bereich aus dem RAM: aufgrund der Filter/EQ/Phase des Signals ist der Bass sehr matschig, Bluetooth Stream ist im Vergleich dazu eine Offenbarung, tief und trocken, und das unabhängig von der Abhörlautstärke.

    Diese Codierung hat mich nicht in Ruhe gelassen, denn es würde den High-Signal aus dem RAM um die Welten verbessern: ich habe es codiert und vorher und nachher Messungen des Signals aus dem RAM durchgeführt (ATF DSP Tool AISA).


    So schaut das High-Level Signal (mix aus 40% USW L und 100% Front L) aus dem RAM ohne Codierung aus:


    Orange Kurve 1/3 der Radiolautstärke (Anzeigebalken)

    Blaue Kurve halbe Lautstärke

    Grüne Kurve 2/3 der Lautstärke


    vor codierung.png


    Man sieht deutlich Absenkungen unterhalb von 0,6-1kHz und oberhalb von 3-4 kHz, also lautstärkeabhängige Loudness Charakteristik.



    Anschließend ALEV Wert 0x06 codiert und erneut gemessen:


    Gün 1/3

    rot 1/2

    Blau 2/3


    mit subwoofer codiert.png



    Die Codierung hat 0,0 Auswirkung aus den Frequenzgang des RAM Ausgangssignal, die Kurven decken sich zu 100% vor und nach der Codierung.... :/


    Habe keine Hörtest durchgeführt, die Messung ist mehr als nur Aussagekräftig, so wieder auf den Original Wert codiert, schade war doch ein Hoffnungsschimmer.


    Blazzee und die_Null haben nach der Codierung einen Unterschied gemerkt, meine Vermutung ist folgende: meine Messungen wurden im Stand durchgeführt, habt ihr die Veränderung im Stand oder während der Fahrt bemerkt? Den RAM hat ja auch ein geschwindigkeitsabhängiges EQ, kann sein das die Codierung es deaktiviert. Man kann das aber auch ohne Codierung deaktivieren, in dem man den Regler bei den Audio Einstellungen in die Mitte schiebt, Schieberegler ganz links senkt Tiefen und Höhen mit zunehmender Geschwindigkeit ab, ganz recht hebt die. Ich habe in einem anderen Forum gelesen, dass die Fahrer und Beifahrer Mikros den Geräuschpegel im Innenraum messen und den Input für das EQ liefern. weiß nicht ob es stimmt...


    Wenn ein BMW (Harman/Becker) Audio-Insider hier mitliest: bitte aufklären, ob es eine Möglichkeit gibt, über die Codierungen EQ´s und Filter auszuprogrammieren, um ein brauchbares Signal zu bekommen, gerne per PM8)

    Codiert man ALEV-2 auf ALEV-2-4 (nicht ALEV-4, da man ja mit SA676 keinen Booster hat) in der Headunit, werden die Bässe bei hohen Pegeln nicht mehr abgebunden.

    Die Wirksamkeit dieser Einstellung könnte ganz einfach über AISA gecheckt werden, den Testtone bei verschiedenen Lautstärken abspielen, dabei Front Lks und Sub lks aufzeichnend, die Messkurven übereinander schieben und vergleichen. Bei SA676 waren es mehr als 6 dB (je nach Bezug) Abweichung bei niedriger (ca. 1/5 der Lautstärke am Radio) zu der ca. 3/5 der Lautstärke.


    Konntest Du herausfinden, ob es auch andere Einstellungen gibt, die z.B. die Filter und/oder die EQ deaktivieren? Kann ebenfalls mit der AISA gecheckt werden.

    Es wäre :thumbsup: wenn man dieses BMW Gedöns abstellen könnte. Habe inzwischen eine BT HD Karte nachgerüstet um den vermurksten High Level RAM Ausgang zu umgehen, nur beim Radio nervt mich das immer noch.